Nachdem es am Vorabend doch etwas länger war, dauert es etwas, bis sich alle aus den Betten geschält und durch die Dusche geschleust haben. Aber letztlich versammelt sich dann doch die ganze Mannschaft um den Familientisch und macht sich daran, das reichlich aufgefahrene Frühstück zu vernichten. So gestärkt kann es dann wieder auf Achse in Richtung Hansestadt gehen.
So geil die Markthallen hier sind, die Parkplatzsituation ist eine Katastrophe. Vor allem, wenn ein Festival ansteht und der Hof mit den Nightlinern der Main Acts belegt ist. Aber wir haben Glück und bekommen tatsächlich einen der wenigen Parkplätze direkt vor dem Aufzug. Viel Equipment werden wir eh nicht mitnehmen, da das Marx eh schon bis zum Anschlag vollgeräumt ist. Allerdings brauchen wir meine Bassanlage, da die lokalen Bands es anscheinend nicht auf die Reihe bekommen haben, da irgendwas brauchbares auf die Beine zu stellen. Wir räumen also unser Equipment so gut es geht neben die Bühne, ins Backstage und hinter unseren Merchstand. Apropos Merchstand. Der Blick durch die Eingangshalle hat durchaus was. Eine Wand wird von Madball und Hatesphere komplett in Anspruch genommen, die restlichen 16 Bands verteilen ihre Stände an die anderen Wände. Chaos pur.
Genauso hektisch läuft es auch hinter und auf der Bühne ab. Der Zeitplan ist extrem straff, der Platz begrenzt und alles voller Leute. Da die ersten Bands über Flos Schlagzeug und meine Bassanlange spielen, stürzen wir uns kräftig ins Gewühl. Wir sind eh schon als dritte dran, bleibt kaum Zeit zum Umziehen und Warmspielen (am Merchstand, woanders ist eh kein Platz).
Die Markthallen sind zwar ordentlich gefüllt, aber das ganze ist kein Vergleich zum letzten Mal, als hier alles aus den Nähten geplatzt ist. So bleibt es auch bei unserem Auftritt im Marx zwar gut gefüllt, aber keine überkochende Stimmung. Das macht schon alles Laune, aber ehrlich gesagt bleibt der Abend ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Was aber natürlich einfach daran lag, dass es beim letzten Mal der absolute Wahn war (zumindest nach der Erzählung der anderen, ich war ja grippebedingt nicht dabei). Aber trotz der Hektik und dem Mini-Set, das wir in 30 Minuten spielen können genießen wir die Zeit auf der Bühne. Das Marx hat eine Spitzenanlage mit sehr gutem Bühnensound und ziemlich fitten Mischern, wir stehen eng zusammen, alles sehr geschmeidig. Nur eben auch sehr kurz.
Danach übergangslos wieder Hektik um unser ganzes Zeug von der Bühne zu bringen und zu unserem Merch zu schaffen. Dann bleibt endlich mal Zeit für Essen und ein gemütliches Bier (bei dem es natürlich nicht bleibt).
Zu viel After-Show-Party geht auch nicht, da wir heute noch nach Hannover müssen. Dort kommen wir bei Herman Frank, unserem Produzenten unter. Also müssen wir die Feier in den Bus verlegen.
Stefan
So geil die Markthallen hier sind, die Parkplatzsituation ist eine Katastrophe. Vor allem, wenn ein Festival ansteht und der Hof mit den Nightlinern der Main Acts belegt ist. Aber wir haben Glück und bekommen tatsächlich einen der wenigen Parkplätze direkt vor dem Aufzug. Viel Equipment werden wir eh nicht mitnehmen, da das Marx eh schon bis zum Anschlag vollgeräumt ist. Allerdings brauchen wir meine Bassanlage, da die lokalen Bands es anscheinend nicht auf die Reihe bekommen haben, da irgendwas brauchbares auf die Beine zu stellen. Wir räumen also unser Equipment so gut es geht neben die Bühne, ins Backstage und hinter unseren Merchstand. Apropos Merchstand. Der Blick durch die Eingangshalle hat durchaus was. Eine Wand wird von Madball und Hatesphere komplett in Anspruch genommen, die restlichen 16 Bands verteilen ihre Stände an die anderen Wände. Chaos pur.
