"Sitti! Aufstehen! Schnell!" ... "rrrrr - mmmpfff!" ... "Wir müssen hier raus!" - "mmmmmhhhhmmm - wasn los?" - "Ich will jetzt hier weg! Der Typ is zuu krass!" ... so in etwa begann der Tag. OK - wir hatten gesoffen. Und wie. War schließlich das letzte Konzert in diesem Jahr gestern... in Halle (dachten wir da noch). "Sitti, der Dude is grad aus seinem Bett gekraxelt, hat sich neben den Couchtisch gestellt und einfach in seiner verdammten Wohnung statt ins Klo auf seinen Couchtisch gepisst! Einen Meter neben mir! I muß raus!" ... waren die ersten Sätze, die ich an diesem Tag vernahm. Es war kurz nach 9.00h - ich glaub ich kotz. Bin vor 4 Std. erst ins Bett bzw. auf die Ausziehcouch. Andelz, noch grunzend neben mir, kam auch langsam zu sich und verfolgte das Gespräch. Ich führ die Szenerie jetzt nicht noch weiter aus, aber Flo log nicht. Er hat es getan. Auf seinen eigenen Couchtisch. Im Schlaf(-unswasweißichnoch)rausch. Bin ich bescheuert... Hammer! So was hab ich auch noch nicht gesehen. OK. Wir waren wach. Plötzlich: Telefon. "GoDownBelieving" am Apparat. Allen war dran und verkündete uns, das Nme.Mine kurzerhand für das "FUCK CHRISTMAS"-Konzert in Hamburg wegen Schneechaos abgesagt haben. Wir sollen spielen! BOOOOMMMMMM! Dampfhammer No. 2 an diesem Morgen. Langsam erwachte auch Christoph aus seinem Koma. Jetzt war kurze Bestandsaufnahme gefragt: OK, alle da. Schon mal gut. Instrumente und Bus auch (zumindest in der Nähe). Stimmbänder? Waren noch im Tiefschlaf - im Krankenbett. Sollen wir's riskieren? Kurze Übereinstimmung, dass - sollten sie reißen, wir es trotzdem gemeinsam versucht haben. Wir hielten zusammen. Das war es wert. OK, unserem Booking Bescheid gegeben, dass sie auf uns zählen können und dann ab dafür. Der Weg nach Hamburg war relativ relaxt - im Gegensatz zum Vortag nach Halle! Einige Stunden später: Ankunft Markthalle Hamburg. Soundcheck war in allen drei Areas gut organisiert bzw. getimt und keine der unzähligen Bands dieses Festivals kam sich in die Quere wegen der Zeit. Hut ab, waren sichtlich positiv überrascht. Soundcheck verlief gut. Dann kurz was essen und mal die Lage checken: Überall Bands, Leute, Freaks, Sound... unglaublich. In der Markthalle checkten unsere Dudes von "Farewell to Words" gerade, die heute auch wieder mit am Start waren, was natürlich ein schönes Wiedersehen war. Viel Hard- und Metalcore hörten wir heraus. Stand das Festival doch allein schon durch die Magneten "Maroon", "Maintain", "3 Inches of Blood", "Destiny" und "Himsa" ganz im Zeichen der neuen Härte. Und wir mittendrin. Jawoll! Dann Merch aufgebaut. Inmitten unzähliger Merch-Stände - verteilt über den gesamten Innenbereich der Live-Hallen. Wir uns natürlich direkt neben FTW niedergelassen und den kommenden Abend genossen. War zwar kurz noch im Bus ne Stunde aufs Ohr hauen - aber rechtzeitig zur Stagetime von FTW war ich wieder auf den Beinen. Und was geht eigentlich: Steh auf, geh Richtung Treppe zur Markthalle: nur Scherben! Bestimmt von 1000 Flaschen (!) Was war den hier passiert? Hab doch besser geschlafen als ich dachte (kein Wunder bei der letzten Nacht). Da halt durch und rauf zum Eingang. Mittlerweile eine locker 10m Schlange vor dem Einlass. War aber schon seit gut ner Stunde auf. Fett. OK, die Jungs gesucht und ab in die Halle "Farewell to Words" gucken, ihnen ihr Intro noch zurückgegeben (wollten wir doch glatt am Donnerstag noch im Suff Intros tauschen fürs nächste Konzert und hatten vergessen den Jungs unseres zu geben - OK, Simon hätts auf seinem Heimweg eh verloren...). Sound war gut. Monique und die Jungs um Welten besser als in Berlin! Die ersten Karatekämpfer machten sich warm. Monique war so geil auf die Stage heute Abend, dass wir sie nachher bei unserem Gig noch zum letzten Song ("GHOST") mit auf die Bühne nahmen. Aber dazu später. Der Abend nahm seinen Lauf. Die komplette Area füllte sich - ca. 1.500 bis 2.000 Leute am Start. Und unter ihnen auch alte Bekannte: Sarah und Allen (GoDownBelieving) natürlich (Sarah, noch mal Danke für das Hotel), die Jungs von "TheAntiDoctrine", "Illdisposed" spielten natürlich auch und zur großen Überraschung: Olli Seidemann (ehem. Holzkirchner). Den hatten wir eine halbe Ewigkeit nicht mehr gesehen. Wohnt mittlerweile in Berlin und hat ein eigenes Label. War ein nettes Wiedersehen und hoffe, dass wiederholt sich mal... Dann kam langsam der Zeitpunkt für das nun wirklich letzte Konzert in diesem Jahr! Und was war das für ein Trip...?! Ich kanns nicht genau in Worte fassen aber soviel sei gesagt: Jeder der uns an diesem Abend erlebt hat, vergisst uns so schnell nicht mehr! (Schleim ;-) Beim ersten Song war der Mikroständer schon im Arsch, inklusiv der Bühnendecke. Derbes Gebange! Karate-Kids im Pit! Schweiß, Blut und anschließend auch Kotze begleiteten den Auftritt. War schlichtweg ein würdiger Abschiedsgig für 2005! Monique (FTW), wie vorhin schon erwähnt, sang mit mir zusammen den letzten Song des Sets und ich stand irgendwann nur noch mit ihr an meinen Füßen klammernd vor der jubelnden Menge. Ich weiß nicht genau was passiert war, aber es war auf alle Fälle großartig. Wie gesagt ein Trip! "Endlich mal beim "FUCK CHRISTMAS" gezockt - yeeaahh!" a-a-awesome! Danke Hamburg - ihr seid die Besten!! Ach ja: und die Stimmbänder hielten! Haha. Trainiert!
Dann schauten wir uns natürlich noch viele andere Bands an. War einfach spitze, da überall nur Sound war und Unmengen coole und abgedrehte Leute unterwegs waren. Maroon riefen bzw. spielten im Karatepit die "Masken" zum Vorschein. Wahnsinn! Illdisposed glänzten mit hervorragendem Sound. Nur der Backstage-Service trat ein wenig aus der Reihe... Getränke und Häppchen nur in Stundenabständen und das für locker 20 Bands. Unmöglich. Aber trotzdem ein unvergessen geiler Abend! Irgendwann in den ersten Morgenstunden machten wir uns dann mit unserer Bookerin Sarah (als Fahrer fungierend) auf in Richtung Hotel. Kurz duschen und ab in die Federn. Schließlich gings am nächsten Morgen frühzeitig los auf verschneiten und vereisten Straßen Richtung München (einmal quer zurück durch die Republik). Zu aller Freude hatten wir auch gerade an diesem Sonntag unser erstes Problem mit unserem Transit. War abgesoffen (wegen einer Anzeige, die uns klar machen sollte, dass wir überschüssige Luft aus dem Tank abpumpen sollen). Kurzum: ADAC! -Nach einer guten Stunde warten im -10 Grad "warmen" Van. Irgendwann gings weiter. Rutschpartie Höhe Ulm im Autobahn-Tunnel und spät am Abend Ankunft im tief-im-Schnee-versunkenen Helltown. Reise: Ende! Gloreiches Band-Jahr: Ende! Ab in den Winterschlaf...
sitti
Dann schauten wir uns natürlich noch viele andere Bands an. War einfach spitze, da überall nur Sound war und Unmengen coole und abgedrehte Leute unterwegs waren. Maroon riefen bzw. spielten im Karatepit die "Masken" zum Vorschein. Wahnsinn! Illdisposed glänzten mit hervorragendem Sound. Nur der Backstage-Service trat ein wenig aus der Reihe... Getränke und Häppchen nur in Stundenabständen und das für locker 20 Bands. Unmöglich. Aber trotzdem ein unvergessen geiler Abend! Irgendwann in den ersten Morgenstunden machten wir uns dann mit unserer Bookerin Sarah (als Fahrer fungierend) auf in Richtung Hotel. Kurz duschen und ab in die Federn. Schließlich gings am nächsten Morgen frühzeitig los auf verschneiten und vereisten Straßen Richtung München (einmal quer zurück durch die Republik). Zu aller Freude hatten wir auch gerade an diesem Sonntag unser erstes Problem mit unserem Transit. War abgesoffen (wegen einer Anzeige, die uns klar machen sollte, dass wir überschüssige Luft aus dem Tank abpumpen sollen). Kurzum: ADAC! -Nach einer guten Stunde warten im -10 Grad "warmen" Van. Irgendwann gings weiter. Rutschpartie Höhe Ulm im Autobahn-Tunnel und spät am Abend Ankunft im tief-im-Schnee-versunkenen Helltown. Reise: Ende! Gloreiches Band-Jahr: Ende! Ab in den Winterschlaf...
sitti
Erstmal Frühstücken! Nach einer harten und langen Nacht besuchten uns Kathi und Josie gegen Mittag nochmal und deckten uns ein Frühstück auf. Fett. Nochmal vielen Dank für die nette Geste. Wir (Orko, ManAtArms, Moosman und TriKlops) werden uns wie versprochen revanchieren, wenn ihr mal in bayrischen Gefilden unterwegs seid. Dann gings, begleitet vom übelsten Kaltwind, in die City. Autoradio koofen! Die Medelz kurz verabschiedet und ab in Saturn; anschließend noch "Gasthaus zum Goldenen M" und dann noch kurz zum Optiker wegen Andelz' Kontaktlinsen. Alles angeschlossen, zam'gfressn und ausgetauscht. Ab nach Halle zum "last Gig of the year"! Und dann kam der Verkehr... übel! Stundenlanger Stau auf einer Strecke, die an und für sich nur paar Stunden in Anspruch nehmen sollte. Ankunft in Halle eine Stunde vor Einlass. Halt: falscher Stadtteil. Ab durch die Fußgängerzone zurück zur Hauptstrasse. "Scheiß Navi!" Waren im Studentenviertel gelandet... da hat es uns zwar gefallen - aber das Konzert war ja wo anders. Also weiter. Dann endlich die richtige Straße. Angekommen. Wieder mal waren wir die "Equipmentors" und alle warteten auf uns. Super, mit DER Verspätung im Gepäck. Also kurz aufgebaut, angespielt und den Soundcheck den anderen Bands überlassen. Der Club war von der Größe her eine Art Jugendzentrum mit sehr hoher Decke und großem Kellergewölbe-Backstagebereich. Nur die Toiletten waren nicht direkt im Club sondern im Nebengebäude, dass man nur über den Eingang/Ausgang und den kalten - aber mit brennender Feuertonne bestückten - Innenhof erreichen konnte. Es sei ihnen verziehen. Ansonsten war alles OK: super Catering, Beck's Gold, Fahrerservice und französische Profi-Fotografin am Start (Rachel, nochmals danke für die Pix - http://metalchroniques.com/gallery/thumbnails.php?album=683). Nach den eher Line- als Soundchecks vergruben sich dann die Bands erstmal im Catering-Bereich und man lernte sich kennen (nochmal die besten Grüße an "Suffering Souls" an dieser Stelle). Die Leute strömten oben langsam ein und allmählich vertiefte sich die Vorfreunde auf das bevorstehende Konzert: 80% langhaarige Metalmaniacs (teils auch mit den Schriftzügen auf den Shirts, die man vergeblich zu entziffern versucht). Fett. Jetzt kanns losgehen: Oldschool's in tha house! Geheimwaffe ausgepackt: unsere Songs(!)
Missionare wären stolz gewesen... oder neidisch...
Das Konzert entpuppte sich als absolut würdiger Jahresabschluss (bis dahin)! Die Menge tobte und verdammt: Stefan war nicht da! Nächstes Mal gibt's Grippenschutzimpfung vor den "Last Gigs Of The Year"! Im Anschluss Illdisposed: relativ guter Sound im Vergleich zum Check. Hat Spaß gemacht. 10 Minuten nach dem Gig Richtung Kellertreppe: unten in den Gewölben wurde schon eine derbe Aftershow-Party eingeläutet. Rachel wild am fotografieren. Illdisposed, die anderen Bands und wir kräftig am feiern. Lustig, langer Kellerbesuch. Dann gings ab zur "Schlafgelegenheit". Nochmal Danke für die Party und die Übernachtung, Mann. Hey, und: Rauch nicht so viel, wenn Du's nicht verträgst...
sitti
Missionare wären stolz gewesen... oder neidisch...
Das Konzert entpuppte sich als absolut würdiger Jahresabschluss (bis dahin)! Die Menge tobte und verdammt: Stefan war nicht da! Nächstes Mal gibt's Grippenschutzimpfung vor den "Last Gigs Of The Year"! Im Anschluss Illdisposed: relativ guter Sound im Vergleich zum Check. Hat Spaß gemacht. 10 Minuten nach dem Gig Richtung Kellertreppe: unten in den Gewölben wurde schon eine derbe Aftershow-Party eingeläutet. Rachel wild am fotografieren. Illdisposed, die anderen Bands und wir kräftig am feiern. Lustig, langer Kellerbesuch. Dann gings ab zur "Schlafgelegenheit". Nochmal Danke für die Party und die Übernachtung, Mann. Hey, und: Rauch nicht so viel, wenn Du's nicht verträgst...
sitti
Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! Endlich gings mal wieder für ein Konzert in die Hauptstadt. Wir hatten Urlaub genommen um zusammen mit den dänischen Death-Metal Urgesteinen Illdisposed ein paar Shows in der Republik zu spielen. Für Stefan entpuppte sich der Urlaub allerdings als unschöne Freizeit: er wurde aufgrund einer bösen Virusinfektion von der Ärztin zur Bettruhe verdammt und konnte somit nicht mit von der Partie sein. Sehr, sehr schade. Jetzt gab es die beiden Möglichkeiten, die uns schon öfter mal in der Vergangenheit über den Weg liefen: absagen oder trotzdem zocken! Wir entschieden uns kurzerhand für Zweiteres und auch Stefan wollte das so. Wir also gegen 8.30h zur Autowerkstatt und den Bus vom vorwinterlichen Ölwechsel abzuholen. Dann ab zum Einladen, Wurstsemmeln kaufen, noch kurz beim Hagebau für einen 12-Volt Heizlüfter gestoppt und dann gegen 10.00h ab nach München um Christoph und Flo einzusammeln. Ankunft im winterlichen Berlin gegen ca. 17.00h. Fahrt war ok und Berlin entpuppte sich wirklich von einer sehr schönen Seite: "die Linden verbinden!" Nach gut einer halben Stunde Sightseeing durch alle relevanten Stadtteile erreichten wir das K17. Fetter Club. Mehrere Areas und wir unten in der größten, die locker 500 Leute fast und die Bühnenkante so etwa Kinnhöhe hat! Die anderen beiden Bands, Illdisposed und "Farewell to Words" aus Berlin waren schon am Start und man begrüßte sich kurz und es ging fast direkt vom Einladen zum Soundcheck über. Den ersten erledigten wir (natürlich mit bißl mehr Bass in den Gitarren), dann folgten Illdisposed und dann war schon "Doors Open". Farewell to Words staunten, genauso wie wir, nicht schlecht über die Ruhe, die die Dänen beim Soundcheck ausstrahlten und konnten somit leider nicht ungestört checken, sondern machten nur einen kurzen Line-Check, während die Leute schon in den Club kamen. Blöd sowas. Kennen wir. Verstehen Euch. Ich muß noch erwähnen, dass die Illdisposed-Jungs sich wirklich voll und ganz auf Ihre Supports verlassen haben, denn eine Backline hatten die nicht dabei. Wir schon. Nur zu wenig Schlagzeug. Tja, Flo hat halt keine Doublebass-mit-fünf-Toms-Burg (…mehr). Alex, Ihres Zeichens Livemischerin, organisierte dann noch kurzfristig die nötigen Drum-Utensilien und dann konnte es los gehen. Gegen 21.00h eröffneten Farewell to Words und zogen den Anwesenden erstmal einen Scheitel. Fettes Brett! Meiner Meinung nach eine Mischung aus Hard- und Metalcore, jedoch mit einigen melodiösen Elementen und Musikern, die Ihr Handwerk beherrschen. Dann wir. Ohne Bass. Aber doch ordentlich gerockt, würd ich sagen. Kreischen vor der Bühne! Sowas!
