Von Wien nach Hartberg ist es nicht weit und so steht der Nightliner schon eine Zeit lang vor der Turnhalle, als ich am späten Vormittag aus meiner Koje krieche. Das Wetter ist traumhaft, Hartberg ein an kitschigkeit grenzendes Städtchen und viel zu tun gibt es nicht. Da vor uns noch 5 andere Bands dran sind, verzichtet Mark auf ausgedehnten Soundcheck. Also sind alle den ganzen Tag mit Stadtbummeln, Fußball, Wäsche waschen, Lesen, Gitarren pflegen und spielen und vor allem in der Sonne sitzen beschäftigt. Entspannen, Energie tanken, Seele baumeln lassen. Durch die Anzahl der Vorbands wird daraus dann aber abends irgendwann mal Warterei, die an den Nerven zu zehren beginnt. Zeit totschlagen und Musik diskutieren.
Die Turnhalle ist inzwischen ziemlich ordentlich gefüllt. Zwar bleibt die Besucherzahl hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück (im nahen Wien ist am selben Tag auch die Neckbreaker's Ball Tour mit den Bands der Fuck Easter Festivals). Für uns gibt es aber keinen Grund zum klagen, was die Anzahl der Leute in der Halle angeht. Trotzdem verläuft das ganze etwas spröde. Der Bühnensound ist schwierig und die Leute lassen sich nur sehr schwer zu irgendwas animieren. Das Problem haben aber nicht nur wir, irgendwie bleiben die Leute bei allen Bands an diesem Abend ziemlich zurückhaltend. Andererseits gibt es dann wieder ziemlich positives Feedback an den Merchständen. Verstehe das wer will.
Der restliche Abend ist geprägt von den Versuchen, den legendären Song der lokalen Biermarke Puntigamer aus einer alten Fernsehwerbung wieder populär zu machen, aber die Anwesenden sind wohl einfach zu jung dafür. Bei der Tourcrew wird er sich allerdings für die restliche Zeit ziemlicher Beliebtheit erfreuen. Puntigamer - lustig sammer.
Die Turnhalle ist inzwischen ziemlich ordentlich gefüllt. Zwar bleibt die Besucherzahl hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück (im nahen Wien ist am selben Tag auch die Neckbreaker's Ball Tour mit den Bands der Fuck Easter Festivals). Für uns gibt es aber keinen Grund zum klagen, was die Anzahl der Leute in der Halle angeht. Trotzdem verläuft das ganze etwas spröde. Der Bühnensound ist schwierig und die Leute lassen sich nur sehr schwer zu irgendwas animieren. Das Problem haben aber nicht nur wir, irgendwie bleiben die Leute bei allen Bands an diesem Abend ziemlich zurückhaltend. Andererseits gibt es dann wieder ziemlich positives Feedback an den Merchständen. Verstehe das wer will.
Der restliche Abend ist geprägt von den Versuchen, den legendären Song der lokalen Biermarke Puntigamer aus einer alten Fernsehwerbung wieder populär zu machen, aber die Anwesenden sind wohl einfach zu jung dafür. Bei der Tourcrew wird er sich allerdings für die restliche Zeit ziemlicher Beliebtheit erfreuen. Puntigamer - lustig sammer.
Mit dem Auftritt in Wien begannen die Auslandsshows für uns. Dafür sollte es dann auch gleich ein denkwürdiger Abend werden.
Das letzte Mal waren wir mit Pro-Pain in Wien. Da war es kalt, es gab keine Parkmöglichkeit für den Bus, in den Club konnten wir erst am späten Nachmittag, der Club war höllisch eng und tief im Keller (mit einer ewigen Treppe). Diesmal gab es einen Parkplatz für den Bus und es war höllisch heiß. Der Rest war ziemlich ähnlich. Wie auch das Shelter ist das Monastery im Untergrund. Da macht das Laden so richtig Spaß. Aber noch ist es nicht so weit. Wir haben erst mal Zeit für Stadtbummel und Einkaufen. Die Woche davor war es zu Hause noch reichlich kalt, aber spätestens jetzt ist der Sommer gekommen. Ich hätte statt meiner Lederjacke vielleicht doch eine kurze Hose einpacken sollen.