Genauso hektisch läuft es auch hinter und auf der Bühne ab. Der Zeitplan ist extrem straff, der Platz begrenzt und alles voller Leute. Da die ersten Bands über Flos Schlagzeug und meine Bassanlange spielen, stürzen wir uns kräftig ins Gewühl. Wir sind eh schon als dritte dran, bleibt kaum Zeit zum Umziehen und Warmspielen (am Merchstand, woanders ist eh kein Platz).
Die Markthallen sind zwar ordentlich gefüllt, aber das ganze ist kein Vergleich zum letzten Mal, als hier alles aus den Nähten geplatzt ist. So bleibt es auch bei unserem Auftritt im Marx zwar gut gefüllt, aber keine überkochende Stimmung. Das macht schon alles Laune, aber ehrlich gesagt bleibt der Abend ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Was aber natürlich einfach daran lag, dass es beim letzten Mal der absolute Wahn war (zumindest nach der Erzählung der anderen, ich war ja grippebedingt nicht dabei). Aber trotz der Hektik und dem Mini-Set, das wir in 30 Minuten spielen können genießen wir die Zeit auf der Bühne. Das Marx hat eine Spitzenanlage mit sehr gutem Bühnensound und ziemlich fitten Mischern, wir stehen eng zusammen, alles sehr geschmeidig. Nur eben auch sehr kurz.
Danach übergangslos wieder Hektik um unser ganzes Zeug von der Bühne zu bringen und zu unserem Merch zu schaffen. Dann bleibt endlich mal Zeit für Essen und ein gemütliches Bier (bei dem es natürlich nicht bleibt).
Zu viel After-Show-Party geht auch nicht, da wir heute noch nach Hannover müssen. Dort kommen wir bei Herman Frank, unserem Produzenten unter. Also müssen wir die Feier in den Bus verlegen.
Stefan
Obwohl es im Vorfeld ein paar Unstimmigkeiten gab, wollen wir uns den Jahresabschluss nicht verderben lassen und so herrscht auf der Fahrt nach Berlin dann doch ganz entspannte Stimmung.
Das Sage präsentiert sich zwar komplett umgebaut, ansonsten ist aber alles beim alten. Der Soundcheck gestaltet sich mal wieder etwas schwieriger, da wir leider ohne eigenen Mischer angereist sind. Aber wir haben ja viel Zeit, denn die Konzerte beginnen hier immer extrem spät. Ob man jetzt hinter oder auf der Bühne wartet, macht dann auch schon keinen Unterschied mehr. Die einzige Herausforderung bleibt, sich vor lauter Langeweile nicht mit Bier volllaufen zu lassen. Wir versuchen es mit Kickern, aber der eine Tisch steht komplett im Dunkeln und der andere ist so schief, dass man da höchsten die Berg-WM durchführen kann. Also doch Bier.
Es ist schon nach 11 als die erste Band dann endlich doch auf die Bühne geht. Musikalisch passt die Mischung aus Fun- und Politpunk zwar kein Stück zu uns, aber da das Publikum im Sage generell eher Stammpublikum und nicht speziell wegen der Bands da ist, ist das auch nicht weiter dramatisch. Die Jungs werden also gut aber nicht euphorisch angenommen. Groß anders geht es uns eigentlich auch nicht. Zwar scheinen die Leute durchaus Spaß zu haben, aber der letzte Funke springt irgendwie nicht so richtig über, so sehr wir uns auch mühen. Sei's drum, wir haben trotzdem unseren Spaß, auch wenn der Bühnensound einmal mehr eine ziemliche Herausforderung ist.