Anschließend kamen Illdisposed und heizten ordentlich ein. Auch, wenn nicht ganz nüchtern, aber das kennt man ja von Ihnen. Guter Sound, den Leuten gefiel es. Tja und dann kam die Aftershow-Party… ich wills nicht zulange ausführen, deshalb nur in einer Art Aufzählung: Farewell to Words mauserten sich zu richtig guten Kumpels, Kathi und Josie aus Berlin hatten Bock auf Feiern, Josie machte vorm Merch einen Girlieshirt-Contest mit sich selbst und gewann anschließend im „Irgendeinen-Abschleppen“, Franzi kotzte sich mittlerweile draußen vorm Club neben Ihrer Freundin aus, Simon (FTW) und wir enterten einen benachbarten Darkwave-Schuppen, Drehbier, Truckerfahrer, Busfahrer, Wall-Of-Death auffe Tanzfläche (!!!), unzählige Jäger, irgendwann waren auch Illdisposed am Start, gegen 4.00h morgens Liftfahrt zu den Betten in der Musikerwohnung. Tilt! Simon (FTW) verriet uns später, er habe an diesem Abend noch mit einem Geodreieck seine Kotze zusammengekehrt und wachte am nächsten Morgen neben einem Ast (!) und einem Baustellen-Schild (!) in seiner Wohnung auf – und keine Ahnung wie die da hin kamen...
Unvergessener Abend! Danke Berlin!
sitti
Anschließend kamen Illdisposed und heizten ordentlich ein. Auch, wenn nicht ganz nüchtern, aber das kennt man ja von Ihnen. Guter Sound, den Leuten gefiel es. Tja und dann kam die Aftershow-Party… ich wills nicht zulange ausführen, deshalb nur in einer Art Aufzählung: Farewell to Words mauserten sich zu richtig guten Kumpels, Kathi und Josie aus Berlin hatten Bock auf Feiern, Josie machte vorm Merch einen Girlieshirt-Contest mit sich selbst und gewann anschließend im „Irgendeinen-Abschleppen“, Franzi kotzte sich mittlerweile draußen vorm Club neben Ihrer Freundin aus, Simon (FTW) und wir enterten einen benachbarten Darkwave-Schuppen, Drehbier, Truckerfahrer, Busfahrer, Wall-Of-Death auffe Tanzfläche (!!!), unzählige Jäger, irgendwann waren auch Illdisposed am Start, gegen 4.00h morgens Liftfahrt zu den Betten in der Musikerwohnung. Tilt! Simon (FTW) verriet uns später, er habe an diesem Abend noch mit einem Geodreieck seine Kotze zusammengekehrt und wachte am nächsten Morgen neben einem Ast (!) und einem Baustellen-Schild (!) in seiner Wohnung auf – und keine Ahnung wie die da hin kamen...
Unvergessener Abend! Danke Berlin!
sitti
Als ich mittags aufwache, steht der Bus schon vor dem Kiff in Aarau. Nach dem gestrigen Irrsinn befindet sich noch die ganze Mannschaft in den Kojen, nur Flo ist bereits wach und hat in der Bar unten 2 Leute organisiert, die uns dann mit Tee und Saft versorgen. Als nächstes stößt Andelz zu uns und wir verbringen den restlichen Nachmittag am Kickertisch mit Länderspielen Deutschland - Schweiz (die wir leider knapp verlieren). Spätnachmittag öffnet dann auch der Club seine Türen für uns und inzwischen sind auch die meisten wieder ansprechbar. Also wieder der inzwischen schon bis zur Langweiligkeit eingespielte Ablauf mit Aufbau und Check. Dann rumhängen (im wahrsten Sinne des Wortes) bis zum Auftritt.
Und dann geht es los. Was für ein Abschiedskonzert! Als wir auf die Bühne gehen, ist der Raum berstend voll und wir werden von den ersten Reihen johlend begrüsst. Müdigkeit und Kater waren in nullkommanichts vergessen. In die Saiten geschlagen und vor auf der Bühne ging es los - und wie. 40 Minuten lang tobte der Mob. Als wir mit den letzten Tönen fertig waren, gab es reichlich Zugabenrufe, denen wir aber aus Zeitgründen leider nicht nachkommen konnten. Danke Aarau - ihr wart der Wahnsinn!!!
Sayowa und Pro-Pain wurden entsprechend abgefeiert, im Zugabenteil von Pro-Pain kamen wir dann auch alle auf die Bühne und nach der würdigen Krönung der Amis mit wertvollen Burger-King-Kronen grölten wir dann alle zusammen Terpentin mit. Wenn mir vor einem Jahr jemand erzählt hätte, dass ich mal einen Onkelz-Song auf der Bühne singe ...
Die große Abschluss-Party hatten wir ja schon am Vortag, da ging heute nicht mehr viel. Aber da wir den Tourtroß eh noch am selben Abend verlassen und uns wieder auf die Heimreise machen mussten, war das auch nicht so schlimm. Also ging es ans Einladen in unseren Transit, Kojen ausräumen, noch mal wehmütig in den Nightliner schauen und dann Verabschiedung.
Das Ende einer großartigen Tour, die auf alle Fälle der Höhepunkt der bisherigen Bandgeschichte war! Coole Locations, viel Spaß, viel Alk, viel Metal. Vor allem waren Pro-Pain einfach extrem cool und kollegial, big thanks to you guys!!!
Stefan
Und dann geht es los. Was für ein Abschiedskonzert! Als wir auf die Bühne gehen, ist der Raum berstend voll und wir werden von den ersten Reihen johlend begrüsst. Müdigkeit und Kater waren in nullkommanichts vergessen. In die Saiten geschlagen und vor auf der Bühne ging es los - und wie. 40 Minuten lang tobte der Mob. Als wir mit den letzten Tönen fertig waren, gab es reichlich Zugabenrufe, denen wir aber aus Zeitgründen leider nicht nachkommen konnten. Danke Aarau - ihr wart der Wahnsinn!!!
Sayowa und Pro-Pain wurden entsprechend abgefeiert, im Zugabenteil von Pro-Pain kamen wir dann auch alle auf die Bühne und nach der würdigen Krönung der Amis mit wertvollen Burger-King-Kronen grölten wir dann alle zusammen Terpentin mit. Wenn mir vor einem Jahr jemand erzählt hätte, dass ich mal einen Onkelz-Song auf der Bühne singe ...
Die große Abschluss-Party hatten wir ja schon am Vortag, da ging heute nicht mehr viel. Aber da wir den Tourtroß eh noch am selben Abend verlassen und uns wieder auf die Heimreise machen mussten, war das auch nicht so schlimm. Also ging es ans Einladen in unseren Transit, Kojen ausräumen, noch mal wehmütig in den Nightliner schauen und dann Verabschiedung.
Das Ende einer großartigen Tour, die auf alle Fälle der Höhepunkt der bisherigen Bandgeschichte war! Coole Locations, viel Spaß, viel Alk, viel Metal. Vor allem waren Pro-Pain einfach extrem cool und kollegial, big thanks to you guys!!!
Stefan
Genau so chaotisch wie die Fahrt am Vortag war, geht es dann auch weiter. Ferry ist zwar am frühen Morgen schon nach Montreux zum Club gefahren, musste aber da dieser aber am Hang liegt (wie alles in Montreux), keinen Parkplatz hat und es auch sonst keine Parkflächen gibt, wieder aus Montreux raus und hat den Bus dann an einer Raststätte vor der Stadt geparkt. Dort erwartet uns beim Aufstehen ein traumhafter Blick bei eisigen Temperaturen. Kurz frischmachen und dann wieder rein in den Wahnsinn. Montreux scheint abseits der Hauptstraße nur aus winzigen Straßen zu bestehen und Ferdi ist nach kurzer Zeit nur am Fluchen. Aus dem Club ist auch niemand zu erreichen und so kurven wir auf der Suche nach einem Parkplatz für den Bus ziemlich planlos durch die Gassen und irgendwann ist Ferdis Nervenkostüm völlig am Boden. Wir werden Zeuge folgendes geschichtsträchtigen Dialogs: Ferdi: "Bad organisation!" - Nick: "Hey man, relax!" - Ferdi: "No relax! Bad organisation!" - Nick: "Relax!" - Ferdi: "No relax!" (das ganze ging ca. 5 Minuten so weiter).
Irgendwann haben wir dann tatsächlich eine Parkmöglichkeit für den Bus gefunden und auch jemandem im Club erreicht. Die Leute dort meinen, wir sollen den Bus dort stehen lassen, sie würden später mit einem Van kommen und dann in mehreren Touren Equipment und den Tourtross zum Club fahren. Na gut. Also erst mal warten. In der Umgebung gibt es außer sauteuren Hotels, Banken und Edelboutiquen gar nichts. Völlig krass. Ich bin ja schon ein paar Sachen gesehen, aber das hier ist mit Abstand die teuerste und versnobteste Stadt in der ich je war. Interessante Erfahrung, als Langhaariger wieder mit einer Mischung aus Ekel und Verachtung betrachtet zu werden. Irgendwann kommt dann der Van und wir beginnen, das Zeug zu verladen. Nach 4 Touren können wir selber mitfahren. Und machen die interessante Erfahrung, dass die Bewohner der französischen Schweiz in einer Sache den Franzosen sehr ähnliche sind: sie können oder wollen weder Englisch noch Deutsch sprechen. Insofern bleibt die Kommunikation sehr spärlich.
Der Club hat eher eine gemütliche Größe aber es rechnet eh niemand ernsthaft mit Menschenmassen. Es wäre eher überraschend, wenn es ausgerechnet hier Scharen an Metal- und Hardcorefans geben würde. Es folgt die übliche Prozedur aus Soundcheck, Essen, Merchaufbau und Warten. Die Erwartungen an die Zuschauerzahlen erfüllen sich - Montreux wird die schwächst besuchte Show der Tour. Aber das soll nichts heißen, denn die Anwesenden haben dafür richtig Bock und gehen ab der ersten Minute ordentlich mit. Da fällt es auch vor halb vollem Raum nicht besonders schwer und alle drei Bands haben ordentlich Spaß.
Nach dem Auftritt dann der Horror. Da eine weitere Transferaktion zu umständlich wäre, bleibt der Bus mit Warnblinker in der Straße oberhalb des Clubs stehen und versuchen, das unsere Sachen da hochzuräumen. Es bleibt allerdings erst mal bei dem Versuch. 300 Meter steil bergauf mit Equipment geht einfach nicht. Pete bringt es auf den Punkt: "Stop it, you will die." Also wieder den Van holen und damit zwischen Bus und Club pendeln. Pete und ich räumen oben den Bus ein, der Rest belädt den Van. Währenddessen kommen die Bullen vorbei und ranzen uns an, weswegen der Bus mitten auf der Straße steht, lassen sich dann aber abwimmeln. Als Pete und ich fertig sind, hat unten im Club derweil die Party begonnen. Kurzerhand beschließt man, Ferdies Bedenken wegen der Polizei in den Wind zu schießen, den Bus erst mal stehen zu lassen und ordentlich einen drauf zu machen. Und diese Feier wird der Wahnsinn! Der Alk fließt in Mengen, nicht näher genannte Teilnehmer der Tour tanzen mit runtergelassenen Hosen zu Madness oder Schieber zu Eurythmics. Außer den beiden Leuten vom Club und uns ist niemand mehr da, aber das ganze geht trotzdem bis morgens um 6 Uhr. Als das Mädel von der Bar um 5:30 Uhr geht, gibt es es Standig Ovations. Derweil wartet der arme Ferry die ganze Zeit im Bus, wird aber wenigstens von den Bullen verschont, die wohl generell um die Uhrzeit in Montreux nichts mehr zu tun haben. Unglaublicher Abend.
Stefan
Irgendwann haben wir dann tatsächlich eine Parkmöglichkeit für den Bus gefunden und auch jemandem im Club erreicht. Die Leute dort meinen, wir sollen den Bus dort stehen lassen, sie würden später mit einem Van kommen und dann in mehreren Touren Equipment und den Tourtross zum Club fahren. Na gut. Also erst mal warten. In der Umgebung gibt es außer sauteuren Hotels, Banken und Edelboutiquen gar nichts. Völlig krass. Ich bin ja schon ein paar Sachen gesehen, aber das hier ist mit Abstand die teuerste und versnobteste Stadt in der ich je war. Interessante Erfahrung, als Langhaariger wieder mit einer Mischung aus Ekel und Verachtung betrachtet zu werden. Irgendwann kommt dann der Van und wir beginnen, das Zeug zu verladen. Nach 4 Touren können wir selber mitfahren. Und machen die interessante Erfahrung, dass die Bewohner der französischen Schweiz in einer Sache den Franzosen sehr ähnliche sind: sie können oder wollen weder Englisch noch Deutsch sprechen. Insofern bleibt die Kommunikation sehr spärlich.
Der Club hat eher eine gemütliche Größe aber es rechnet eh niemand ernsthaft mit Menschenmassen. Es wäre eher überraschend, wenn es ausgerechnet hier Scharen an Metal- und Hardcorefans geben würde. Es folgt die übliche Prozedur aus Soundcheck, Essen, Merchaufbau und Warten. Die Erwartungen an die Zuschauerzahlen erfüllen sich - Montreux wird die schwächst besuchte Show der Tour. Aber das soll nichts heißen, denn die Anwesenden haben dafür richtig Bock und gehen ab der ersten Minute ordentlich mit. Da fällt es auch vor halb vollem Raum nicht besonders schwer und alle drei Bands haben ordentlich Spaß.
Nach dem Auftritt dann der Horror. Da eine weitere Transferaktion zu umständlich wäre, bleibt der Bus mit Warnblinker in der Straße oberhalb des Clubs stehen und versuchen, das unsere Sachen da hochzuräumen. Es bleibt allerdings erst mal bei dem Versuch. 300 Meter steil bergauf mit Equipment geht einfach nicht. Pete bringt es auf den Punkt: "Stop it, you will die." Also wieder den Van holen und damit zwischen Bus und Club pendeln. Pete und ich räumen oben den Bus ein, der Rest belädt den Van. Währenddessen kommen die Bullen vorbei und ranzen uns an, weswegen der Bus mitten auf der Straße steht, lassen sich dann aber abwimmeln. Als Pete und ich fertig sind, hat unten im Club derweil die Party begonnen. Kurzerhand beschließt man, Ferdies Bedenken wegen der Polizei in den Wind zu schießen, den Bus erst mal stehen zu lassen und ordentlich einen drauf zu machen. Und diese Feier wird der Wahnsinn! Der Alk fließt in Mengen, nicht näher genannte Teilnehmer der Tour tanzen mit runtergelassenen Hosen zu Madness oder Schieber zu Eurythmics. Außer den beiden Leuten vom Club und uns ist niemand mehr da, aber das ganze geht trotzdem bis morgens um 6 Uhr. Als das Mädel von der Bar um 5:30 Uhr geht, gibt es es Standig Ovations. Derweil wartet der arme Ferry die ganze Zeit im Bus, wird aber wenigstens von den Bullen verschont, die wohl generell um die Uhrzeit in Montreux nichts mehr zu tun haben. Unglaublicher Abend.