Irgendwann finden sich alle wieder im schmalen Streifen Schatten vor der Imbissbude neben dem Club wieder. Und dann geht das Schwitzen richtig los. Über 2 1/2 Stockwerke runter in den Keller, und bei jeder Stufe denkst du daran, dass du das alles nachher wieder nach oben tragen darfst.
Das Monastery ist dann aber unten ganz schnucklig, nicht ganz so winzig wie das Shelter und hat sogar einen Backstagebereich mit Duschen.
Das einzige, was jetzt noch fehlt, sind die Leute. Dank der außerordentlichen Leistung des lokalen Promoters strömen dann zum Auftritt ganze 3 Leute herein. Einer davon ist Sittis Cousin, ein anderer der Sänger von Pungent Stench, der 3 Häuser weiter wohnt und auf jedes Konzert im Monastery geht. Macht also genau einen, der aufgrund der Werbung hergekommen ist. Wir sind angemessen beindruckt.
Aber was soll's, auch eine kleine Meute hat eine vernünftige Show verdient und die bekommen sie auch. Zwar kürzen wir unseren Set leicht und gönnen uns auch ein paar Späßchen, aber ansonsten wird natürlich trotzdem amtlich gerockt. So wird das auch von Koroded und Betzefer gehandhabt. Avital schont zwar seine Stimme etwas und geht nicht wie sonst bis an die Grenze, aber ansonsten lässt man sich nichts anmerken und ballert den Set ordentlich in den leeren Club.
Mangels anwesender Leute ist die After-Show-Party dann recht übersichtlich und wir machen uns einigermaßen zügig daran, den ganzen Krempel hoch zum Bus zu schleifen.
Während Ali und die Betzefers sich ins Wiener Nachtleben stürzen, vernichten wir mit Koroded auf dem Gehweg neben dem Bus die Biervorräte und diskutieren Musik, Politik und Veganertum bis in die frühen Morgenstunden.
Das letzte Mal waren wir mit Pro-Pain in Wien. Da war es kalt, es gab keine Parkmöglichkeit für den Bus, in den Club konnten wir erst am späten Nachmittag, der Club war höllisch eng und tief im Keller (mit einer ewigen Treppe). Diesmal gab es einen Parkplatz für den Bus und es war höllisch heiß. Der Rest war ziemlich ähnlich. Wie auch das Shelter ist das Monastery im Untergrund. Da macht das Laden so richtig Spaß. Aber noch ist es nicht so weit. Wir haben erst mal Zeit für Stadtbummel und Einkaufen. Die Woche davor war es zu Hause noch reichlich kalt, aber spätestens jetzt ist der Sommer gekommen. Ich hätte statt meiner Lederjacke vielleicht doch eine kurze Hose einpacken sollen.
Irgendwann finden sich alle wieder im schmalen Streifen Schatten vor der Imbissbude neben dem Club wieder. Und dann geht das Schwitzen richtig los. Über 2 1/2 Stockwerke runter in den Keller, und bei jeder Stufe denkst du daran, dass du das alles nachher wieder nach oben tragen darfst.
Das Monastery ist dann aber unten ganz schnucklig, nicht ganz so winzig wie das Shelter und hat sogar einen Backstagebereich mit Duschen.
Das einzige, was jetzt noch fehlt, sind die Leute. Dank der außerordentlichen Leistung des lokalen Promoters strömen dann zum Auftritt ganze 3 Leute herein. Einer davon ist Sittis Cousin, ein anderer der Sänger von Pungent Stench, der 3 Häuser weiter wohnt und auf jedes Konzert im Monastery geht. Macht also genau einen, der aufgrund der Werbung hergekommen ist. Wir sind angemessen beindruckt.