Am Merch geht danach nicht mehr besonders viel und auch ansonsten wenden die Leute nach dem Auftritt ihre Aufmerksamkeit sofort wieder den DJs zu. Also ziehen wir uns in den Backstageraum zurück und geben noch ein paar berliner Vampirgroupies Sprachunterricht in Bayrisch und Deutsch, bevor wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft machen. Die stellen diesmal die quasi Schwiegereltern von Sitti, die im Berliner Vorstadtgürtel wohnen und mit denen wir bis in die frühen Morgenstunden Bier trinken müssen ;-)
Stefan
Das Sage präsentiert sich zwar komplett umgebaut, ansonsten ist aber alles beim alten. Der Soundcheck gestaltet sich mal wieder etwas schwieriger, da wir leider ohne eigenen Mischer angereist sind. Aber wir haben ja viel Zeit, denn die Konzerte beginnen hier immer extrem spät. Ob man jetzt hinter oder auf der Bühne wartet, macht dann auch schon keinen Unterschied mehr. Die einzige Herausforderung bleibt, sich vor lauter Langeweile nicht mit Bier volllaufen zu lassen. Wir versuchen es mit Kickern, aber der eine Tisch steht komplett im Dunkeln und der andere ist so schief, dass man da höchsten die Berg-WM durchführen kann. Also doch Bier.
Es ist schon nach 11 als die erste Band dann endlich doch auf die Bühne geht. Musikalisch passt die Mischung aus Fun- und Politpunk zwar kein Stück zu uns, aber da das Publikum im Sage generell eher Stammpublikum und nicht speziell wegen der Bands da ist, ist das auch nicht weiter dramatisch. Die Jungs werden also gut aber nicht euphorisch angenommen. Groß anders geht es uns eigentlich auch nicht. Zwar scheinen die Leute durchaus Spaß zu haben, aber der letzte Funke springt irgendwie nicht so richtig über, so sehr wir uns auch mühen. Sei's drum, wir haben trotzdem unseren Spaß, auch wenn der Bühnensound einmal mehr eine ziemliche Herausforderung ist.
Am Merch geht danach nicht mehr besonders viel und auch ansonsten wenden die Leute nach dem Auftritt ihre Aufmerksamkeit sofort wieder den DJs zu. Also ziehen wir uns in den Backstageraum zurück und geben noch ein paar berliner Vampirgroupies Sprachunterricht in Bayrisch und Deutsch, bevor wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft machen. Die stellen diesmal die quasi Schwiegereltern von Sitti, die im Berliner Vorstadtgürtel wohnen und mit denen wir bis in die frühen Morgenstunden Bier trinken müssen ;-)
Stefan
Die letzte Show der Tour ist wieder in der Slowakei. In der hintersten Slowakei, um genau zu sein. Die Anfahrt zieht sich ordentlich, da es mal wieder hauptsächlich über Landstraßen geht und wir freuen uns schon auf die knapp 800 km Rückfahrt am nächsten Tag.
Brzno ist jetzt schon spürbares Hinterland. Riesige, uralte Firmenanlagen vor der Stadt, Straßenbeleuchtung nur im Zentrum, am Stadtrand Slums mit Kartonhütten und abgerissenen Kindern, die mit Straßenkötern spielen. Ziemlich derb. Aber andererseits ist der Club recht cool. Zwar nicht besonders groß und auch nicht besonders ausgestattet (denken wir zuerst), aber recht gemütlich und bei weitem nicht so assig wie das Go-Go am Vortag. Und mit Überraschungen. Als Flo nach einem skeptischen Blick auf das vorsintflutliche Mischpult auf der Bühne den Hausmischer fragt, wieviele Kanäle er für den Trigger frei hat, grinst dieser ihn nur an und meint "no problem, it's digital". Sprachs, räumte den Krempel von der Bühne und holt ein ziemlich neues digitales Pult aus dem Nebenraum. Alles klar.
Während Beer Society (die schon in Bratislava mitgespielt haben) ihren Check machen, vertreiben wir uns mit Petr die Zeit im Backstage mit Essen und Quatschen. Das Catering ist heute ein großer Topf mit Hühnerbeinen und Zwiebeln, aus dem wir uns alle mit den Fingern bedienen. Sehr urig.