Stefan
Nach unglaublichen 16 Stunden Busfahrt treffen wir im Transilvania in Erstfeld ein. Eine Disko in Turnhallengröße, komplett im Gothstyle gehalten (unter den Grabsteinen an den Wänden findet sich auch einer für Mooshammer - Kult!) und sehr ordentlich ausgestattet. Das einzige Manko sind die recht frischen Temperaturen im Backstage und auf der Bühne. Und der Dialekt der Einheimischen. Völlig unglaublich. Wir verstehen genauso viel wie Pro-Pain, nämlich gar nichts. Ein Schweizer quatscht JC später am Merchstand die Ohren voll und lässt sich auch vom wiederholten "Hey man, i don't unterstand any fucking word you're saying" nicht abbringen. Irgendwann fängt JC einfach an, irgendwas zu antworten und beide reden minutenlang aufeinander ein, ohne dass einer den anderen versteht. Ganz groß.
Unser Auftritt läuft nicht so ganz ideal. Es ist ziemlich kühl auf der Bühne und das Publikum steht aufgrund der Absperrungen (!) vor der Bühne ewig weit weg). Außerdem ist die Monitoranlage für die riesige Bühne ziemlich unterdimensioniert und wenn man 2 Schritte von seiner Monitorbox weggeht, hört man nichts mehr. Aber letztlich haut dann irgendwie doch alles hin, wir sind ja inzwischen gut eingespielt und so geht es halt auch unter den Bedingungen irgendwie.
Den anderen Bands geht es ähnlich und auch wenn sich bei Pro-Pain ein recht beachtlicher Moshpit vor der Bühne befindet, wirkt das aufgrund des Abstands zwischen Publikum und Band alles ein wenig steif.
Heute hätten wir zwar Zeit für eine ordentliche Feier, aber das Transilvania schließt recht bald nach dem Auftritt und anderer Clubs gibt es in der Umgebung nicht. Schweiz halt. Gary und Tom ziehen mit der Schweizer Promoterin ab, der Rest verzieht sich in den Bus. Eigentlich ist der Plan dann, eine Tanke anzufahren und sich dort für die Fahrt einzudecken. Aber find mal nachts in der Schweiz eine offene Tanke. Irgendwann sind wir dann auf der Passstraße Richtung Montreux. Und nach ewigen Serpentinen durch eine malerische (und frostige) schweizer Bergwelt stellen wir dann fest, dass die Straße ab hier nachts gesperrt ist. Ferry traut sich wegen drohenden Schneefalls nicht, den Bus hier oben zu parken. Also die ganze Strecke wieder runter. Auf der Autobahn hinter Erstfeld finden wir dann tatsächlich eine Raststätte, die zwar geschlossen hat, aber wenigstens einen Raum mit Automaten für die Nacht besitzt. Nur hat inzwischen auch keiner mehr Bock auf Feiern und so geht es ab ins Bett.
Stefan
Unser Auftritt läuft nicht so ganz ideal. Es ist ziemlich kühl auf der Bühne und das Publikum steht aufgrund der Absperrungen (!) vor der Bühne ewig weit weg). Außerdem ist die Monitoranlage für die riesige Bühne ziemlich unterdimensioniert und wenn man 2 Schritte von seiner Monitorbox weggeht, hört man nichts mehr. Aber letztlich haut dann irgendwie doch alles hin, wir sind ja inzwischen gut eingespielt und so geht es halt auch unter den Bedingungen irgendwie.
Den anderen Bands geht es ähnlich und auch wenn sich bei Pro-Pain ein recht beachtlicher Moshpit vor der Bühne befindet, wirkt das aufgrund des Abstands zwischen Publikum und Band alles ein wenig steif.
Heute hätten wir zwar Zeit für eine ordentliche Feier, aber das Transilvania schließt recht bald nach dem Auftritt und anderer Clubs gibt es in der Umgebung nicht. Schweiz halt. Gary und Tom ziehen mit der Schweizer Promoterin ab, der Rest verzieht sich in den Bus. Eigentlich ist der Plan dann, eine Tanke anzufahren und sich dort für die Fahrt einzudecken. Aber find mal nachts in der Schweiz eine offene Tanke. Irgendwann sind wir dann auf der Passstraße Richtung Montreux. Und nach ewigen Serpentinen durch eine malerische (und frostige) schweizer Bergwelt stellen wir dann fest, dass die Straße ab hier nachts gesperrt ist. Ferry traut sich wegen drohenden Schneefalls nicht, den Bus hier oben zu parken. Also die ganze Strecke wieder runter. Auf der Autobahn hinter Erstfeld finden wir dann tatsächlich eine Raststätte, die zwar geschlossen hat, aber wenigstens einen Raum mit Automaten für die Nacht besitzt. Nur hat inzwischen auch keiner mehr Bock auf Feiern und so geht es ab ins Bett.
Stefan
Aufgrund einer ausgefallenen Show und einem kurzfristig anberaumten Ersatzgig hatten wir nun den fahrtechnischen Wahnsinn - von Wien nach Cottbus und dann wieder runter in die Schweiz. Also viel Zeit zum Totschlagen im Bus, die wir wie üblich hauptsächlich pennend in den Kojen verbrachten. Dafür entschädigte dann auch die Halle in Cottbus, an der wir mit einiger Verspätung endlich irgendwann mal eintrafen. Was für ein Kontrast zum Vortag, das Shelter hätte man hier bestimmt 8 oder 9 mal komplett reinpacken können. Entsprechend auch die Ausstattung, dicke Bühne, dicke Anlage, großer Backstagebereich mit ordentlichem Catering, Dusche und so weiter. So ist es recht. Also ganz fix Soundcheck, bei dem JC um Zeit zu sparen gleich über Flos Schlagzeugaufbau gecheckt hat (sehr coole Aktion, denn so bekamen wir als Vorband keine Soundprobleme). Das hat dann auch gleich mal zur allgemeinen Erheiterung beigetragen, da JC auf Flos extrem niedrigem Hocker so elegant gewirkt hat wie der berühmte Affe auf dem Schleifstein.
Dann noch schnell Essen eingefahren, Review und Lagebesprechung zu Ansage und Ablauf und los ging's. Pro-Pain haben im Osten einen Haufen Fans und so füllte sich die Halle recht schnell, auch wenn es erst beim Headliner richtig voll wurde. Eine große Bühne macht natürlich sehr viel Spaß, aber eine große Halle anheizen ist dafür auch vergleichsweise schwerer. Also hieß es noch ein wenig mehr Gas geben als sonst eh schon und sich die Leute erkämpfen. Und schließlich war es wie jeden Abend, kaum hast du angefangen, ist der Spaß auch schon wieder vorbei. Also ab in die Duschen und dann raus zum Merchstand, Shirts unters Volk bringen. Da der im Vorraum war, herrschte zwar während Pro-Pain wie erwartet tote Hose, dafür war der Run danach entsprechend groß, so dass alle Anwesenden gut beschäftigt waren. Das Thema Aftershowparty hatte sich dann aufgrund der vor uns liegenden Strecke auch ziemlich schnell erledigt. Alles in allem also der Arbeitstag der Tour.
Stefan
Dann noch schnell Essen eingefahren, Review und Lagebesprechung zu Ansage und Ablauf und los ging's. Pro-Pain haben im Osten einen Haufen Fans und so füllte sich die Halle recht schnell, auch wenn es erst beim Headliner richtig voll wurde. Eine große Bühne macht natürlich sehr viel Spaß, aber eine große Halle anheizen ist dafür auch vergleichsweise schwerer. Also hieß es noch ein wenig mehr Gas geben als sonst eh schon und sich die Leute erkämpfen. Und schließlich war es wie jeden Abend, kaum hast du angefangen, ist der Spaß auch schon wieder vorbei. Also ab in die Duschen und dann raus zum Merchstand, Shirts unters Volk bringen. Da der im Vorraum war, herrschte zwar während Pro-Pain wie erwartet tote Hose, dafür war der Run danach entsprechend groß, so dass alle Anwesenden gut beschäftigt waren. Das Thema Aftershowparty hatte sich dann aufgrund der vor uns liegenden Strecke auch ziemlich schnell erledigt. Alles in allem also der Arbeitstag der Tour.
Stefan
Eigentlich sollte die Show in einem anderen Club gebucht werden, aber die waren alle schon belegt. Also eben Shelter - zwar kultig, aber halt auch winzig. Wenigstens hatten wir nur eine Backline dabei, somit bestand zumindest eine geringe Chance, Sayowa überhaupt irgendwie auf die Bühne zu bekommen. Wir haben da 1998 schon mal gespielt und wissen wenigstens, was uns erwartet.
Als wir am frühen Nachmittag ankommen, ist erst mal außer der Putzfrau niemand da, da man uns erst um 18:00 Uhr erwartet hat. Nach einigen Diskussionen können wir wenigstens das Equipment in den Club packen, müssen dann aber wieder raus bis der Chef kommt. Da es keine Parkplätze gibt, muss Ferdi mit dem Bus wieder raus aus der Stadt. Und da er vor der langen Fahrt nach Cottbus nach dem Auftritt noch pennen muss und seine Ruhezeiten einhalten, muss er das auch gleich machen. Der Bus steht also nicht zur Verfügung. Na gut, dann also durch den 9. Bezirk ziehen und Zeit totschlagen. Es ist zwar ziemlich kalt, aber wenigstens sonnig. Schnitzelhaus (Frühstück), Einkaufen, diverse Kaffeehäuser und so weiter. Dann können wir endlich rein.
Mit dem Equipment ist eigentlich der komplette Raum vor der Bühne schon belegt. Wir haben eh schon nicht viel dabei, aber es wird trotzdem eine logistische Herausforderung, alle Cases irgendwo im Club zu verteilen. Schließlich müssen wir eine Ecke mit einer Mauer aus leeren Bierkästen abtrennen. *lol*
Aber so eng das alles ist, die Auftritte werden geil. Gerade Pro-Pain kommen in dem kleinen Laden, in dem der Schweiß von der Decke tropft, sehr intensiv rüber. Wir treten uns zwar gegenseitig auf die Füße, aber das passt schon. Und mit unseren Kumpels von Tacca Mills haben wir quasi unsere Privatfans in der ersten Reihe. Danke fürs Kommen!
Das Catering ist auch etwas chaotisch, da es aus mehreren Ladungen Pizza besteht, die über den Abend verteilt eintreffen. Wir vertilgen dabei aus Versehen die von Sayowa und als die Jungs dann hungrig bei Nick nach ihrer Pizza fragen, gibt es einen Rüffel. Da sich aber direkt vor dem Shelter ein 24h Imbiss befindet, können wir die Situation dann recht schnell und unkompliziert lösen indem wir die Jungs mit Hot Dogs ausstatten. Wenigstens waren es nicht die Pizzen von Pro-Pain. *g*
Danach dann das übliche Spielchen. Ferdi drängt auf Abfahrt, Pro-Pain auf die After Show Party. Wie nicht anders zu erwarten gewinnen Pro-Pain.
Stefan
Als wir am frühen Nachmittag ankommen, ist erst mal außer der Putzfrau niemand da, da man uns erst um 18:00 Uhr erwartet hat. Nach einigen Diskussionen können wir wenigstens das Equipment in den Club packen, müssen dann aber wieder raus bis der Chef kommt. Da es keine Parkplätze gibt, muss Ferdi mit dem Bus wieder raus aus der Stadt. Und da er vor der langen Fahrt nach Cottbus nach dem Auftritt noch pennen muss und seine Ruhezeiten einhalten, muss er das auch gleich machen. Der Bus steht also nicht zur Verfügung. Na gut, dann also durch den 9. Bezirk ziehen und Zeit totschlagen. Es ist zwar ziemlich kalt, aber wenigstens sonnig. Schnitzelhaus (Frühstück), Einkaufen, diverse Kaffeehäuser und so weiter. Dann können wir endlich rein.
Mit dem Equipment ist eigentlich der komplette Raum vor der Bühne schon belegt. Wir haben eh schon nicht viel dabei, aber es wird trotzdem eine logistische Herausforderung, alle Cases irgendwo im Club zu verteilen. Schließlich müssen wir eine Ecke mit einer Mauer aus leeren Bierkästen abtrennen. *lol*
Aber so eng das alles ist, die Auftritte werden geil. Gerade Pro-Pain kommen in dem kleinen Laden, in dem der Schweiß von der Decke tropft, sehr intensiv rüber. Wir treten uns zwar gegenseitig auf die Füße, aber das passt schon. Und mit unseren Kumpels von Tacca Mills haben wir quasi unsere Privatfans in der ersten Reihe. Danke fürs Kommen!
Das Catering ist auch etwas chaotisch, da es aus mehreren Ladungen Pizza besteht, die über den Abend verteilt eintreffen. Wir vertilgen dabei aus Versehen die von Sayowa und als die Jungs dann hungrig bei Nick nach ihrer Pizza fragen, gibt es einen Rüffel. Da sich aber direkt vor dem Shelter ein 24h Imbiss befindet, können wir die Situation dann recht schnell und unkompliziert lösen indem wir die Jungs mit Hot Dogs ausstatten. Wenigstens waren es nicht die Pizzen von Pro-Pain. *g*
Danach dann das übliche Spielchen. Ferdi drängt auf Abfahrt, Pro-Pain auf die After Show Party. Wie nicht anders zu erwarten gewinnen Pro-Pain.
Stefan
Von Budapest bekommen wir außer dem Club nur beim Durchfahren aus dem Bus was mit. Schräge Stadt. Historisch Gebäude wechseln mit Plattenbauten und kommunistischen Protzbauten im futuristischen Stil der 60er. Vieles davon baufällig. Zusammen mit dem Nebel ergibt das eine ordentlich morbide Stimmung. Hat aber was. Die Stadt muss ich noch mal besuchen.
Das A38 ist ein ausrangiertes Schiff auf der Donau. Völlig geil. Oben drin ein Restaurant, unten eine fette Konzerthalle. Der Backstagebereich ist im alten Maschinenraum. Neben den ausrangierten Motoren findet sich dort eine eigene Bar, ein Stockwerk drüber in den Kabinen gibt es Duschen und Klos. Sehr sehr geil. Wir gönnen uns erst mal ein paar Kaffees im Restaurant, in dem wir dann später auch das Catering serviert bekommen.
Weniger geil für uns ist, dass die Prophets of Doom-Tour sich hier mit einer anderen Tour trifft (Bane, Comeback Kid aus den USA und FC Five aus Japan). Da die anderen Bands alle ziemlich angesagt sind, ziehen Sayowa und wir die Arschkarte und dürfen für alle eröffnen. Nick boxt wenigstens soviel Verschiebung raus, dass wir nicht vor dem auf den Plakaten angekündigten Einlass auf die Bühne müssen. Trotzdem ist die Halle noch ziemlich mäßig gefüllt, als wir spielen. Und die Anwesenden haben auch nicht so richtig Bock auf uns. Überwiegend Hardcore-Publikum, das macht es uns nicht leicht. Aber drauf geschissen, die Bühne ist geil, der Sound fett und so ballern wir uns durch unser Set. Ein paar Leute bekommen wir dann damit schlussendlich doch auf unsere Seite.
Im Backstage findet derweil die Apple-Invasion statt. Ich hab noch nie so viele Powerbooks auf einem Haufen gesehen, anscheinend hat fast jeder der Amis eins dabei und nutzt die WLAN-Verbindung auf dem Schiff zum Chatten mit daheim. Auch Erics Schwiegereltern, die aus Budapest kommen und für den Auftritt vorbeigekommen sind, nutzen Erics Notebook für eine virtuelle Unterhaltung mit ihrer Tochter in den Staaten. Eric kümmert sich den ganzen Abend um sie und meint nachher, dass das der einzige Auftritt war, bei der er nervös war. Schließlich standen die beiden direkt neben ihm außen an der Bühne und er wollte ja einen guten Eindruck hinterlassen.
FC Five reißen zwar nicht viel, aber bei Comeback Kid und Bane ist der Laden nicht nur gesteckt voll, es tobt auch der Mob. Krass. Auch Pro-Pain können hier ordentlich abräumen, auch wenn es auffällig ist, dass hier ganz anderen Leute im Publikum vorne stehen als bei den beiden Hardcore-Bands.