Aber was soll's, auch eine kleine Meute hat eine vernünftige Show verdient und die bekommen sie auch. Zwar kürzen wir unseren Set leicht und gönnen uns auch ein paar Späßchen, aber ansonsten wird natürlich trotzdem amtlich gerockt. So wird das auch von Koroded und Betzefer gehandhabt. Avital schont zwar seine Stimme etwas und geht nicht wie sonst bis an die Grenze, aber ansonsten lässt man sich nichts anmerken und ballert den Set ordentlich in den leeren Club.
Mangels anwesender Leute ist die After-Show-Party dann recht übersichtlich und wir machen uns einigermaßen zügig daran, den ganzen Krempel hoch zum Bus zu schleifen.
Während Ali und die Betzefers sich ins Wiener Nachtleben stürzen, vernichten wir mit Koroded auf dem Gehweg neben dem Bus die Biervorräte und diskutieren Musik, Politik und Veganertum bis in die frühen Morgenstunden.
Es ist mittag, es ist ordentlich warm und der Bus steht vor dem Schwimmbad in Heidelberg. Es wird noch dauern, bis der Club seine Türen öffnet und so nutzen wir die Zeit, um Heidelberg zu erkunden. Nettes Städtchen, wie es scheint. Da wir nicht wissen, was cateringmässig auf uns zukommt, fahren wir im Garten eines Restaurants in der Sonne Essen ein und machen uns einen gemütlichen Nachmittag.
Der Club im Schwimmbad ist ein ziemlich krasser Kontrast zu den beiden Vortagen. Alles ist deutlich kleiner, aber alles ist nun mit 3 Bands auch deutlich entspannter. Nach dem Einladen folgt der übliche Ablauf der Tour. Mischer Mark pegelt die Anlage ein und macht einen ausgedehnten Soundcheck mit Betzefer (was sich aber absolut auszahlt, denn der Sound ist auf der gesamten Tour unabhängig von Halle und Anlage bei jedem Auftritt großartig). Der Rest sitzt in der Sonne, liest oder schraubt, putzt und fiedelt auf seinen Instrumenten rum.
Extrem knapp vor dem Auftritt gibt es oben im Restaurant noch Essen. Nicht so günstig, mit vollem Magen auf die Bühne zu gehen aber aufs Essen verzichten ist auch nicht so das wahre. Also alles schnell runter geschlungen und dann in den Backstagebereich gespurtet und rein in die Bühnenklamotten.
Noch ist der Raum leer, aber das ändert sich recht schnell als wir beginnen. Mengenmäßig ist das natürlich kein Vergleich zu den beiden Vortagen, aber hier in dem kleinen Raum fühlt es sich für mich doch besser an als auf den großen Bühnen in der Live Music Hall und dem LKA. Hier ist alles angenehm eng und direkt an den Leuten dran zu sein fühlt sich einfach besser an.. Nach 2 Tagen "Aufwärmen" gibt es heute dann auch den langen Set und auch das tut gut. Wird insgesamt ein guter Auftritt.
Auch Koroded und Betzefer gefallen mir hier in Clubatomsphäre klar besser als auf den Opener-Positionen an den Vortagen. Bei Betzefer geht es dann auch recht ordentlich ab vor der Bühne und Avital hat das Publikum von Anfang an völlig im Griff. Noch mehr abgehen würde es vielleicht, wenn die knapp 100 Leute, die ein Stockwerk weiter oben in der Metaldisko stehen (in der obendrein völlig ähnlicher Sound läuft), ihren Arsch zum Konzert runter bewegen würden. Der Homo Metallicus ist schon manchmal seltsam.
Ein Stockwerk weiter unten ist dann später übrigens Goten-Treffen und während wir den Bus einladen, strömt ein Heer in Latexuniformen an uns vorbei. Den Spaß, dort noch aufzuschlagen müssen wir uns allerdings verkneifen, da wir bis Wien eine ganz ordentliche Strecke vor uns haben und deswegen einigermaßen schnell nach dem Auftritt los müssen.