Als Beer Society starten, ist der Laden recht ordentlich gefüllt. Allerdings sitzen die meisten, es gibt nur direkt vor der Bühne eine Art Tanzfläche, direkt dahinter ist alles mit Tischen und Stühlen vollgestellt. Schade eigentlich, aber das wäre hier halt nunmal so üblich.
Na mal sehen, ob wir das Sitzpublikum rocken können. Wir können. Zwar bleiben einige sitzen (und feiern uns im Sitzen ab), aber wir bekommen die Tanzfläche trotzdem voll und die Leute haben auch alle so richtig Bock. Besser kann ein Tourabschluß nicht laufen, heute geht alles. Auch nach mehreren Zugaben hören die Leute nicht auf zu klatschen und mehr zu fordern.
Und auch danach will man (mit) uns feiern. Vor allem die holde Weiblichkeit hat heute anscheinend Bock auf Musiker und wir müssen einige Versuche abwehren, die Nacht verteilt auf mehrere Betten zu verbringen.
Besonders groß wird die Enttäuschung, als wir unseren Beschluss verkünden, über Nacht noch heimzufahren (und deswegen auch den ganzen angebotenen Bieren und Schnäpsen zu entsagen). Aber es hilft ja nichts, bei der Mörderstrecke (und Ferienende am nächsten Tag) nutzen wir lieber die Nacht zur Fahrt. Die wird zwar sauber anstrengend, aber um 9 Uhr morgens steuern wir dann schließlich doch den heimischen Proberaum an.
Es war eine großartige Woche mit vielen sehr guten Eindrücken und Erlebnissen, geilen Shows und verdammt viel Spaß. Alles Beteiligten waren extrem hilfreich und freundlich, vor allem Petr hat einen sehr guten Job geliefert (weswegen wir auch gleich weitere Zusammenarbeit für Osteuropa mit ihm vereinbart haben). Das war nicht das letzte Mal, dass wir in der Ecke gespielt haben!
Stefan
Brzno ist jetzt schon spürbares Hinterland. Riesige, uralte Firmenanlagen vor der Stadt, Straßenbeleuchtung nur im Zentrum, am Stadtrand Slums mit Kartonhütten und abgerissenen Kindern, die mit Straßenkötern spielen. Ziemlich derb. Aber andererseits ist der Club recht cool. Zwar nicht besonders groß und auch nicht besonders ausgestattet (denken wir zuerst), aber recht gemütlich und bei weitem nicht so assig wie das Go-Go am Vortag. Und mit Überraschungen. Als Flo nach einem skeptischen Blick auf das vorsintflutliche Mischpult auf der Bühne den Hausmischer fragt, wieviele Kanäle er für den Trigger frei hat, grinst dieser ihn nur an und meint "no problem, it's digital". Sprachs, räumte den Krempel von der Bühne und holt ein ziemlich neues digitales Pult aus dem Nebenraum. Alles klar.
Während Beer Society (die schon in Bratislava mitgespielt haben) ihren Check machen, vertreiben wir uns mit Petr die Zeit im Backstage mit Essen und Quatschen. Das Catering ist heute ein großer Topf mit Hühnerbeinen und Zwiebeln, aus dem wir uns alle mit den Fingern bedienen. Sehr urig.
Als Beer Society starten, ist der Laden recht ordentlich gefüllt. Allerdings sitzen die meisten, es gibt nur direkt vor der Bühne eine Art Tanzfläche, direkt dahinter ist alles mit Tischen und Stühlen vollgestellt. Schade eigentlich, aber das wäre hier halt nunmal so üblich.
Na mal sehen, ob wir das Sitzpublikum rocken können. Wir können. Zwar bleiben einige sitzen (und feiern uns im Sitzen ab), aber wir bekommen die Tanzfläche trotzdem voll und die Leute haben auch alle so richtig Bock. Besser kann ein Tourabschluß nicht laufen, heute geht alles. Auch nach mehreren Zugaben hören die Leute nicht auf zu klatschen und mehr zu fordern.