Nick und Pete geben sich derweil alle Mühe, uns mit Gras und Schnaps die Lichter auszublasen (Zitat Nick: "I've got a feeling that everybody gets hammered tonight."). Und es gibt es Wiedersehen mit Ektomorf, die auch zum Konzert gekommen sind. Ich bekomme die Jungs aber leider erst recht spät mit, als sie bereits jenseits von gut und böse betrunken sind, die anderen hatten aber ausgiebig Gelegenheit zum Quatschen.
Irgendwann schließen dann auch die Bars auf der Schiff und Gary und Tom wollen noch irgendwelche Clubs in der Stadt unsicher machen. Aber es ist Montag und anscheinend hat nichts auf, was halbwegs gut erreichbar wäre. Also wird die Restfeier mal wieder in den Bus verlagert, wo wir uns dann aber recht bald in die Kojen hauen.
Stefan
Das A38 ist ein ausrangiertes Schiff auf der Donau. Völlig geil. Oben drin ein Restaurant, unten eine fette Konzerthalle. Der Backstagebereich ist im alten Maschinenraum. Neben den ausrangierten Motoren findet sich dort eine eigene Bar, ein Stockwerk drüber in den Kabinen gibt es Duschen und Klos. Sehr sehr geil. Wir gönnen uns erst mal ein paar Kaffees im Restaurant, in dem wir dann später auch das Catering serviert bekommen.
Weniger geil für uns ist, dass die Prophets of Doom-Tour sich hier mit einer anderen Tour trifft (Bane, Comeback Kid aus den USA und FC Five aus Japan). Da die anderen Bands alle ziemlich angesagt sind, ziehen Sayowa und wir die Arschkarte und dürfen für alle eröffnen. Nick boxt wenigstens soviel Verschiebung raus, dass wir nicht vor dem auf den Plakaten angekündigten Einlass auf die Bühne müssen. Trotzdem ist die Halle noch ziemlich mäßig gefüllt, als wir spielen. Und die Anwesenden haben auch nicht so richtig Bock auf uns. Überwiegend Hardcore-Publikum, das macht es uns nicht leicht. Aber drauf geschissen, die Bühne ist geil, der Sound fett und so ballern wir uns durch unser Set. Ein paar Leute bekommen wir dann damit schlussendlich doch auf unsere Seite.
Im Backstage findet derweil die Apple-Invasion statt. Ich hab noch nie so viele Powerbooks auf einem Haufen gesehen, anscheinend hat fast jeder der Amis eins dabei und nutzt die WLAN-Verbindung auf dem Schiff zum Chatten mit daheim. Auch Erics Schwiegereltern, die aus Budapest kommen und für den Auftritt vorbeigekommen sind, nutzen Erics Notebook für eine virtuelle Unterhaltung mit ihrer Tochter in den Staaten. Eric kümmert sich den ganzen Abend um sie und meint nachher, dass das der einzige Auftritt war, bei der er nervös war. Schließlich standen die beiden direkt neben ihm außen an der Bühne und er wollte ja einen guten Eindruck hinterlassen.
FC Five reißen zwar nicht viel, aber bei Comeback Kid und Bane ist der Laden nicht nur gesteckt voll, es tobt auch der Mob. Krass. Auch Pro-Pain können hier ordentlich abräumen, auch wenn es auffällig ist, dass hier ganz anderen Leute im Publikum vorne stehen als bei den beiden Hardcore-Bands.
Nick und Pete geben sich derweil alle Mühe, uns mit Gras und Schnaps die Lichter auszublasen (Zitat Nick: "I've got a feeling that everybody gets hammered tonight."). Und es gibt es Wiedersehen mit Ektomorf, die auch zum Konzert gekommen sind. Ich bekomme die Jungs aber leider erst recht spät mit, als sie bereits jenseits von gut und böse betrunken sind, die anderen hatten aber ausgiebig Gelegenheit zum Quatschen.
Irgendwann schließen dann auch die Bars auf der Schiff und Gary und Tom wollen noch irgendwelche Clubs in der Stadt unsicher machen. Aber es ist Montag und anscheinend hat nichts auf, was halbwegs gut erreichbar wäre. Also wird die Restfeier mal wieder in den Bus verlagert, wo wir uns dann aber recht bald in die Kojen hauen.
Stefan
Einschlafen in Dornbirn. Aufwachen in München. Als wir gegen 13:00 Uhr am Backstage sind, ist natürlich noch niemand da. Es ist schweinekalt in München, bleibt also nur, sich wieder in die Koje zu verkriechen, und sich mit Lesen oder Musik hören die Zeit zu vertreiben. Ich danke dem Erfinder des MP3-Players.
Gegen 15:00 Uhr kommt jemand und wir können zumindest in den Backstageraum, in dem dann auch recht zügig das Catering aufgebaut wird. Nick spielt uns auf dem Notebook Aufnahmen der Lock Up Japan Tour vor und die Schlagzeuger aller Bands stehen mit offenem Mund um die Kiste rum. Nick meint nur grinsend, dass die Songs live wenigstens in der richtigen Geschwindigkeit wären.
Da die Promotion für den Auftritt in München eher mäßig war (die Agentur hat 2 Wochen vor der Tour dicht gemacht) und der Vorverkauf dementsprechend schleppend war, wurde das Konzert von der Halle in den Club verlegt. Schade, ich hätte gern mal wieder in der Halle gespielt. Aber sei's drum, so wird es wenigstens eng und gemütlich. Während des Soundchecks treffen nach und nach unsere Freundinnen ein und Pro-Pain wird es irgendwann zu eng im Backstageraum. Also ziehen sie in einen anderen Raum oben neben dem Büro um. An sich kein Thema, nur zieht ein Großteil des verbliebenen Caterings mit um. Zwar wird uns versprochen, dass auch unsere Kühlschränke wieder aufgefüllt werden und Nick gibt das auch mehrmals weiter. Passieren tut aber nicht viel. Na ja, kann ja nicht immer klappen.
Als wir dann um 9 auf die Bühne gehen, ist der Club doch recht ordentlich gefüllt. Und obwohl Teilen der Band noch die Feier des Vorabends in den Knochen steckt und wir selber den Auftritt eher schwach finden, kommt das ganze beim Publikum doch ganz gut an. Wenigstens haben wir in München Basti an den Reglern und damit den gewohnten Sound (auch wenn Christophs Gitarre zu leise ist, da er auf der kleinen Bühne wieder Probleme mit Erics Box hat).
Die Auftritte der anderen Bands schauen wir nur kurz an und verbringen lieber noch etwas Zeit mit den Frauen. Bei Pro-Pain tobt allerdings der Mob vor der Bühne. Das Backstage hat sich in den letzten Jahren zur Hard- und Metalcore-Hochburg entwickelt und die kurzgeschorenen Karatekids liefern sich die übliche Schlacht vor der Bühne. Das geht so weit, dass Pete irgendwann eingreifen muss und die Fronten ein wenig schlichte, bevor es ausartet. Als ehemaliger Fremdenlegionär mit Nahkampfausbildung ist er da genau der richtige und den Unterhemden vor der Bühne weit überlegen. *g*
Nach Pro-Pain dann der übliche Konflikt bei langen Fahrten. Ferdi will zeitig los, da es bis Budapest doch 850 km sind und wir nicht wissen, ob wir Probleme an der Grenze haben werden. Nur wollen Pro-Pain halt feiern und mit Leuten quatschen und so verzögert sich halt alles. Wir halten uns gepflegt raus und albern mit Gary und JC rum. Aber irgendwann ist dann auch das Backstage leer und wir im Bus Richtung Ungarn.
Stefan
Gegen 15:00 Uhr kommt jemand und wir können zumindest in den Backstageraum, in dem dann auch recht zügig das Catering aufgebaut wird. Nick spielt uns auf dem Notebook Aufnahmen der Lock Up Japan Tour vor und die Schlagzeuger aller Bands stehen mit offenem Mund um die Kiste rum. Nick meint nur grinsend, dass die Songs live wenigstens in der richtigen Geschwindigkeit wären.
Da die Promotion für den Auftritt in München eher mäßig war (die Agentur hat 2 Wochen vor der Tour dicht gemacht) und der Vorverkauf dementsprechend schleppend war, wurde das Konzert von der Halle in den Club verlegt. Schade, ich hätte gern mal wieder in der Halle gespielt. Aber sei's drum, so wird es wenigstens eng und gemütlich. Während des Soundchecks treffen nach und nach unsere Freundinnen ein und Pro-Pain wird es irgendwann zu eng im Backstageraum. Also ziehen sie in einen anderen Raum oben neben dem Büro um. An sich kein Thema, nur zieht ein Großteil des verbliebenen Caterings mit um. Zwar wird uns versprochen, dass auch unsere Kühlschränke wieder aufgefüllt werden und Nick gibt das auch mehrmals weiter. Passieren tut aber nicht viel. Na ja, kann ja nicht immer klappen.
Als wir dann um 9 auf die Bühne gehen, ist der Club doch recht ordentlich gefüllt. Und obwohl Teilen der Band noch die Feier des Vorabends in den Knochen steckt und wir selber den Auftritt eher schwach finden, kommt das ganze beim Publikum doch ganz gut an. Wenigstens haben wir in München Basti an den Reglern und damit den gewohnten Sound (auch wenn Christophs Gitarre zu leise ist, da er auf der kleinen Bühne wieder Probleme mit Erics Box hat).
Die Auftritte der anderen Bands schauen wir nur kurz an und verbringen lieber noch etwas Zeit mit den Frauen. Bei Pro-Pain tobt allerdings der Mob vor der Bühne. Das Backstage hat sich in den letzten Jahren zur Hard- und Metalcore-Hochburg entwickelt und die kurzgeschorenen Karatekids liefern sich die übliche Schlacht vor der Bühne. Das geht so weit, dass Pete irgendwann eingreifen muss und die Fronten ein wenig schlichte, bevor es ausartet. Als ehemaliger Fremdenlegionär mit Nahkampfausbildung ist er da genau der richtige und den Unterhemden vor der Bühne weit überlegen. *g*
Nach Pro-Pain dann der übliche Konflikt bei langen Fahrten. Ferdi will zeitig los, da es bis Budapest doch 850 km sind und wir nicht wissen, ob wir Probleme an der Grenze haben werden. Nur wollen Pro-Pain halt feiern und mit Leuten quatschen und so verzögert sich halt alles. Wir halten uns gepflegt raus und albern mit Gary und JC rum. Aber irgendwann ist dann auch das Backstage leer und wir im Bus Richtung Ungarn.
Stefan
Als ich die Augen geschlossen hab, sind wir in Bischofswerda vor dem Club losgefahren. Als ich sie wieder geöffnet hab, waren wir kurz vor der österreichischen Grenze. Die schräge Erfahrung, dass am nächsten Tag alles anders aussieht (und vor allem, dass die Leute komplett anders reden), man aber die eigentliche Reise nicht mitbekommen hat, hatte ich dann auch die ganze Woche. Meinem Hals ging es immer noch scheiße aber nach 10 Stunden schwitzen im Schlafsack zeigten sich leichte Anzeichen der Besserung. Also schön Tee trinken und Tabletten lutschen.
Die Turnhalle in Dornbirn wurde bereits für das Konzert vorbereitet und das mehr als ordentlich. Weder PA noch Lichtanlage ließen da irgendwelche Wünsche offen. Sehr cool. Außerdem hatten wir den großen Vorteil, dass noch 2 lokale Death Metal Bands vornweg spielen würden. Wir hatten also die gemütliche Position 3 inne. Das bedeutete auch, dass Pro-Pain den Soundcheck ausnahmsweise komplett selber gemacht haben. Außer Ausladen und Aufbauen gab es also nicht wirklich viel zu tun. Bleibt letztlich nur das Warten aufs Essen. Das gibt es im Restaurant ein paar Häuser weiter. Die Karte besteht aus 2 Gerichten. Schnitzel oder Cordon Bleu, wahlweise klein oder groß. In weiser Voraussicht nehme ich mal klein, währen Nick am Nebentisch für sich gleich mal "extra fries" zu seinem großen Schnitzel ordert. Von dem er sich dann den Rest genauso einpacken lässt wie alle anderen am Tisch (auch die mit den "kleinen" Schnitzeln). Die extra fries hat er nicht mal angefasst.
Zurück in der Turnhalle. Hier prügelt sich die erste der beiden lokalen Bands (Fallen Yggdrasil?) bereits durch ihren Set. Mir ist es ein wenig zu stumpf, aber den (inzwischen recht zahlreich anwesenden) Leuten scheint es zu gefallen. Ebenso Nummer 2.
Dann dürfen wir ran und das geht heute ziemlich locker von der Hand. Die Leute sind schon warmgespielt (und warmgetrunken) und haben ziemlich Bock. Spiel heimgefahren, würde ich sagen. Gary (wie üblich gerade aufgestanden) zeigt sich beeindruckt, wie er uns nachher sagt.
Von Sayowa bekomme ich (wie meistens) eher wenig mit, weil Duschen angesagt ist. Die Publikumsreaktionen waren aber wie erwartet recht gut. Pro-Pain räumen dann verdient ab.
Da es erst am nächsten Morgen weitergeht, ist diesmal ordentlich Party in der Halle angesagt, die wir uns heute dann auch geben (ein paar von uns vielleicht mehr, als gut gewesen wäre aber so ist das halt). Bier und Schnaps fließen reichlich und die ersten skurrilen Szenen spielen sich ab. Eric von Pro-Pain gerät mit einem Fan aneinander und als gerade alle Umstehenden dazwischen gehen wollen, meint er nur "let me talk to this guy". 2 Minuten später stehen die beiden Arm in Arm an der Bar und unterhalten sich über ihre Familien. Völlig strange. Irgendwann verzieht sich dann einer nach dem anderen in den Bus (teilweise mit Hilfe des Busfahrers, der diverse Alkoholleichen aufsammelt und ihre Kojen trägt).
Stefan
Die Turnhalle in Dornbirn wurde bereits für das Konzert vorbereitet und das mehr als ordentlich. Weder PA noch Lichtanlage ließen da irgendwelche Wünsche offen. Sehr cool. Außerdem hatten wir den großen Vorteil, dass noch 2 lokale Death Metal Bands vornweg spielen würden. Wir hatten also die gemütliche Position 3 inne. Das bedeutete auch, dass Pro-Pain den Soundcheck ausnahmsweise komplett selber gemacht haben. Außer Ausladen und Aufbauen gab es also nicht wirklich viel zu tun. Bleibt letztlich nur das Warten aufs Essen. Das gibt es im Restaurant ein paar Häuser weiter. Die Karte besteht aus 2 Gerichten. Schnitzel oder Cordon Bleu, wahlweise klein oder groß. In weiser Voraussicht nehme ich mal klein, währen Nick am Nebentisch für sich gleich mal "extra fries" zu seinem großen Schnitzel ordert. Von dem er sich dann den Rest genauso einpacken lässt wie alle anderen am Tisch (auch die mit den "kleinen" Schnitzeln). Die extra fries hat er nicht mal angefasst.
Zurück in der Turnhalle. Hier prügelt sich die erste der beiden lokalen Bands (Fallen Yggdrasil?) bereits durch ihren Set. Mir ist es ein wenig zu stumpf, aber den (inzwischen recht zahlreich anwesenden) Leuten scheint es zu gefallen. Ebenso Nummer 2.
Dann dürfen wir ran und das geht heute ziemlich locker von der Hand. Die Leute sind schon warmgespielt (und warmgetrunken) und haben ziemlich Bock. Spiel heimgefahren, würde ich sagen. Gary (wie üblich gerade aufgestanden) zeigt sich beeindruckt, wie er uns nachher sagt.
Von Sayowa bekomme ich (wie meistens) eher wenig mit, weil Duschen angesagt ist. Die Publikumsreaktionen waren aber wie erwartet recht gut. Pro-Pain räumen dann verdient ab.