In dieser Nacht merke ich dann auch, wie "günstig" meine Koje gelegen ist (ca. 30 cm neben meinem Kopf steht eine der Boxen, die an die DVD-Anlage angeschlossen ist). Das macht Laune, wenn man zu den Leuten gehört, die Pennen irgendwann dem Schauen stupider Hollywood-Komödien vorziehen ...
Der Club im Schwimmbad ist ein ziemlich krasser Kontrast zu den beiden Vortagen. Alles ist deutlich kleiner, aber alles ist nun mit 3 Bands auch deutlich entspannter. Nach dem Einladen folgt der übliche Ablauf der Tour. Mischer Mark pegelt die Anlage ein und macht einen ausgedehnten Soundcheck mit Betzefer (was sich aber absolut auszahlt, denn der Sound ist auf der gesamten Tour unabhängig von Halle und Anlage bei jedem Auftritt großartig). Der Rest sitzt in der Sonne, liest oder schraubt, putzt und fiedelt auf seinen Instrumenten rum.
Extrem knapp vor dem Auftritt gibt es oben im Restaurant noch Essen. Nicht so günstig, mit vollem Magen auf die Bühne zu gehen aber aufs Essen verzichten ist auch nicht so das wahre. Also alles schnell runter geschlungen und dann in den Backstagebereich gespurtet und rein in die Bühnenklamotten.
Noch ist der Raum leer, aber das ändert sich recht schnell als wir beginnen. Mengenmäßig ist das natürlich kein Vergleich zu den beiden Vortagen, aber hier in dem kleinen Raum fühlt es sich für mich doch besser an als auf den großen Bühnen in der Live Music Hall und dem LKA. Hier ist alles angenehm eng und direkt an den Leuten dran zu sein fühlt sich einfach besser an.. Nach 2 Tagen "Aufwärmen" gibt es heute dann auch den langen Set und auch das tut gut. Wird insgesamt ein guter Auftritt.
Auch Koroded und Betzefer gefallen mir hier in Clubatomsphäre klar besser als auf den Opener-Positionen an den Vortagen. Bei Betzefer geht es dann auch recht ordentlich ab vor der Bühne und Avital hat das Publikum von Anfang an völlig im Griff. Noch mehr abgehen würde es vielleicht, wenn die knapp 100 Leute, die ein Stockwerk weiter oben in der Metaldisko stehen (in der obendrein völlig ähnlicher Sound läuft), ihren Arsch zum Konzert runter bewegen würden. Der Homo Metallicus ist schon manchmal seltsam.
Ein Stockwerk weiter unten ist dann später übrigens Goten-Treffen und während wir den Bus einladen, strömt ein Heer in Latexuniformen an uns vorbei. Den Spaß, dort noch aufzuschlagen müssen wir uns allerdings verkneifen, da wir bis Wien eine ganz ordentliche Strecke vor uns haben und deswegen einigermaßen schnell nach dem Auftritt los müssen.
In dieser Nacht merke ich dann auch, wie "günstig" meine Koje gelegen ist (ca. 30 cm neben meinem Kopf steht eine der Boxen, die an die DVD-Anlage angeschlossen ist). Das macht Laune, wenn man zu den Leuten gehört, die Pennen irgendwann dem Schauen stupider Hollywood-Komödien vorziehen ...
Als ich aufwache, steht der Bus bereits vor dem LKA in Stuttgart. Ich schäle mich aus der Koje und versuche, meinen schmerzenden Körper durch Strecken wieder auf Vordermann zu bringen. Vergeblich. Es wird noch ein paar Tage dauern, bis meine Muskeln sich mit Bühne und Koje wieder angefreundet haben. Bis dahin fühle ich mich allerdings wie durch den Fleischwolf gedreht.