Und auch danach will man (mit) uns feiern. Vor allem die holde Weiblichkeit hat heute anscheinend Bock auf Musiker und wir müssen einige Versuche abwehren, die Nacht verteilt auf mehrere Betten zu verbringen.
Besonders groß wird die Enttäuschung, als wir unseren Beschluss verkünden, über Nacht noch heimzufahren (und deswegen auch den ganzen angebotenen Bieren und Schnäpsen zu entsagen). Aber es hilft ja nichts, bei der Mörderstrecke (und Ferienende am nächsten Tag) nutzen wir lieber die Nacht zur Fahrt. Die wird zwar sauber anstrengend, aber um 9 Uhr morgens steuern wir dann schließlich doch den heimischen Proberaum an.
Es war eine großartige Woche mit vielen sehr guten Eindrücken und Erlebnissen, geilen Shows und verdammt viel Spaß. Alles Beteiligten waren extrem hilfreich und freundlich, vor allem Petr hat einen sehr guten Job geliefert (weswegen wir auch gleich weitere Zusammenarbeit für Osteuropa mit ihm vereinbart haben). Das war nicht das letzte Mal, dass wir in der Ecke gespielt haben!
Stefan
Nach Znojmo ist es nicht weit und draußen ist es bedeckt und saukalt, also bleiben wir nach dem Aufstehen für längere Zeit in dem Restaurant über dem Golem und labern über alte Zeiten.
Znojmo erweist sich dann als eher ärmliche Stadt und auch das Go-Go ist ein reichlich abgefuckter kleiner Schuppen mit einer winzigen Bühne. Dafür ist Michal, der lokale Promoter, nicht nur (wie eigentlich fast alle, mit denen wir zu tun haben) sehr nett und hilfsbereit, sondern spricht auch sehr gut englisch. Soweit also erst mal alles easy. Dass Michal uns allerdings rät, den Bus über Nacht im abgeschlossenen Hof stehen zu lassen und nicht vor der Pension, trägt nun nicht gerade zur Vertrauensbildung in Znojmo zu. Aber egal, wird schon alles werden. Der Mischer soll eigentlich erst um 8 kommen, aber Michal kann ihn dazu bewegen, gleich vorbeizukommen (es ist gerade mal kurz nach 4), damit wir uns direkt an den Soundcheck machen können. Der wird mal wieder spannend, da Michal alles zwischen uns und dem Mischer übersetzen muss, aber dieser versteht sein Handwerk und so bekommen wir nach relativ kurzer Zeit einen überraschend amtlichen Sound in den kleinen Laden. Also ab in die Pension und noch ein wenig chillen, das Konzert beginnt heute erst um 22:00 Uhr. Warmes Catering gibt es heute nicht, aber wir haben noch Brotreserven und vertilgen die, während wir uns am Notebook durch ein paar Jahrzehnte Musikgeschichte hören oder noch ein wenig Schönheitsschlaf nachholen.
Gegen 9 geht es zurück zum Club (dank Navi kein so großes Problem, wie es bei dem Straßengewirr sein könnte). 5 Symbols sind inzwischen auch eingetroffen und haben ihren Soundcheck absolviert, es steht also alles bereit. Der Club füllt sich zusehends mit Leuten, allerdings mit überwiegend völlig schrägen Vögeln, teilweise schräger als uns lieb ist. Da findet sich mehr als eine Schlägervisage, zwei oder drei nicken auch schon betrunken an den Tischen ein. Als Flo einem der Anwesenden klar zu machen versucht, dass der Balkon über dem Mischpult heute als Backstagebereich dient und er da deswegen nicht rauf könne, kommt es schon beinahe zu Handgreiflichkeiten. Das übliche Kommunikationsproblem macht die Sache hier auch nicht gerade leichter. Wir sehen dem restlichen Abend inzwischen mit relativ gemischten Gefühlen entgegen.
Bei 5 Symbols bleibt noch alles ziemlich gelassen, um nicht zu sagen gelangweilt. Eigentlich unverdient, denn die Jungs liefern einen sehr ordentlichen Auftritt ab.