Da es erst am nächsten Morgen weitergeht, ist diesmal ordentlich Party in der Halle angesagt, die wir uns heute dann auch geben (ein paar von uns vielleicht mehr, als gut gewesen wäre aber so ist das halt). Bier und Schnaps fließen reichlich und die ersten skurrilen Szenen spielen sich ab. Eric von Pro-Pain gerät mit einem Fan aneinander und als gerade alle Umstehenden dazwischen gehen wollen, meint er nur "let me talk to this guy". 2 Minuten später stehen die beiden Arm in Arm an der Bar und unterhalten sich über ihre Familien. Völlig strange. Irgendwann verzieht sich dann einer nach dem anderen in den Bus (teilweise mit Hilfe des Busfahrers, der diverse Alkoholleichen aufsammelt und ihre Kojen trägt).
Stefan
Auftakt unserer ersten "richtigen" Tour. Was soll ich sagen, nach über 200 Auftritten war ich tatsächlich mal wieder aufgeregt. Und nicht nur ich.
Morgens also erstmal treffen am Proberaum und das wenige Equipment einladen, das wir für die Tour brauchen. Da der gesamte Tross aus 19 Leuten in einem Nightliner unterwegs ist und der Platz deswegen extrem begrenzt, teilen sich alle Bands soweit wie möglich die Backline. Also brauchten wir nur Gitarren, Topteile, Snare und Becken und ein paar Koffer für Merchandise und sonstigen Kram. So leer hab ich unseren Bus noch nie gesehen, wenn wir unterwegs waren.
Die Fahrt nach Bischofswerda war ziemlich unspektakulär, so dass wir problemlos zur angepeilten Zeit am Club waren. Da stand auch schon der Nightliner, leicht zu erkennen, da der einzige von Hundertwasser bemalte Bus auf der Welt. Wenn der mal ausrangiert wird, kommt er ins Kunsthaus in Wien. Sehr kultig das.
Bei der Ankunft wurden wir dann auch recht gleich nett empfangen. Sowohl die Jungs von Pro-Pain wie auch der Rest der Truppe waren (wie auch die ganze Tour über) extrem korrekt und wir hatten nur sehr selten das Gefühl, der Opening Act zu sein. Die meiste Zeit waren wir einfach eine von 3 Bands, die zusammen unterwegs sind. Sehr cool. Da die Tour schon seit 9 Tagen lief, war alles schon ziemlich eingespielt. Erst mal hat Ferdi, der Busfahrer, uns unsere Kojen gezeigt. Jau. Das war mal eine neue Definition von gemütlich. 21 Kojen und 15 Sitzplätze auf einer Etage. Also links und rechts 3 Kojen untereinander. Ich hatte eine der mittleren und musste deswegen weder klettern noch vom Boden aus reinrollen. Aufgrund der geringen Höhe (wenn ich im Liegen den Arm abgewinkelt hab, bin ich mit den Knöcheln ob angestoßen) brauchte man aber trotzdem die richtige Technik zum betreten. Da der Laderaum komplett mit Equipment belegt war und oben auch kein Platz mehr, mussten wir zusätzlich noch die Reisetaschen mit in die Kojen nehmen. Als ich das erste Mal drin lag, dachte ich mir, das wird die Hölle. Aber bereits nach einer halben Stunde hatte ich mich daran gewöhnt und irgendwann fand ich es nicht nur OK, sondern eigentlich recht gemütlich. Gestern wieder daheim hab ich mir schon überlegt, ob ich mich nicht besser unter mein Bett lege, damit die Umstellung nicht so groß ist. *g*
Nach der Einquartierung haben wir die restliche Truppe kennengelernt, bestehend aus Roadie Peter, Mischer Luc und Tourmanager Nick. Bei letzterem hab ich mir nicht viel gedacht. Beleibter Glatzkopf aus Manchester. Erst als er am nächsten Abend beim Bier erwähnte, dass er früher Schlagzeug gespielt hat, ist der Groschen gefallen. Fuck! Nick Barker, ehemaliger Drummer von Cradle of Filth und Dimmu Borgir und einer der verdammt noch mal schnellsten Felldrescher der Welt als Tourmanager! Wie geil ist das eigentlich?
OK, nachdem uns Nick unseren Backstageraum gezeigt und Gary von Pro-Pain uns darauf hingewiesen hat, dass alles Catering generell für alle da ist und wir uns einfach bedienen sollen, geht es ans Ausladen und Aufbauen. Der Ablauf wird für die restliche Woche immer der gleiche sein. Bus ausladen, Backline aufbauen, Drumsoundcheck Pro-Pain, Soundcheck silentdecay, fertig. Dass wir als erste Band den Gesamtcheck machen, zahlt sich am ersten Tag schon mal aus. Die Mesa-Gitarrenboxen von Pro-Pain sind extrem anfällig für Rückkopplungen und Pfeiffer. Da unsere beiden Klampfer Gitarren mit aktiven Tonabnehmern haben, bekommen wir das zu spüren. Bei Andelz hält sich das Problem in Grenzen, aber wir brauchen gute 45 Minuten, um Christophs Amp und Gitarre so einzustellen, dass es nicht konstant fiept. Das bleibt auch die restliche Tour über problematisch, aber bei den meisten Konzerten hat es dann doch ganz gut geklappt. Der restliche Check ist dann nur noch Standard.
21:30 Uhr, es ist soweit. Wir dürfen zum ersten Mal auf die Bretter. Der Laden ist ganz gut gefüllt, aber als Opener hat man natürlich nie den einfachsten Job. Dazu kommt, dass das Pro-Pain Publikum nicht unbedingt zu unseren Stammfans gehört. Aber egal, das Intro läuft und jetzt gibt es nur die Flucht nach vorne. Gas geben ohne Rücksicht auf Verluste. Wir wissen, dass wir um die Leute kämpfen müssen und genau das tun wir auch. Und es läuft nicht schlecht. Wir brauchen ein paar Songs, aber irgendwann haben wir die Leute auf unserer Seite. Und bis man sich recht versieht, ist der Spaß auch schon wieder vorbei.
Zum Umbauen gibt es nicht viel, also kurz unter die Dusche und dann zum Merchstand, an dem JC von Pro-Pain wie jeden Abend die Stellung hält. In Bischofswerda ist der schlauerweise draußen (!), im November ein großer Spaß. Wir sind zwar alle schon gesundheitlich angeschlagen, aber was hilft's.
Inzwischen haben auch Sayowa ihren Set durch und Pro-Pain bereiten sich auf den Auftritt vor. Im Klartext: JC baut das Schlagzeug um und der Rest bringt den Alkoholpegel auf das richtige Niveau. Unglaublich, wie viel Gin Tonic Pro-Pain an jedem Abend vernichten. Vor, während und nach der Show. Auf der Bühne merkt man davon aber nichts. Die Band hat so viele Konzerte auf dem Buckel, da geht nichts schief. Wie an allen folgenden Tagen reißen Gary und die anderen ziemlich perfekte Auftritte runter und werden dementsprechend verdient abgefeiert.
Nachdem der nächste Auftritt in Österreich ist und wir dementsprechend lang unterwegs sind, wird die After-Show-Party in den Bus verlegt, der sich dann auch gleich auf den Weg macht. Da meine Halsschmerzen aber inzwischen ziemlich unangenehm werden, verkrieche ich mich recht früh in meine Koje und bekomme davon eher wenig mit. Es reicht auch für den ersten Tag.
Stefan
Morgens also erstmal treffen am Proberaum und das wenige Equipment einladen, das wir für die Tour brauchen. Da der gesamte Tross aus 19 Leuten in einem Nightliner unterwegs ist und der Platz deswegen extrem begrenzt, teilen sich alle Bands soweit wie möglich die Backline. Also brauchten wir nur Gitarren, Topteile, Snare und Becken und ein paar Koffer für Merchandise und sonstigen Kram. So leer hab ich unseren Bus noch nie gesehen, wenn wir unterwegs waren.
Die Fahrt nach Bischofswerda war ziemlich unspektakulär, so dass wir problemlos zur angepeilten Zeit am Club waren. Da stand auch schon der Nightliner, leicht zu erkennen, da der einzige von Hundertwasser bemalte Bus auf der Welt. Wenn der mal ausrangiert wird, kommt er ins Kunsthaus in Wien. Sehr kultig das.
Bei der Ankunft wurden wir dann auch recht gleich nett empfangen. Sowohl die Jungs von Pro-Pain wie auch der Rest der Truppe waren (wie auch die ganze Tour über) extrem korrekt und wir hatten nur sehr selten das Gefühl, der Opening Act zu sein. Die meiste Zeit waren wir einfach eine von 3 Bands, die zusammen unterwegs sind. Sehr cool. Da die Tour schon seit 9 Tagen lief, war alles schon ziemlich eingespielt. Erst mal hat Ferdi, der Busfahrer, uns unsere Kojen gezeigt. Jau. Das war mal eine neue Definition von gemütlich. 21 Kojen und 15 Sitzplätze auf einer Etage. Also links und rechts 3 Kojen untereinander. Ich hatte eine der mittleren und musste deswegen weder klettern noch vom Boden aus reinrollen. Aufgrund der geringen Höhe (wenn ich im Liegen den Arm abgewinkelt hab, bin ich mit den Knöcheln ob angestoßen) brauchte man aber trotzdem die richtige Technik zum betreten. Da der Laderaum komplett mit Equipment belegt war und oben auch kein Platz mehr, mussten wir zusätzlich noch die Reisetaschen mit in die Kojen nehmen. Als ich das erste Mal drin lag, dachte ich mir, das wird die Hölle. Aber bereits nach einer halben Stunde hatte ich mich daran gewöhnt und irgendwann fand ich es nicht nur OK, sondern eigentlich recht gemütlich. Gestern wieder daheim hab ich mir schon überlegt, ob ich mich nicht besser unter mein Bett lege, damit die Umstellung nicht so groß ist. *g*
Nach der Einquartierung haben wir die restliche Truppe kennengelernt, bestehend aus Roadie Peter, Mischer Luc und Tourmanager Nick. Bei letzterem hab ich mir nicht viel gedacht. Beleibter Glatzkopf aus Manchester. Erst als er am nächsten Abend beim Bier erwähnte, dass er früher Schlagzeug gespielt hat, ist der Groschen gefallen. Fuck! Nick Barker, ehemaliger Drummer von Cradle of Filth und Dimmu Borgir und einer der verdammt noch mal schnellsten Felldrescher der Welt als Tourmanager! Wie geil ist das eigentlich?
OK, nachdem uns Nick unseren Backstageraum gezeigt und Gary von Pro-Pain uns darauf hingewiesen hat, dass alles Catering generell für alle da ist und wir uns einfach bedienen sollen, geht es ans Ausladen und Aufbauen. Der Ablauf wird für die restliche Woche immer der gleiche sein. Bus ausladen, Backline aufbauen, Drumsoundcheck Pro-Pain, Soundcheck silentdecay, fertig. Dass wir als erste Band den Gesamtcheck machen, zahlt sich am ersten Tag schon mal aus. Die Mesa-Gitarrenboxen von Pro-Pain sind extrem anfällig für Rückkopplungen und Pfeiffer. Da unsere beiden Klampfer Gitarren mit aktiven Tonabnehmern haben, bekommen wir das zu spüren. Bei Andelz hält sich das Problem in Grenzen, aber wir brauchen gute 45 Minuten, um Christophs Amp und Gitarre so einzustellen, dass es nicht konstant fiept. Das bleibt auch die restliche Tour über problematisch, aber bei den meisten Konzerten hat es dann doch ganz gut geklappt. Der restliche Check ist dann nur noch Standard.
21:30 Uhr, es ist soweit. Wir dürfen zum ersten Mal auf die Bretter. Der Laden ist ganz gut gefüllt, aber als Opener hat man natürlich nie den einfachsten Job. Dazu kommt, dass das Pro-Pain Publikum nicht unbedingt zu unseren Stammfans gehört. Aber egal, das Intro läuft und jetzt gibt es nur die Flucht nach vorne. Gas geben ohne Rücksicht auf Verluste. Wir wissen, dass wir um die Leute kämpfen müssen und genau das tun wir auch. Und es läuft nicht schlecht. Wir brauchen ein paar Songs, aber irgendwann haben wir die Leute auf unserer Seite. Und bis man sich recht versieht, ist der Spaß auch schon wieder vorbei.
Zum Umbauen gibt es nicht viel, also kurz unter die Dusche und dann zum Merchstand, an dem JC von Pro-Pain wie jeden Abend die Stellung hält. In Bischofswerda ist der schlauerweise draußen (!), im November ein großer Spaß. Wir sind zwar alle schon gesundheitlich angeschlagen, aber was hilft's.
Inzwischen haben auch Sayowa ihren Set durch und Pro-Pain bereiten sich auf den Auftritt vor. Im Klartext: JC baut das Schlagzeug um und der Rest bringt den Alkoholpegel auf das richtige Niveau. Unglaublich, wie viel Gin Tonic Pro-Pain an jedem Abend vernichten. Vor, während und nach der Show. Auf der Bühne merkt man davon aber nichts. Die Band hat so viele Konzerte auf dem Buckel, da geht nichts schief. Wie an allen folgenden Tagen reißen Gary und die anderen ziemlich perfekte Auftritte runter und werden dementsprechend verdient abgefeiert.
Nachdem der nächste Auftritt in Österreich ist und wir dementsprechend lang unterwegs sind, wird die After-Show-Party in den Bus verlegt, der sich dann auch gleich auf den Weg macht. Da meine Halsschmerzen aber inzwischen ziemlich unangenehm werden, verkrieche ich mich recht früh in meine Koje und bekomme davon eher wenig mit. Es reicht auch für den ersten Tag.
Stefan
Samstag. Moraltpark. Es ist ziemlich durchwachsen.
Unser erstes OpenAir-Konzert im Jahr 2005. Und halt nicht das beste Wetter. Es ist zwar trocken - aber eben nicht schön. Gut, uns soll's nicht weiter stören. Für die Veranstalter tut es uns ein wenig leid. Die haben sich nämlich voll ins Zeug gelegt: Abgesperrtes Festivalgelände für locker 500 Leute, Bars, Chill-Out-Zelte, Wasserbecken zum Plantschen, beheizte Klos(!) usw. Wir angekommen, erst mal das Equipment ins Backstage-Zelt verfrachtet und uns dann an das Tegernseer-Faß geschmissen, das im Catering-Bereich schon auf uns wartete. Heute war auch wieder unser Basti als Soundmaster mit am Start - der zwar erst mal bewies, dass Kunststoff-Zapfhähne nicht die Bohne dessen aushalten, für was sie gebaut wurden, aber ein Mischpult muss ja gott-sei-Dank vor dem Gebrauch auch nicht angezapft werden - der Abend konnte kommen...
Sandra, Hoffotografin vom Dienst mit Freundin am Start, frisch gebadet vom Alpamare; Disentury-Tom im Sonnen(!)-Liegestuhl beim chillen, die "Schlechten Verlierer" als Support-Act und ein Haufen andere Freaks, die an diesem trüben Tag den Weg nach Tölz auf sich genommen haben. Als die Hip-Hop Crew dann das Ergebnis des heutigen Bayern-Spiels live auf der Bühne lobgepriesen hatten konnten wir nicht anders: Stürmt die Stage! OK: 21.45h - time for fuckin´heavy-Take-Off: ich sag nur: FETT, FETT und nochmals FETT!!! Absolut gut gezockt; perfekter Sound (mercy, Basti!) und dankbare Freaks, eben. Die haben schon so ausgesehen, als hätten sie die letzten paar Stunden damit verbracht, zu warten, bis sie endlich den Arsch voll bekamen... Es war ein würdiger Abschied. Für Tom. Für den Mann, der uns heute offiziell verlassen sollte. Sein Abschied von silentdecay - von uns "live" - nicht von der Band! Zu der wird er immer gehören. Er hat verdammt dazu beigetragen, uns frisches Blut schmecken zu lassen. Du wirst uns fehlen, Alter! Ich bin dankbar dafür, dass unsere Band in den Genuss dieses wundervollen Menschens und seiner Gitarrenkünste kommen durfte! Du bist ein Waschechter. Vergiss uns nicht!
Die Show ging weiter...