Drinnen ist schon voller Betrieb auf der Bühne, also nur kurz Zähneputzen und schon geht es an den Load-In. Der restliche Tagesablauf gleicht dem Vortag. Nur die Bühne ist etwas kleiner als in Köln (zur Freude der Crew) und Hypocrisy sehen leicht wacher aus.
Für uns geht es heute noch eine halbe Stunde früher los. Wir bekommen deutlich zu spüren, dass heute wieder ein normaler Werktag ist. 16:45 Uhr sind dann doch deutlich weniger Leute in der Halle als am Vortag. Aber was soll's, wird nicht das letzte Mal auf der Tour sein, dass wir vor spärlich gefülltem Raum auf die Bühne gehen. Wir lassen uns den Spaß natürlich nicht verderben und zocken zum zweiten Mal unser gekürztes Set runter. Bei der spärlich gefüllten Halle ist das mit der Stimmung vor der Bühne auch nicht leichter, aber passt schon. Und auch heute ist es schon wieder vorbei bevor es so richtig angefangen hat. Sofort wieder Streß, alles wegräumen und ab unter die Dusche, in der sich sich einer der beiden Soilwork-Gitarristen an mir vorbeizustehlen und dabei möglichst viel mit Vorhängen zu verdecken versucht. Mit Nackheit kommt der Skandinavier an und für sich wohl nicht so klar. *g*
Dann gibt es massig Zeit zu überbrücken bis alle Bands durch sind. Von denen schaue ich mir aber heute fast alle an. Ansonsten gibt es massig Smalltalk mit den anderen Bands. Im Backstagebereich wimmelt es von Nuclear-Blast-Mitarbeitern, da der heutige Festivaltag quasi als Betriebsausflug definiert wurde (alle Bands der Neckbreakers Ball Tour sind bei Blast unter Vertrag). Alk fließt reichlich und (für die Blast-Mitarbeiter und -Bands frei), wir haben aber immerhin ausreichend Biermarken bekommen. Lang geht es heute allerdings nicht, da nach dem Auftritt von Hypocrisy die meisten Anwesenden schon jenseits von gut und böse sind. Also noch ein paar Biere im sich schnell leerenden Backstagebereich eingefahren und dann ab in den Bus.
Drinnen ist schon voller Betrieb auf der Bühne, also nur kurz Zähneputzen und schon geht es an den Load-In. Der restliche Tagesablauf gleicht dem Vortag. Nur die Bühne ist etwas kleiner als in Köln (zur Freude der Crew) und Hypocrisy sehen leicht wacher aus.
Für uns geht es heute noch eine halbe Stunde früher los. Wir bekommen deutlich zu spüren, dass heute wieder ein normaler Werktag ist. 16:45 Uhr sind dann doch deutlich weniger Leute in der Halle als am Vortag. Aber was soll's, wird nicht das letzte Mal auf der Tour sein, dass wir vor spärlich gefülltem Raum auf die Bühne gehen. Wir lassen uns den Spaß natürlich nicht verderben und zocken zum zweiten Mal unser gekürztes Set runter. Bei der spärlich gefüllten Halle ist das mit der Stimmung vor der Bühne auch nicht leichter, aber passt schon. Und auch heute ist es schon wieder vorbei bevor es so richtig angefangen hat. Sofort wieder Streß, alles wegräumen und ab unter die Dusche, in der sich sich einer der beiden Soilwork-Gitarristen an mir vorbeizustehlen und dabei möglichst viel mit Vorhängen zu verdecken versucht. Mit Nackheit kommt der Skandinavier an und für sich wohl nicht so klar. *g*
Dann gibt es massig Zeit zu überbrücken bis alle Bands durch sind. Von denen schaue ich mir aber heute fast alle an. Ansonsten gibt es massig Smalltalk mit den anderen Bands. Im Backstagebereich wimmelt es von Nuclear-Blast-Mitarbeitern, da der heutige Festivaltag quasi als Betriebsausflug definiert wurde (alle Bands der Neckbreakers Ball Tour sind bei Blast unter Vertrag). Alk fließt reichlich und (für die Blast-Mitarbeiter und -Bands frei), wir haben aber immerhin ausreichend Biermarken bekommen. Lang geht es heute allerdings nicht, da nach dem Auftritt von Hypocrisy die meisten Anwesenden schon jenseits von gut und böse sind. Also noch ein paar Biere im sich schnell leerenden Backstagebereich eingefahren und dann ab in den Bus.