Dann aber ran ans Gefecht. Kurzer Umbau, Into und ab geht es. Was nun folgt, dürfte einer der seltsamsten Auftritt sein, die wir bislang gespielt haben. Das Publikum ist völlig gemischt, vom kurgeschorenen Hardcorefan über klassische Metaller, Knüppelfanatiker und Alternativerocker ist alles vertreten. Und so schwappt die Stimmung vor der Bühne von Song zu Song. Mal hauen ein paar Typen tum, dann tanzen ein paar Mädels, dann wippen wieder alle mit den Köpfen. Dazu bekommen wir ständig Mittelfinger vor die Nase gehalten (was aber wohl eher als Anfeuerung zu verstehen ist, denn im nächsten Moment gehen die Betreffenden wieder völlig ab). Ein paar Jungs aus dem Publikum greifen sich eins der Mikros und grunzen und brüllen mehrere Songs lang irgendwas mit (zur allgemeinen Begeisterung), andere kommen auf die Bühne und pogen zwischen uns, zum Schluss sind auch noch die Jungs von 5 Symbols auf der Bühne (heute ist unsere letzte gemeinsame Show) und gehen mit uns ab. Das ganze ist schon lange nicht mehr in unserer Kontrolle, wir reagieren einfach nur noch auf die Situation und machen das alles irgendwie mit. Völlig seltsam und irgendwie auch eine Ecke zu krass, weil wir auch überhaupt nicht mehr einschätzen können, was als nächstes passieren wird. Aber irgendwie haben alles ihren Spaß und es bleibt auch friedlich.
Nach der Show haben wir haufenweite Leute, die Merch von uns wollen aber keine Kohle dafür haben und deswegen endlose Diskussionen (natürlich mit Händen und Füßen) anfangen. Der Überflieger dabei ist der Typ, der sich vorher mit Flo angelegt hat und nun unbedingt eine CD gegen Dope tauschen will. Von dieser Ansicht will er sich dann auch nicht abbringen lassen.
Auch nachher bleibt der Abend noch schräg. Christoph und ich werden von einem Junky mit irgendwelchen deutschen und englischen Brocken zugetextet, die nicht ansatzweise Sinn ergeben. Ein anderer drückt mir minutenlang freundlich lächelnd rein, dass ich genauso aussehen würde wie ein Freund von ihm. Irgendwann schaut er mich völlig ernst an und meint: "and he is dead". Ah ja, alles klar, danke für das Gespräch.
Irgendwann streichen wir dann die Segel, verabschieden uns von 5 Symbols, die ein paar Tage lang eine sehr angenehme Tourbegleitung waren und machen uns auf dem Weg zur Pension. Den Bus nehmen wir mit, wird schon passen (was es natürlich auch tut) und fallen ziemlich fertig in die Betten. Das war dann also Znojmo.
Stefan
Znojmo erweist sich dann als eher ärmliche Stadt und auch das Go-Go ist ein reichlich abgefuckter kleiner Schuppen mit einer winzigen Bühne. Dafür ist Michal, der lokale Promoter, nicht nur (wie eigentlich fast alle, mit denen wir zu tun haben) sehr nett und hilfsbereit, sondern spricht auch sehr gut englisch. Soweit also erst mal alles easy. Dass Michal uns allerdings rät, den Bus über Nacht im abgeschlossenen Hof stehen zu lassen und nicht vor der Pension, trägt nun nicht gerade zur Vertrauensbildung in Znojmo zu. Aber egal, wird schon alles werden. Der Mischer soll eigentlich erst um 8 kommen, aber Michal kann ihn dazu bewegen, gleich vorbeizukommen (es ist gerade mal kurz nach 4), damit wir uns direkt an den Soundcheck machen können. Der wird mal wieder spannend, da Michal alles zwischen uns und dem Mischer übersetzen muss, aber dieser versteht sein Handwerk und so bekommen wir nach relativ kurzer Zeit einen überraschend amtlichen Sound in den kleinen Laden. Also ab in die Pension und noch ein wenig chillen, das Konzert beginnt heute erst um 22:00 Uhr. Warmes Catering gibt es heute nicht, aber wir haben noch Brotreserven und vertilgen die, während wir uns am Notebook durch ein paar Jahrzehnte Musikgeschichte hören oder noch ein wenig Schönheitsschlaf nachholen.