Nach den Zugaben "Oana gäht no..", "Steht auf, wenn ihr Löwen seid" und "Diese Welt kann uns nicht töten!" ging's dann über einige Umwege durch diverse Wasserpfeifen-Zelte noch ab in Serafins nebenan zur After-Show-Party. Verdammt viel Dancefloor und Techno. Wir also ab nach Helltown.
Cooler Abend. Würdiger Abschied von unserem Tom.
Auf ein Neues...
sitti
Sandra, Hoffotografin vom Dienst mit Freundin am Start, frisch gebadet vom Alpamare; Disentury-Tom im Sonnen(!)-Liegestuhl beim chillen, die "Schlechten Verlierer" als Support-Act und ein Haufen andere Freaks, die an diesem trüben Tag den Weg nach Tölz auf sich genommen haben. Als die Hip-Hop Crew dann das Ergebnis des heutigen Bayern-Spiels live auf der Bühne lobgepriesen hatten konnten wir nicht anders: Stürmt die Stage! OK: 21.45h - time for fuckin´heavy-Take-Off: ich sag nur: FETT, FETT und nochmals FETT!!! Absolut gut gezockt; perfekter Sound (mercy, Basti!) und dankbare Freaks, eben. Die haben schon so ausgesehen, als hätten sie die letzten paar Stunden damit verbracht, zu warten, bis sie endlich den Arsch voll bekamen... Es war ein würdiger Abschied. Für Tom. Für den Mann, der uns heute offiziell verlassen sollte. Sein Abschied von silentdecay - von uns "live" - nicht von der Band! Zu der wird er immer gehören. Er hat verdammt dazu beigetragen, uns frisches Blut schmecken zu lassen. Du wirst uns fehlen, Alter! Ich bin dankbar dafür, dass unsere Band in den Genuss dieses wundervollen Menschens und seiner Gitarrenkünste kommen durfte! Du bist ein Waschechter. Vergiss uns nicht!
Die Show ging weiter...
Nach den Zugaben "Oana gäht no..", "Steht auf, wenn ihr Löwen seid" und "Diese Welt kann uns nicht töten!" ging's dann über einige Umwege durch diverse Wasserpfeifen-Zelte noch ab in Serafins nebenan zur After-Show-Party. Verdammt viel Dancefloor und Techno. Wir also ab nach Helltown.
Cooler Abend. Würdiger Abschied von unserem Tom.
Auf ein Neues...
sitti
Einerseits aus nostalgischen Gründen und andererseits mangels Alternativen hatten wir das JUZ in Holzkirchen als Ort für unsere CD-Präsentation gewählt. Dort war anno 93 der erste Auftritt von silentdecay und hier sollte nun auch der Ort sein, unsere erste offizielle CD zu feiern.
Musikalisch wurde der Abend von Malicious Curse, Negative One und Disentury eröffnet. Alle 3 boten dem ordentlich gefüllten JUZ absolut sehens- und hörenswerte Auftritte. Das Problem war nur, dass unsere beiden verfügbaren Live-Mischer nicht an den Reglern stehen konnten. Oache war mit seiner eigenen Band unterwegs und Basti saß bei Disentury an den Kesseln. Also übernahm den Job ein anderer und das war letztlich keine besonders gute Idee, da selbiger Fachmann die Hochtöner beider Boxenpaare der PA gegrillt hat. Wir konnten Basti zwar davon überzeugen, bei uns und den nachfolgenden Scorefor wieder den Posten am Pult zu übernehmen und somit zumindest den besten noch möglichen Sound herauszuholen (dafür noch mal 1000 Dank!). Die Anlage war allerdings im Eimer.
Was erst mal bedeutete, dass wir nach dem Auftritt von Disentury nochmal einen längeren Soundcheck einlegen mussten, was für das Publikum genauso nervig und anstrengend war wie für uns. Dann konnte es endlich losgehen und die Leute vor der Bühne waren trotz der Geduldsprobe genauso gut drauf wie wir und so wurde das ganze in jeder Hinsicht ein Heimspiel. Schweiß in Ströhmen, herumfliegende Leiber und ballernder Sound - was will man mehr. Aufgrund der vorgerückten Stunde und dem leidigen Umstand, dass im JUZ Punkt 12 Schluß sein muss, mussten wir zwar den Set um 2 Songs kürzen, um Scorefor wenigsten noch eine halbe Stunde Bühnenzeit zu geben, aber egal. Es war kurz und intensiv und ein massive Party. Geil.
Nach dem ebenfalls gelungenen Auftritt von Scorefor, der von den pünktlich um 23:50 Uhr erschienenen Polizeibeamten beendet wurde, ging es dann noch in der Oberbräu-Bar weiter, wo CD und Auftritt bei nicht zu wenig Bier noch ausgiebig diskutiert und gefeiert wurden.
Stefan
Musikalisch wurde der Abend von Malicious Curse, Negative One und Disentury eröffnet. Alle 3 boten dem ordentlich gefüllten JUZ absolut sehens- und hörenswerte Auftritte. Das Problem war nur, dass unsere beiden verfügbaren Live-Mischer nicht an den Reglern stehen konnten. Oache war mit seiner eigenen Band unterwegs und Basti saß bei Disentury an den Kesseln. Also übernahm den Job ein anderer und das war letztlich keine besonders gute Idee, da selbiger Fachmann die Hochtöner beider Boxenpaare der PA gegrillt hat. Wir konnten Basti zwar davon überzeugen, bei uns und den nachfolgenden Scorefor wieder den Posten am Pult zu übernehmen und somit zumindest den besten noch möglichen Sound herauszuholen (dafür noch mal 1000 Dank!). Die Anlage war allerdings im Eimer.
Was erst mal bedeutete, dass wir nach dem Auftritt von Disentury nochmal einen längeren Soundcheck einlegen mussten, was für das Publikum genauso nervig und anstrengend war wie für uns. Dann konnte es endlich losgehen und die Leute vor der Bühne waren trotz der Geduldsprobe genauso gut drauf wie wir und so wurde das ganze in jeder Hinsicht ein Heimspiel. Schweiß in Ströhmen, herumfliegende Leiber und ballernder Sound - was will man mehr. Aufgrund der vorgerückten Stunde und dem leidigen Umstand, dass im JUZ Punkt 12 Schluß sein muss, mussten wir zwar den Set um 2 Songs kürzen, um Scorefor wenigsten noch eine halbe Stunde Bühnenzeit zu geben, aber egal. Es war kurz und intensiv und ein massive Party. Geil.
Nach dem ebenfalls gelungenen Auftritt von Scorefor, der von den pünktlich um 23:50 Uhr erschienenen Polizeibeamten beendet wurde, ging es dann noch in der Oberbräu-Bar weiter, wo CD und Auftritt bei nicht zu wenig Bier noch ausgiebig diskutiert und gefeiert wurden.
Stefan
Irgendwie stand das diesmal unter keinem guten Stern. Geplant waren eigentlich drei Auftritte am Stück, von Donnerstag bis Samstag. Aber wie es eben manchmal so ist, für Freitag und Samstag wollte einfach nichts hergehen. Das hat natürlich zu Diskussionen geführt, ob wir den Auftritt in Düsseldorf überhaupt spielen. Für einen Auftritt unter der Woche war der Aufwand ja doch recht ordentlich. Aber Gig ist Gig uns so haben wir uns dann doch für den Auftritt entschieden. Allerdings unter der Bedingung, nachts wieder heim zu fahren, damit nur ein Urlaubstag für die Aktion drauf geht.
Los ging es dann morgens um 10 gleich mal mit einer Radarfalle in der Tempo 30 Zone, die Sitti erwischt hat, als wir den Bus geholt haben. Na toll. Nach dem Einladen haben uns dann auf dem Weg zur Autobahn die freundlichen Beamten von der Schleierfahndung rausgezogen. Und wenn wir nicht mit Oache (der mal uns mal wieder als Mischer begleitet hat) einen Kollegen von ihnen dabei gehabt hätten, dann hätten wir den Bus wohl gleich wieder ausräumen dürfen. Der eine der beiden war jedenfalls in offensichtlicher "Die langhaarigen Grattler haben sicher was dabei"-Stimmung. So sind wir dem Theater aber knapp entgangen und es blieb bei einer Ausweiskontrolle und Befragung.
Dann endlich auf die Autobahn und schmoren im eigenen Saft. Unser Bus hat ja keine Klimaanlage und nur vorne Fenster zum Öffnen und die Temperaturen waren ja nach tagelangem Regen zielsicher gerade heute wieder über die 30°-Hürde geklettert. Das hat dann schließlich auch die Stimmung angeheizt und der Tonfall war dann vorübergehend nicht mehr ganz so freundlich. Aber bis Düsseldorf war wenigstens das dann wieder ausgeräumt. Trotz diverser Staus kamen wir gerade rechtzeitig zur lustigen "Wer spielt wann"-Diskussion, aus der wir uns aber glücklicherweise raushalten konnten. Da Tom arbeitsbedingt mit dem eigenen Auto nachgekommen ist, kamen wir für die unbeliebte Opener-Position sowieso nicht in Frage. Also konnten wir uns nach dem Ausladen relativ schnell in den zum Club gehörigen Biergarten verziehen und mit diversen inzwischen eingetroffenen Freunden und Bekannten quatschen. Schön, wenn man überall Leute kennt. Die Diskussion um die Reihenfolge hatte dann letztlich das Kompromiss-Ergebnis, dass der Beginn der Veranstaltung nach hinten verlegt wurde und alle Bands ihre Sets dann entsprechend kürzen mussten. Damit war dann auch massive Hektik beim Umbauen angesagt, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Darunter hat dann natürlich auch der Soundcheck gelitten. Der Sound draußen war dann bei uns zwar ziemlich gut, aber der Bühnensound war gelinde gesagt ziemlich grottig, was die Sache nicht einfacher für uns gemacht hat. Ich hab mir zusätzlich noch selber ein Ei gelegt und beim Umziehen meinen Geldbeutel verschmissen, den ich dann panisch suchen konnte, anstatt mich warm zu spielen. Aber wenigstens ist er wieder aufgetaucht, ich will also nicht meckern.
Dann konnte es endlich losgehen, aber es wollte einfach nicht rund laufen. Wie schon gesagt mieser Bühnensound, wenig Platz, Zeitdruck, schon länger nicht mehr live gespielt, eine eher überschaubare Anzahl von Leuten vor der Bühne (trotz der Ankündigung des Veranstalters, dass der Vorverkauf sehr gut gelaufen sei) und dazu hatte Tom noch ständig Probleme mit seiner Gitarre. Das alles hat letztlich dazu geführt, dass zumindest die Leistung von uns vieren vorn auf der Bühne ziemlich hinter dem Optimum zurückgeblieben ist. Lediglich Flo zeigte sich relativ unempfänglich für die Probleme und klopfte den Set gewohnt solide runter. Nach 35 Minuten bekamen wir dann das Timeout-Signal, worüber wir in dem Fall aber gar nicht so unglücklich waren. Den Leuten vor der Bühne hat es aber wohl nach eigener Aussage recht gut gefallen, so schlimm wie es uns vorkam, war es wohl gar nicht.
Da wir noch auf die Abrechnung warten mussten, kamen wir dann erst um 1:00 Uhr wieder auf die Straße. Ich hatte die erste Etappe und wollte mich danach eigentlich auf's Ohr hauen, da ich ja am nächsten Tag auch arbeiten musste. Nachdem ich aber kein Auge zubekommen und mir bei der Suche nach der geeigneten Schlafstellung auch noch derb das Kreuz verrissen hatte, musste das Arbeiten dann ausfallen. Da ging gar nichts mehr.
Na ja, kann nicht immer alles glatt laufen. Beim nächsten Mal wieder.
Stefan
Los ging es dann morgens um 10 gleich mal mit einer Radarfalle in der Tempo 30 Zone, die Sitti erwischt hat, als wir den Bus geholt haben. Na toll. Nach dem Einladen haben uns dann auf dem Weg zur Autobahn die freundlichen Beamten von der Schleierfahndung rausgezogen. Und wenn wir nicht mit Oache (der mal uns mal wieder als Mischer begleitet hat) einen Kollegen von ihnen dabei gehabt hätten, dann hätten wir den Bus wohl gleich wieder ausräumen dürfen. Der eine der beiden war jedenfalls in offensichtlicher "Die langhaarigen Grattler haben sicher was dabei"-Stimmung. So sind wir dem Theater aber knapp entgangen und es blieb bei einer Ausweiskontrolle und Befragung.
Dann endlich auf die Autobahn und schmoren im eigenen Saft. Unser Bus hat ja keine Klimaanlage und nur vorne Fenster zum Öffnen und die Temperaturen waren ja nach tagelangem Regen zielsicher gerade heute wieder über die 30°-Hürde geklettert. Das hat dann schließlich auch die Stimmung angeheizt und der Tonfall war dann vorübergehend nicht mehr ganz so freundlich. Aber bis Düsseldorf war wenigstens das dann wieder ausgeräumt. Trotz diverser Staus kamen wir gerade rechtzeitig zur lustigen "Wer spielt wann"-Diskussion, aus der wir uns aber glücklicherweise raushalten konnten. Da Tom arbeitsbedingt mit dem eigenen Auto nachgekommen ist, kamen wir für die unbeliebte Opener-Position sowieso nicht in Frage. Also konnten wir uns nach dem Ausladen relativ schnell in den zum Club gehörigen Biergarten verziehen und mit diversen inzwischen eingetroffenen Freunden und Bekannten quatschen. Schön, wenn man überall Leute kennt. Die Diskussion um die Reihenfolge hatte dann letztlich das Kompromiss-Ergebnis, dass der Beginn der Veranstaltung nach hinten verlegt wurde und alle Bands ihre Sets dann entsprechend kürzen mussten. Damit war dann auch massive Hektik beim Umbauen angesagt, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Darunter hat dann natürlich auch der Soundcheck gelitten. Der Sound draußen war dann bei uns zwar ziemlich gut, aber der Bühnensound war gelinde gesagt ziemlich grottig, was die Sache nicht einfacher für uns gemacht hat. Ich hab mir zusätzlich noch selber ein Ei gelegt und beim Umziehen meinen Geldbeutel verschmissen, den ich dann panisch suchen konnte, anstatt mich warm zu spielen. Aber wenigstens ist er wieder aufgetaucht, ich will also nicht meckern.
Dann konnte es endlich losgehen, aber es wollte einfach nicht rund laufen. Wie schon gesagt mieser Bühnensound, wenig Platz, Zeitdruck, schon länger nicht mehr live gespielt, eine eher überschaubare Anzahl von Leuten vor der Bühne (trotz der Ankündigung des Veranstalters, dass der Vorverkauf sehr gut gelaufen sei) und dazu hatte Tom noch ständig Probleme mit seiner Gitarre. Das alles hat letztlich dazu geführt, dass zumindest die Leistung von uns vieren vorn auf der Bühne ziemlich hinter dem Optimum zurückgeblieben ist. Lediglich Flo zeigte sich relativ unempfänglich für die Probleme und klopfte den Set gewohnt solide runter. Nach 35 Minuten bekamen wir dann das Timeout-Signal, worüber wir in dem Fall aber gar nicht so unglücklich waren. Den Leuten vor der Bühne hat es aber wohl nach eigener Aussage recht gut gefallen, so schlimm wie es uns vorkam, war es wohl gar nicht.
Da wir noch auf die Abrechnung warten mussten, kamen wir dann erst um 1:00 Uhr wieder auf die Straße. Ich hatte die erste Etappe und wollte mich danach eigentlich auf's Ohr hauen, da ich ja am nächsten Tag auch arbeiten musste. Nachdem ich aber kein Auge zubekommen und mir bei der Suche nach der geeigneten Schlafstellung auch noch derb das Kreuz verrissen hatte, musste das Arbeiten dann ausfallen. Da ging gar nichts mehr.
Na ja, kann nicht immer alles glatt laufen. Beim nächsten Mal wieder.
Stefan
Auf der Autobahn machen wir um 24 Uhr kurz halt in einer kleinen Parkbucht um bei einem Gläschen Sekt auf meinen soeben erfolgten Geburtstag anzustoßen. Nach einem kurzen Päuschen gehts weiter und gegen 2 Uhr nachts kommen wir in Darmstadt an. Dort tobt aufgrund des Schlossgrabenfests immer noch der Bär. Mitten im Zentrum treffen wir Kollege Christoph von unserer Spezlband Fate, der uns freundlicherweise eine Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung stellt. Also vorbei an ein paar Brewerys in the city gehts in unser Quartier.