Ostersonntag. Vorbei sind Familienfeiern und Eiersuchen. Wir stehen vor dem Proberaum und beladen den Leihbus, der uns heute Richtung Köln bringen soll, wo mit dem am folgenden Tag Fuck Easter Festival die Silence Is The Enemy Tour von Betzefer für uns beginnt. Dank ein paar organisatorischer Missverständnisse ist die Stimmung leicht angeheizt, aber das ist schnell vergessen. ES GEHT LOS!
Nach einer ereignislosen Fahrt im voll beladenen Bus treffen wir am Abend in Köln ein, wo uns unser alter Kumpel Dan von Highfly in Empfang nimmt. Wir haben keine Lust mehr, um die Häuser zu ziehen und so bleibt es bei einer kleinen (aber feinen) Feier in Sarahs Wohnung (Dans Freundin und aktuell Tourmanagerin der Neckbreakers Ball Tour, deren Bands wir morgen ebenfalls auf dem Festival treffen werden).
Montag morgen. Ab zur Live Music Hall, wo bereits ein Rudel Nightliner entladen wird. Wir erweitern das Chaos um unsere Sachen und bringen den Bus weg (eigentlich eine Geschichte für sich, die damit endet, dass die Frau von Sixt den Bus beim Einparken gegen einen BMW setzt, aber das würde zu weit führen). Inzwischen ist auch unser (schon von der Pro-Pain Tour wohl bekannter Nightliner da, allerdings auf dem Gelände des Underground (ca. 100 m von der Live Music Hall entfernt). Nur ist da inzwischen abgesperrt und niemand mit Schlüssel da. Also können Betzefer und Koroded nicht raus und wir nicht rein. Wir überbrücken die nächsten 2 Stunden im Burger King nebenan mit unserem Tourmanager Ali. Der hatte das Gelände schon vorher verlassen um Avital, den Sänger von Betzefer in seine Wohnung zu bringen. Avital hat sich ein paar Tage vorher eine fiese Grippe eingefangen und verbringt den Tag bis zum Auftritt im Bett.
Irgendwann kommt dann tatsächlich jemand mit dem Schlüssel und wir können zum Bus. Großes Hallo und Wiedersehen mit Ferri, dem unglaublichsten aller Busfahrer, und den Jungs von Koroded. Dann geht es rüber zur Live Music Hall, das restliche Equipment ausladen. Dort ist inzwischen der Wahnsinn am Werk. Die Stagehands versuchen, halbwegs Ordnung in die Backline von 9 Bands zu bringen (inklusive der 3 (!) Drumriser auf der Bühne - Hypocrisy haben wahnsinnigerweise einen eigenen dabei, weswegen die Tour inzwischen intern nur noch Drumrisers Ball genannt wird). Wir halten uns erstmal im Hintergrund, fahren ein wenig Catering ein und warten den Soundcheck der übelst verkaterten Hypocrisy ab.
Schließlich dürfen wir auf die Bühne und versuchen, unsere Sachen noch irgendwie vor, zwischen und hinter den ganzen Kram auf der Bühne zu bekommen. Die Stagehands sind zwar schon ordentlich am Fluchen aber trotzdem hilfsbereit und so bekommen wir die Sache dann doch recht zügig auf die Reihe. Unglaublich, wie wenig Platz auf der doch recht großzügig dimensionierten Bühne noch verfügbar ist.
Mark, der Tourmischer von Betzefer, erklärt sich freundlicherweise bereit, uns zu mischen (und wird das auch die restliche Tour übernehmen, obwohl er nur für Betzefer bezahlt wird - sehr sehr geile Sache, denn Mark ist mit weitem Abstand der beste Livemischer, den ich je erlebt habe). Nach einem kurzen Linecheck ist es dann auch schon kurz vor Einlass und wir bereiten uns auf den Auftritt vor. Heute ist Feiertag und so sind dann auch tatsächlich zu unserer Spielzeit 17:00 Uhr schon reichlich Leute in der Halle. Coole Sache. Wir haben nur 20 Minuten, aber nach fast einem halben Jahr ohne Auftritte sind wir gar nicht so unglücklich darüber, nur ein kurzes Set zu spielen. Die Knochen müssen sich halt erst wieder an die Bühne gewöhnen. Aber wie geil ist es denn bitte endlich wieder live spielen zu können? Wir genießen jede einzelne Minute und der Auftritt vergeht wie im Flug. Die Publikumsreaktionen sind für die Uhrzeit und die Position auf der wir spielen auch recht ordentlich, es gibt also nichts zu meckern. Dann ist es auch schon wieder vorbei, wir räumen unsere Sachen in die uns zugewiesene Ecke und nutzen die 30 Minuten Zeit, die wir im Backstagebereich haben für Duschen und Essen.
Beim Verlassen der Halle erblinde ich fast - wie krass ist es eigentlich, nach seinem Auftritt aus der Halle zu gehen und es ist immer noch nachmittags?
Eigentlich wollte ich mir dann ja noch ein paar der Bands anschauen aber da mal wieder einige Bekannte da sind, verbringe ich die nächsten Stunden mit Bier trinken und quatschen. Erst zu Amorphis, Soilwork und Hypocrisy bin ich wieder in der Halle, es geht an unserem Merchstand weiter mit Feiern. Der Tourauftakt will schließlich begossen werden.
Nach Hypocrisy geht es dann recht zügig ans Einladen, da der ganze Tross ja noch nach Stuttgart weiterziehen muss. Im Bus steigt noch ein kleine Aftershow-Party, von der ich mich aber recht bald verabschiede. Endlich wieder in der engen Koje ausstrecken, Vorhang zu und ab. Wie man sich auf knapp 1 1/2 m² zusammen mit seiner Reisetasche arrangiert, wusste ich ja noch vom letzten Mal.
Stefan
Nach einer ereignislosen Fahrt im voll beladenen Bus treffen wir am Abend in Köln ein, wo uns unser alter Kumpel Dan von Highfly in Empfang nimmt. Wir haben keine Lust mehr, um die Häuser zu ziehen und so bleibt es bei einer kleinen (aber feinen) Feier in Sarahs Wohnung (Dans Freundin und aktuell Tourmanagerin der Neckbreakers Ball Tour, deren Bands wir morgen ebenfalls auf dem Festival treffen werden).
Montag morgen. Ab zur Live Music Hall, wo bereits ein Rudel Nightliner entladen wird. Wir erweitern das Chaos um unsere Sachen und bringen den Bus weg (eigentlich eine Geschichte für sich, die damit endet, dass die Frau von Sixt den Bus beim Einparken gegen einen BMW setzt, aber das würde zu weit führen). Inzwischen ist auch unser (schon von der Pro-Pain Tour wohl bekannter Nightliner da, allerdings auf dem Gelände des Underground (ca. 100 m von der Live Music Hall entfernt). Nur ist da inzwischen abgesperrt und niemand mit Schlüssel da. Also können Betzefer und Koroded nicht raus und wir nicht rein. Wir überbrücken die nächsten 2 Stunden im Burger King nebenan mit unserem Tourmanager Ali. Der hatte das Gelände schon vorher verlassen um Avital, den Sänger von Betzefer in seine Wohnung zu bringen. Avital hat sich ein paar Tage vorher eine fiese Grippe eingefangen und verbringt den Tag bis zum Auftritt im Bett.