Am nächsten Tag sind wir zu Gast in der Goldenen Krone, die uns immer ein guter, wenn auch heißer Gastgeber war. Auch dieses Mal drückt die Luft beim ersten Betreten der Halle. Schnell Equipment einräumen und auf ins Getümmel des Schlossgrabenfests, da unser Gig ja erst um Mitternacht, quasi als Aftershow-Gig startet. Zu meiner größten und schönsten Überraschung wird allerdings das Auftauchen meiner Freundin, die kurzerhand per Zug angereist ist um bei mir zu sein. Danke nochmal an alle die da so geheimnisvoll involviert waren. Die Krone öffnete ihre Pforten gegen halb zwölf und war auch relativ schnell gut gefüllt. Bei brütender Hitze rocken wir was das Zeug hält und der ein oder andere Schwächeanfall aufgrund der unsäglichen Hitze liegt nicht fern. Die Leute rocken auch um diese Uhrzeit noch ordentlich und so gibts mal wieder gute Erinnerungen an Darmstadt. Nach uns kommen noch die Stoner "Bushfire", die als Darmstädter keine Probleme haben die Leute ordentlich zu animieren, trotz der späten Stunde.
Zu guter letzt wird die der Krone zugehörigen Disse besucht, ein paar Bier geschlürft und in die Kojen gehauen, damit schliesst sich ein super Wochenende!
Andelz
Am nächsten Tag sind wir zu Gast in der Goldenen Krone, die uns immer ein guter, wenn auch heißer Gastgeber war. Auch dieses Mal drückt die Luft beim ersten Betreten der Halle. Schnell Equipment einräumen und auf ins Getümmel des Schlossgrabenfests, da unser Gig ja erst um Mitternacht, quasi als Aftershow-Gig startet. Zu meiner größten und schönsten Überraschung wird allerdings das Auftauchen meiner Freundin, die kurzerhand per Zug angereist ist um bei mir zu sein. Danke nochmal an alle die da so geheimnisvoll involviert waren. Die Krone öffnete ihre Pforten gegen halb zwölf und war auch relativ schnell gut gefüllt. Bei brütender Hitze rocken wir was das Zeug hält und der ein oder andere Schwächeanfall aufgrund der unsäglichen Hitze liegt nicht fern. Die Leute rocken auch um diese Uhrzeit noch ordentlich und so gibts mal wieder gute Erinnerungen an Darmstadt. Nach uns kommen noch die Stoner "Bushfire", die als Darmstädter keine Probleme haben die Leute ordentlich zu animieren, trotz der späten Stunde.
Zu guter letzt wird die der Krone zugehörigen Disse besucht, ein paar Bier geschlürft und in die Kojen gehauen, damit schliesst sich ein super Wochenende!
Andelz
Stuttgart, früher Nachmittag, die Sonne brennt! Im Jugendheim Süd in Stuttgart sind mittlerweile alle Bands vor und es wird gerade fleissig an der Technik geschraubt als wir ankommen. Erstmal Zeit um sich die Sonne auf den Wanst brennen zu lassen.
Headliner des Abends ist eine italienische Hardcoreband, stilsicher gibt es deshalb nur Straight-Edge-Kost, sprich fleischlose, langweilige Gemüsekost, sowie warmes Bier! Näher will ich mich dazu nicht äußern!
Durch das schöne Wetter und der frühzeitige Beginn der Veranstaltung ist bei der ersten Band dementsprechend wenig los. Wir sind Nummer 2 an diesem Abend lassens trotz kleiner Technikprobleme krachen. Um die ca. 50 Anwesenden so richtig zu animieren hats nicht ganz geklappt aber wir ernten guten Zuspruch nach unseren 35 Minuten.
Nach einem kurzen Tratsch mit verschiedenen Leuten und ein, zwei Bieren machen wir uns auf den Weg nach Darmstadt.
Andelz
Headliner des Abends ist eine italienische Hardcoreband, stilsicher gibt es deshalb nur Straight-Edge-Kost, sprich fleischlose, langweilige Gemüsekost, sowie warmes Bier! Näher will ich mich dazu nicht äußern!
Durch das schöne Wetter und der frühzeitige Beginn der Veranstaltung ist bei der ersten Band dementsprechend wenig los. Wir sind Nummer 2 an diesem Abend lassens trotz kleiner Technikprobleme krachen. Um die ca. 50 Anwesenden so richtig zu animieren hats nicht ganz geklappt aber wir ernten guten Zuspruch nach unseren 35 Minuten.
Nach einem kurzen Tratsch mit verschiedenen Leuten und ein, zwei Bieren machen wir uns auf den Weg nach Darmstadt.
Andelz
Rathenow ist noch eine kleine Herausforderung zum Schluss. Da sich der Gig nur kurzfristig ergeben hat und wir für eine andere Band einspringen, spielen wir hier nicht Headliner, sondern eröffnen für zwei Metalcore-Bands.
Eigentlich war geplant, diesmal wieder an der kultigen Wellblech-Wurstbude an der Autobahn zwischen Hamburg und Berlin für einen kleinen Mittags-Snack anzuhalten (wir haben uns auf der Hinfahrt extra die Kilometermarkierung gemerkt), aber leider hat das Ding zu. So eine Scheiße. Na ja, wir haben im Hotel ja ausgiebig gefrühstückt und so passt das schon. Über die Landstraße Richtung Rathenow kommt dann aber doch der kleine Hunger. Aber der Osten zeigt sich so ausgestorben wie Imbiss-Buden-frei und so bekommen wir erst an eine Tanke kurz vor Rathenow eine Bockwurst, die dafür aber gut und billig.
Die Musikbrauerei ist ein ordentlich großer und gut ausgestatteter Laden. Wir fletzen im Foyer auf dicken Ledercouchen, trinken Bier und warten auf die anderen Bands. Dann gemütlich aufbauen, ausführlicher Soundcheck, Essen einfahren und auf den Auftritt warten. Wir sitzen oben im Backstage und bepissen uns vor Lachen über Toms Festival-Geschichten vom Tragltod. Völlig unglaublich. Die anderen Bands räumen vor so viel geballtem bayerischen Humor den Raum und uns tut vor dem Auftritt vor Lachen alles weh.
Als es dann losgeht, ist der Club schon recht ordentlich gefüllt. Die Leute sind zwar anfangs etwas verhalten, aber dann schlägt die Stimmung deutlich zu uns um und trotz der ungünstigen Position sind wir sicher nicht die Verlierer des Abends. Bis auf eine Säule in der Mitte der Bühne (völlig albern, ich brauch zum ersten Mal Schlagzeug auf dem Monitor) ist auch für uns oben alles prima und der Auftritt läuft wie am Schnürchen. Sehr cooles Ende der Minitour - musikalisch.
Danach wird dann noch ausgiebigst gefeiert, erst am Merch-Stand (inklusive Becks-Gold-Turnierreiten, was sicher bald olympisch wird) und dann auf der Tanzfläche, bis uns der Alkohol nach und nach in die Schlafsäcke zwingt. Nachdem unten aber bis sehr früh am Morgen noch getanzt wird, ist zum Schlafen auch ein ziemlicher Pegel nötig.
Am nächsten Morgen versuchen wir, diverse Kater mit Orangensaft und ungetoastetem Toast zu verscheuchen und machen uns auf den Heimweg. Ein kurzer Frühstücks-Stopp an einer Tanke stellt sich dann allerdings als böser Fehler heraus und sorgt für einen bitteren Abschluss. Die Würste da schmecken zwar gut, sind aber wohl irgendwie doch verdorben. Jedenfalls geht bei Flo, Andelz und mir noch am Abend die Sauerei los und wir verbringen die Nacht mit allen Rohren offen auf der Schüssel. Ein Arztbesuch am nächsten Tag legt dann eine Lebensmittelvergiftung nahe, die uns drei dann die gesamte restliche Woche außer Gefecht setzt. Wenigstens war es erst nach der Tour und nicht mitten drin ...
Stefan
Eigentlich war geplant, diesmal wieder an der kultigen Wellblech-Wurstbude an der Autobahn zwischen Hamburg und Berlin für einen kleinen Mittags-Snack anzuhalten (wir haben uns auf der Hinfahrt extra die Kilometermarkierung gemerkt), aber leider hat das Ding zu. So eine Scheiße. Na ja, wir haben im Hotel ja ausgiebig gefrühstückt und so passt das schon. Über die Landstraße Richtung Rathenow kommt dann aber doch der kleine Hunger. Aber der Osten zeigt sich so ausgestorben wie Imbiss-Buden-frei und so bekommen wir erst an eine Tanke kurz vor Rathenow eine Bockwurst, die dafür aber gut und billig.
Die Musikbrauerei ist ein ordentlich großer und gut ausgestatteter Laden. Wir fletzen im Foyer auf dicken Ledercouchen, trinken Bier und warten auf die anderen Bands. Dann gemütlich aufbauen, ausführlicher Soundcheck, Essen einfahren und auf den Auftritt warten. Wir sitzen oben im Backstage und bepissen uns vor Lachen über Toms Festival-Geschichten vom Tragltod. Völlig unglaublich. Die anderen Bands räumen vor so viel geballtem bayerischen Humor den Raum und uns tut vor dem Auftritt vor Lachen alles weh.
Als es dann losgeht, ist der Club schon recht ordentlich gefüllt. Die Leute sind zwar anfangs etwas verhalten, aber dann schlägt die Stimmung deutlich zu uns um und trotz der ungünstigen Position sind wir sicher nicht die Verlierer des Abends. Bis auf eine Säule in der Mitte der Bühne (völlig albern, ich brauch zum ersten Mal Schlagzeug auf dem Monitor) ist auch für uns oben alles prima und der Auftritt läuft wie am Schnürchen. Sehr cooles Ende der Minitour - musikalisch.
Danach wird dann noch ausgiebigst gefeiert, erst am Merch-Stand (inklusive Becks-Gold-Turnierreiten, was sicher bald olympisch wird) und dann auf der Tanzfläche, bis uns der Alkohol nach und nach in die Schlafsäcke zwingt. Nachdem unten aber bis sehr früh am Morgen noch getanzt wird, ist zum Schlafen auch ein ziemlicher Pegel nötig.
Am nächsten Morgen versuchen wir, diverse Kater mit Orangensaft und ungetoastetem Toast zu verscheuchen und machen uns auf den Heimweg. Ein kurzer Frühstücks-Stopp an einer Tanke stellt sich dann allerdings als böser Fehler heraus und sorgt für einen bitteren Abschluss. Die Würste da schmecken zwar gut, sind aber wohl irgendwie doch verdorben. Jedenfalls geht bei Flo, Andelz und mir noch am Abend die Sauerei los und wir verbringen die Nacht mit allen Rohren offen auf der Schüssel. Ein Arztbesuch am nächsten Tag legt dann eine Lebensmittelvergiftung nahe, die uns drei dann die gesamte restliche Woche außer Gefecht setzt. Wenigstens war es erst nach der Tour und nicht mitten drin ...
Stefan
Hamburg ist eine extrem sympathische Stadt und außerdem ein absolutes Phänomen. Einerseits waren unsere Konzerte dort bislang immer völlig mies besucht. Aber andererseits waren sie auch völlig geil. Und so auch diesmal.
Wir waren mehr als rechtzeitig da, so dass wir noch gar nicht in den Club konnten. Da die Markthallen, zu denen das Marx gehört, weder eigene Parkplätze haben und es auch in der Umgebung wenig bis keine gibt, sind wir also erst mal zum Hotel gefahren, das wir uns zur Abwechslung mal gegönnt haben. Kurz eingecheckt und unsere Sachen verräumt, dann ging es wieder zurück zum Marx. Da waren inzwischen zwar die anderen Bands, aber die Tür zum Lastenaufzug blieb trotzdem erst mal zu. Also lustig mit unserem warnblinkenden Bus Gehweg, Radweg und Bushaltestelle blockiert - eine wahre Freude für alle anderen Verkehrsteilnehmer. Wirklich warm war es auch nicht, aber dafür war die Stimmung recht heiter. Irgendwann kam dann tatsächlich einer der Roadies der Markthalle mit dem Aufzug. Oben ging es dann quer durch die große Halle rüber zum Marx, einem kleinen Club mit einer megafetten Anlage. Sehr geil. Einziges Manko: das Marx liegt direkt an und über den Bahngleisen, was für reichlich Nebengeräusche auf den Amps sorgt. Aber das wird ja kein Klassik-Konzert, ein wenig Rauschen ist also nicht der Weltuntergang. Dafür gibt es dann warmes und ordentliches Essen und das hebt die Laune.
Trotz ordentlich Werbung und starker lokaler Bands ist Hamburg auch diesmal wieder die schlechtbesuchteste Show der Tour. Der erste Zuschauer wird noch von den Musikern persönlich begrüsst, mehr als 30 werden es inklusive der anwesenden Musiker insgesamt nicht. Aber diese 30 machen Stimmung für die locker dreifache Anzahl. Bei unserem Auftritt haben wir konstant Stagediver und vor dem Zugabenblock singt das Publikum geschlossen "In München steht ein Hofbräuhaus". Ihr seid einfach zu krass! Und so wird Hamburg auch diesmal wieder der beste Auftritt und macht eine Menge Laune.
Da das Hotel quasi um die Ecke ist, entfällt auch eventuelle lästige Fahrerei und wir können den Abend mit ein paar Bieren ausklingen lassen.
Stefan
Wir waren mehr als rechtzeitig da, so dass wir noch gar nicht in den Club konnten. Da die Markthallen, zu denen das Marx gehört, weder eigene Parkplätze haben und es auch in der Umgebung wenig bis keine gibt, sind wir also erst mal zum Hotel gefahren, das wir uns zur Abwechslung mal gegönnt haben. Kurz eingecheckt und unsere Sachen verräumt, dann ging es wieder zurück zum Marx. Da waren inzwischen zwar die anderen Bands, aber die Tür zum Lastenaufzug blieb trotzdem erst mal zu. Also lustig mit unserem warnblinkenden Bus Gehweg, Radweg und Bushaltestelle blockiert - eine wahre Freude für alle anderen Verkehrsteilnehmer. Wirklich warm war es auch nicht, aber dafür war die Stimmung recht heiter. Irgendwann kam dann tatsächlich einer der Roadies der Markthalle mit dem Aufzug. Oben ging es dann quer durch die große Halle rüber zum Marx, einem kleinen Club mit einer megafetten Anlage. Sehr geil. Einziges Manko: das Marx liegt direkt an und über den Bahngleisen, was für reichlich Nebengeräusche auf den Amps sorgt. Aber das wird ja kein Klassik-Konzert, ein wenig Rauschen ist also nicht der Weltuntergang. Dafür gibt es dann warmes und ordentliches Essen und das hebt die Laune.
Trotz ordentlich Werbung und starker lokaler Bands ist Hamburg auch diesmal wieder die schlechtbesuchteste Show der Tour. Der erste Zuschauer wird noch von den Musikern persönlich begrüsst, mehr als 30 werden es inklusive der anwesenden Musiker insgesamt nicht. Aber diese 30 machen Stimmung für die locker dreifache Anzahl. Bei unserem Auftritt haben wir konstant Stagediver und vor dem Zugabenblock singt das Publikum geschlossen "In München steht ein Hofbräuhaus". Ihr seid einfach zu krass! Und so wird Hamburg auch diesmal wieder der beste Auftritt und macht eine Menge Laune.
Da das Hotel quasi um die Ecke ist, entfällt auch eventuelle lästige Fahrerei und wir können den Abend mit ein paar Bieren ausklingen lassen.