Irgendwann kommt dann tatsächlich jemand mit dem Schlüssel und wir können zum Bus. Großes Hallo und Wiedersehen mit Ferri, dem unglaublichsten aller Busfahrer, und den Jungs von Koroded. Dann geht es rüber zur Live Music Hall, das restliche Equipment ausladen. Dort ist inzwischen der Wahnsinn am Werk. Die Stagehands versuchen, halbwegs Ordnung in die Backline von 9 Bands zu bringen (inklusive der 3 (!) Drumriser auf der Bühne - Hypocrisy haben wahnsinnigerweise einen eigenen dabei, weswegen die Tour inzwischen intern nur noch Drumrisers Ball genannt wird). Wir halten uns erstmal im Hintergrund, fahren ein wenig Catering ein und warten den Soundcheck der übelst verkaterten Hypocrisy ab.
Schließlich dürfen wir auf die Bühne und versuchen, unsere Sachen noch irgendwie vor, zwischen und hinter den ganzen Kram auf der Bühne zu bekommen. Die Stagehands sind zwar schon ordentlich am Fluchen aber trotzdem hilfsbereit und so bekommen wir die Sache dann doch recht zügig auf die Reihe. Unglaublich, wie wenig Platz auf der doch recht großzügig dimensionierten Bühne noch verfügbar ist.
Mark, der Tourmischer von Betzefer, erklärt sich freundlicherweise bereit, uns zu mischen (und wird das auch die restliche Tour übernehmen, obwohl er nur für Betzefer bezahlt wird - sehr sehr geile Sache, denn Mark ist mit weitem Abstand der beste Livemischer, den ich je erlebt habe). Nach einem kurzen Linecheck ist es dann auch schon kurz vor Einlass und wir bereiten uns auf den Auftritt vor. Heute ist Feiertag und so sind dann auch tatsächlich zu unserer Spielzeit 17:00 Uhr schon reichlich Leute in der Halle. Coole Sache. Wir haben nur 20 Minuten, aber nach fast einem halben Jahr ohne Auftritte sind wir gar nicht so unglücklich darüber, nur ein kurzes Set zu spielen. Die Knochen müssen sich halt erst wieder an die Bühne gewöhnen. Aber wie geil ist es denn bitte endlich wieder live spielen zu können? Wir genießen jede einzelne Minute und der Auftritt vergeht wie im Flug. Die Publikumsreaktionen sind für die Uhrzeit und die Position auf der wir spielen auch recht ordentlich, es gibt also nichts zu meckern. Dann ist es auch schon wieder vorbei, wir räumen unsere Sachen in die uns zugewiesene Ecke und nutzen die 30 Minuten Zeit, die wir im Backstagebereich haben für Duschen und Essen.
Beim Verlassen der Halle erblinde ich fast - wie krass ist es eigentlich, nach seinem Auftritt aus der Halle zu gehen und es ist immer noch nachmittags?
Eigentlich wollte ich mir dann ja noch ein paar der Bands anschauen aber da mal wieder einige Bekannte da sind, verbringe ich die nächsten Stunden mit Bier trinken und quatschen. Erst zu Amorphis, Soilwork und Hypocrisy bin ich wieder in der Halle, es geht an unserem Merchstand weiter mit Feiern. Der Tourauftakt will schließlich begossen werden.
Nach Hypocrisy geht es dann recht zügig ans Einladen, da der ganze Tross ja noch nach Stuttgart weiterziehen muss. Im Bus steigt noch ein kleine Aftershow-Party, von der ich mich aber recht bald verabschiede. Endlich wieder in der engen Koje ausstrecken, Vorhang zu und ab. Wie man sich auf knapp 1 1/2 m² zusammen mit seiner Reisetasche arrangiert, wusste ich ja noch vom letzten Mal.
Stefan