Stefan
Am Vormittag ging es mit mäßiger Verspätung los, nachdem eine gewisse Person mal wieder im Bierschlaf den Wecker überhört hatte. Obwohl wir nun endlich ein Tapedeck im Bus haben, kamen wir eigentlich kaum zum Musik hören, da Oache sich wie erwartet bis München gerade mal warm geredet hatte und dann seine Klappe bis kurz vor Berlin nicht mehr zubekommen hat. Aber ich will mich nicht beschweren, wir hatten wirklich viel gelacht. Kurze Unterbrechung gab es in der Nähe von Bitterfeld, wo ich ganz ins Gespräch versunken natürlich genau die Ausfahrt zur Tanke versäumt hab. Also runter von der Autobahn und Tanke suchen. Gab nur keine. Die Anwohner in den Käffern rundrum haben uns überall hin geschickt ("Jo, dann seht ihr die schon") aber nichts war's. Keine verschissene Tanke weit und breit. Schließlich sind wir dann auf dem letzten Tropfen Diesel nach Bitterfeld reingeeiert und haben da tatsächlich eine Tanke gefunden.
Dann im Berufsverkehr quer durch Berlin. Letztlich waren wir dann aber doch halbwegs pünktlich am Club. Der Druck kam eh eher vom Haustechniker, der nochmal heim wollte, als von der tatsächlichen Uhrzeit, da unser Auftritt erst für 23:00 Uhr angesagt war und wir die einzige Band waren. Aber so hatten wir wenigstens ordentlich Zeit für den Soundcheck, die wir uns auch genommen haben. Dicke Anlage, aus der Oache dann auch gleich was ganz anderes raus holen konnte als am Vorabend im Baamhakke. Ordentlich fett.
Nachdem es also zur Zufriedenheit aller aus den Boxen ballerte, zogen wir noch ein wenig um die Häuser. Andelz, Sitti und Tom gingen zum Essen um die Ecke. Flo, Oache und ich fuhren mit 2 Kumpels von mir aus Berlin in deren Metal-Stammkneipe und füllten noch ein paar Biere ein. Sehr kultiger Laden ("Access"?) mit ziemlich geilem Barkeeper.
Dann zurück in den Sage, der inzwischen auf "allen Ebenen" geöffnet und gut gefüllt war. Der Laden ist ziemlich groß und hat mehrere Bereiche für verschiedenen Sound. Ziemlich geil eigentlich. In unserer Halle war inzwischen auch einiges los, auch wenn der Club-Sound eher nicht so passend war. Egal. Raus auf die Bühne und ab dafür. Eigentlich hatten wir uns von Berlin nicht so viel erwartet, da das Publikum da ja eher einen etwas unterkühlten Ruf hat (was wir vom letzten Auftritt auch bestätigen konnten). Aber denkste. Die Leute hatten richtig Bock und ab dem dritten Song ging es vor der Bühne ganz gut ab. Entsprechend leicht fiel es uns, das Gaspedal auch auf der Bühne durchzutreten (auch wenn deren Metalboden nach dem ersten verschütteten Wasser eher Eisplatz-Qualitäten hatte). Richtig geil.
Nach dem Auftritt mussten wir relativ flott abbauen, da auf der Bühne noch ein Playback-Wettbewerb stattfand. Den haben wir aber ausgelassen und dafür noch ein wenig nebenan im Metalbereich abgehangen.
Zu vorgerückter Stunde ging es dann zu Kathi und ihrer Freundin Josie, die uns für diese Nacht Quartier boten. Danke nochmal für Couchen und Frühstück, sehr geil.
Josie hat uns dann am nächsten Morgen auch noch eine Lektion in Rock erteilt. Während wir nämlich ganz unstylisch mit bunten Reisetaschen und Koffern in Richtung Bus dackelten, donnerte sie in Lederkluft auf dem Motorrad an uns vorbei Richtung Uni. *g*
Kurz noch einen Supermarkt zwecks Frühstück gesucht und dann ab gen Hamburg.
Stefan
Dann im Berufsverkehr quer durch Berlin. Letztlich waren wir dann aber doch halbwegs pünktlich am Club. Der Druck kam eh eher vom Haustechniker, der nochmal heim wollte, als von der tatsächlichen Uhrzeit, da unser Auftritt erst für 23:00 Uhr angesagt war und wir die einzige Band waren. Aber so hatten wir wenigstens ordentlich Zeit für den Soundcheck, die wir uns auch genommen haben. Dicke Anlage, aus der Oache dann auch gleich was ganz anderes raus holen konnte als am Vorabend im Baamhakke. Ordentlich fett.
Nachdem es also zur Zufriedenheit aller aus den Boxen ballerte, zogen wir noch ein wenig um die Häuser. Andelz, Sitti und Tom gingen zum Essen um die Ecke. Flo, Oache und ich fuhren mit 2 Kumpels von mir aus Berlin in deren Metal-Stammkneipe und füllten noch ein paar Biere ein. Sehr kultiger Laden ("Access"?) mit ziemlich geilem Barkeeper.
Dann zurück in den Sage, der inzwischen auf "allen Ebenen" geöffnet und gut gefüllt war. Der Laden ist ziemlich groß und hat mehrere Bereiche für verschiedenen Sound. Ziemlich geil eigentlich. In unserer Halle war inzwischen auch einiges los, auch wenn der Club-Sound eher nicht so passend war. Egal. Raus auf die Bühne und ab dafür. Eigentlich hatten wir uns von Berlin nicht so viel erwartet, da das Publikum da ja eher einen etwas unterkühlten Ruf hat (was wir vom letzten Auftritt auch bestätigen konnten). Aber denkste. Die Leute hatten richtig Bock und ab dem dritten Song ging es vor der Bühne ganz gut ab. Entsprechend leicht fiel es uns, das Gaspedal auch auf der Bühne durchzutreten (auch wenn deren Metalboden nach dem ersten verschütteten Wasser eher Eisplatz-Qualitäten hatte). Richtig geil.
Nach dem Auftritt mussten wir relativ flott abbauen, da auf der Bühne noch ein Playback-Wettbewerb stattfand. Den haben wir aber ausgelassen und dafür noch ein wenig nebenan im Metalbereich abgehangen.
Zu vorgerückter Stunde ging es dann zu Kathi und ihrer Freundin Josie, die uns für diese Nacht Quartier boten. Danke nochmal für Couchen und Frühstück, sehr geil.
Josie hat uns dann am nächsten Morgen auch noch eine Lektion in Rock erteilt. Während wir nämlich ganz unstylisch mit bunten Reisetaschen und Koffern in Richtung Bus dackelten, donnerte sie in Lederkluft auf dem Motorrad an uns vorbei Richtung Uni. *g*
Kurz noch einen Supermarkt zwecks Frühstück gesucht und dann ab gen Hamburg.
Stefan
Der Auftakt zu unserer kleine Frühjahrstour war im Baamhakke, einer kleinen Disko in der Nähe von Salzburg. Malerisch in einem Bauernhof am Berg gelegen, am Ende einer kleinen und relativ engen Straße, die wir wohl nur im Sommer hochkommen. Also ganz sprichwörtlich ziemlich am Arsch der Welt. Aber dafür halt in der Gegend auch ziemlich konkurrenzlos und außerdem innen ziemlich kultig. Nur leider ohne eigene Anlage. Aber da Piding ja nur eine knappe Stunde von uns entfernt ist, konnten wir die mitnehmen. Andi "Oache" Eichinger, der uns auf der Tour begleiten sollte und an diesem Abend seine Premiere als Livemischer hatte, wollte nachmittags gemütlich mit der geliehenen Anlage vorfahren und aufbauen. Nur ist ihm dann halt auf der Autobahn die Benzinpumpe seines VW-Busses verreckt und er musste sich zurück in die Werkstatt schleppen lassen. Dort hat der den Mechaniker dann gezwungen, ihm im Rekordzeit eine neue einzubauen und hat es dann tatsächlich noch geschafft, halbwegs rechtzeitig da zu sein.
Hektisch wurde es trotzdem. Vor allem, da bei besagter Anlage natürlich die Hälfte nicht funktioniert hat und Oache und der Haustechniker alle Register ziehen mussten, um überhaupt irgendwelchen Sound in den Club zu bekommen. Aber auch diese Prüfung wurde erfolgreich gemeistert und so konnte das Konzert ohne größere Verzögerung beginnen.
Nachdem die Lokalmatadoren von Jaywalk die Leute vorgekocht hatten, enterten wir die Bühne. Endlich mal wieder mit Intro.
Der Gig war nicht überwältigend, aber als Auftakt schon völlig in Ordnung. Das Publikum war zwar nur schwer zum Aufstehen und noch schwerer zum Betreten der Tanzfläche zu bewegen, aber Sitti war extrem locker und hatte die Kommunikation gut im Griff (diverse Ansagen zum neuen Popen taten ihr übriges *g*). Wir haben jedenfalls den ersten Abend ziemlich genossen.
Danach gingen dann noch ein paar Bierchen über den Tresen, bis wir uns wieder an die Heimreise machten um noch eine Nacht im eigenen Bettchen zu verbringen.
Stefan
Hektisch wurde es trotzdem. Vor allem, da bei besagter Anlage natürlich die Hälfte nicht funktioniert hat und Oache und der Haustechniker alle Register ziehen mussten, um überhaupt irgendwelchen Sound in den Club zu bekommen. Aber auch diese Prüfung wurde erfolgreich gemeistert und so konnte das Konzert ohne größere Verzögerung beginnen.
Nachdem die Lokalmatadoren von Jaywalk die Leute vorgekocht hatten, enterten wir die Bühne. Endlich mal wieder mit Intro.
Der Gig war nicht überwältigend, aber als Auftakt schon völlig in Ordnung. Das Publikum war zwar nur schwer zum Aufstehen und noch schwerer zum Betreten der Tanzfläche zu bewegen, aber Sitti war extrem locker und hatte die Kommunikation gut im Griff (diverse Ansagen zum neuen Popen taten ihr übriges *g*). Wir haben jedenfalls den ersten Abend ziemlich genossen.
Danach gingen dann noch ein paar Bierchen über den Tresen, bis wir uns wieder an die Heimreise machten um noch eine Nacht im eigenen Bettchen zu verbringen.
Stefan
Mein zweiter Besuch in Peissenberg mit silentdecay. Doch heuer unter komplett anderen Bedingungen als im Jahr zuvor. Damals noch als Zuschauer/-hörer im Publikum (beim Gig danach, im Feierwerk, hab ich dann das erste mal aktiv ins Geschehen eingegriffen), wobei sich die Anfahrt unter übelsten Strassen- und Witterungsverhältnissen (ca. 50 cm Neuschnee) abspielte. Außerdem waren wir noch mit Sittis VW unterwegs.
Diesmal saß ich als aktives Bandmitglied in unserem, noch so gut wie neuen, Ford Transit und tuckerte mit meinen Mitgesellschaftern durch grüne Wiesen in Richtung Peissenberg - geil.
Als wir am späten Nachmittag im Sowieso ankamen und den Bus entluden bot sich uns erstmal ein seltsames Bild: der komplette Zuschauerraum war über und über mit Equipment der anderen Bands vollgestopft. Als wir dann auch noch unser Zeugs daneben stellten, war im gesamten Club noch Platz für ca. 10 Personen.
Zwei Soundchecks später (wir verzichteten aufgrund der schon näher rückenden Einlasszeit und begnügten uns mit `nem Linecheck - Basti war sowieso nicht dabei) war dann auch wieder Platz für die Leute.
Jetzt hätten nur noch welche kommen sollen... Die erste Band spielte quasi mit uns als Publikum. Im Nachbarort war mal wieder irgendein Sauffest mit Coverband. Toll - ähnlich wie im letzten Jahr.
Als dann "IFF" losrockten kams noch besser: Draußen bildete sich endlich eine ansehnliche Menge von potenziellen Zuhörern, die aber keinerlei Anstalten machten den Club zu betreten. Kurz nachgefragt, stellte sich heraus, dass der Eintritt von ein paar mickrigen Euros (meines Wissens 5,-) für die Herren und Damen zu hoch war. Also gabs eine Preissenkung auf noch mickrigere 3,- Euro und schon war das Sowieso ganz gut gefüllt. "IFF" haben mir zu Anfang recht gut gefallen (ziemlich abgefahrene Mischung aus den "Apokalyptischen Reitern" und klassischem Hardrock), was sich aber schnell änderte als nur noch deutsch gesungen wurde. Damit kann ich halt leider gar nix anfangen. Handwerklich gings dennoch voll in Ordnung!
Als wir dann mal wieder ohne Intro loslegten, das scheinbar auf Tour verschütt ging, waren noch einige Leute mehr gekommen, denen wir gleich ordentlich eins vorn Latz knallten.
Die gingen das ganze Konzert über gut mit und forderten tatsächlich noch eine zweite Zugabe, was uns, wie schon in Österreich, dazu "zwang" zum Schluss noch einen neuen Song rauszuhauen. Dieser entwickelt sich von mal zu mal als perfekter Abschluss, um noch mal Allen die Rübe abzumontieren. Für meinen Teil ein gutes Konzert.
Einige Stunden/Biere später machten wir uns wieder auf nach Holzkirchen. Was wir dann auch in rekordverdächtigen 50 min erreichten. Kein Vergleich zum letzten Jahr, als wir ca. 3 Stunden benötigten und froh waren nicht schaufeln zu müssen.
Obwohl es ein paar Gäste mehr hätten sein können, war Peissenberg ein gelungener Start ins neue Jahr. Wir sind gespannt, was noch was alles passiert.
Tom
Diesmal saß ich als aktives Bandmitglied in unserem, noch so gut wie neuen, Ford Transit und tuckerte mit meinen Mitgesellschaftern durch grüne Wiesen in Richtung Peissenberg - geil.
Als wir am späten Nachmittag im Sowieso ankamen und den Bus entluden bot sich uns erstmal ein seltsames Bild: der komplette Zuschauerraum war über und über mit Equipment der anderen Bands vollgestopft. Als wir dann auch noch unser Zeugs daneben stellten, war im gesamten Club noch Platz für ca. 10 Personen.
Zwei Soundchecks später (wir verzichteten aufgrund der schon näher rückenden Einlasszeit und begnügten uns mit `nem Linecheck - Basti war sowieso nicht dabei) war dann auch wieder Platz für die Leute.
Jetzt hätten nur noch welche kommen sollen... Die erste Band spielte quasi mit uns als Publikum. Im Nachbarort war mal wieder irgendein Sauffest mit Coverband. Toll - ähnlich wie im letzten Jahr.
Als dann "IFF" losrockten kams noch besser: Draußen bildete sich endlich eine ansehnliche Menge von potenziellen Zuhörern, die aber keinerlei Anstalten machten den Club zu betreten. Kurz nachgefragt, stellte sich heraus, dass der Eintritt von ein paar mickrigen Euros (meines Wissens 5,-) für die Herren und Damen zu hoch war. Also gabs eine Preissenkung auf noch mickrigere 3,- Euro und schon war das Sowieso ganz gut gefüllt. "IFF" haben mir zu Anfang recht gut gefallen (ziemlich abgefahrene Mischung aus den "Apokalyptischen Reitern" und klassischem Hardrock), was sich aber schnell änderte als nur noch deutsch gesungen wurde. Damit kann ich halt leider gar nix anfangen. Handwerklich gings dennoch voll in Ordnung!
Als wir dann mal wieder ohne Intro loslegten, das scheinbar auf Tour verschütt ging, waren noch einige Leute mehr gekommen, denen wir gleich ordentlich eins vorn Latz knallten.
Die gingen das ganze Konzert über gut mit und forderten tatsächlich noch eine zweite Zugabe, was uns, wie schon in Österreich, dazu "zwang" zum Schluss noch einen neuen Song rauszuhauen. Dieser entwickelt sich von mal zu mal als perfekter Abschluss, um noch mal Allen die Rübe abzumontieren. Für meinen Teil ein gutes Konzert.
Einige Stunden/Biere später machten wir uns wieder auf nach Holzkirchen. Was wir dann auch in rekordverdächtigen 50 min erreichten. Kein Vergleich zum letzten Jahr, als wir ca. 3 Stunden benötigten und froh waren nicht schaufeln zu müssen.
Obwohl es ein paar Gäste mehr hätten sein können, war Peissenberg ein gelungener Start ins neue Jahr. Wir sind gespannt, was noch was alles passiert.
Tom