Gegen 9 geht es zurück zum Club (dank Navi kein so großes Problem, wie es bei dem Straßengewirr sein könnte). 5 Symbols sind inzwischen auch eingetroffen und haben ihren Soundcheck absolviert, es steht also alles bereit. Der Club füllt sich zusehends mit Leuten, allerdings mit überwiegend völlig schrägen Vögeln, teilweise schräger als uns lieb ist. Da findet sich mehr als eine Schlägervisage, zwei oder drei nicken auch schon betrunken an den Tischen ein. Als Flo einem der Anwesenden klar zu machen versucht, dass der Balkon über dem Mischpult heute als Backstagebereich dient und er da deswegen nicht rauf könne, kommt es schon beinahe zu Handgreiflichkeiten. Das übliche Kommunikationsproblem macht die Sache hier auch nicht gerade leichter. Wir sehen dem restlichen Abend inzwischen mit relativ gemischten Gefühlen entgegen.
Bei 5 Symbols bleibt noch alles ziemlich gelassen, um nicht zu sagen gelangweilt. Eigentlich unverdient, denn die Jungs liefern einen sehr ordentlichen Auftritt ab.
Dann aber ran ans Gefecht. Kurzer Umbau, Into und ab geht es. Was nun folgt, dürfte einer der seltsamsten Auftritt sein, die wir bislang gespielt haben. Das Publikum ist völlig gemischt, vom kurgeschorenen Hardcorefan über klassische Metaller, Knüppelfanatiker und Alternativerocker ist alles vertreten. Und so schwappt die Stimmung vor der Bühne von Song zu Song. Mal hauen ein paar Typen tum, dann tanzen ein paar Mädels, dann wippen wieder alle mit den Köpfen. Dazu bekommen wir ständig Mittelfinger vor die Nase gehalten (was aber wohl eher als Anfeuerung zu verstehen ist, denn im nächsten Moment gehen die Betreffenden wieder völlig ab). Ein paar Jungs aus dem Publikum greifen sich eins der Mikros und grunzen und brüllen mehrere Songs lang irgendwas mit (zur allgemeinen Begeisterung), andere kommen auf die Bühne und pogen zwischen uns, zum Schluss sind auch noch die Jungs von 5 Symbols auf der Bühne (heute ist unsere letzte gemeinsame Show) und gehen mit uns ab. Das ganze ist schon lange nicht mehr in unserer Kontrolle, wir reagieren einfach nur noch auf die Situation und machen das alles irgendwie mit. Völlig seltsam und irgendwie auch eine Ecke zu krass, weil wir auch überhaupt nicht mehr einschätzen können, was als nächstes passieren wird. Aber irgendwie haben alles ihren Spaß und es bleibt auch friedlich.
Nach der Show haben wir haufenweite Leute, die Merch von uns wollen aber keine Kohle dafür haben und deswegen endlose Diskussionen (natürlich mit Händen und Füßen) anfangen. Der Überflieger dabei ist der Typ, der sich vorher mit Flo angelegt hat und nun unbedingt eine CD gegen Dope tauschen will. Von dieser Ansicht will er sich dann auch nicht abbringen lassen.
Auch nachher bleibt der Abend noch schräg. Christoph und ich werden von einem Junky mit irgendwelchen deutschen und englischen Brocken zugetextet, die nicht ansatzweise Sinn ergeben. Ein anderer drückt mir minutenlang freundlich lächelnd rein, dass ich genauso aussehen würde wie ein Freund von ihm. Irgendwann schaut er mich völlig ernst an und meint: "and he is dead". Ah ja, alles klar, danke für das Gespräch.
Irgendwann streichen wir dann die Segel, verabschieden uns von 5 Symbols, die ein paar Tage lang eine sehr angenehme Tourbegleitung waren und machen uns auf dem Weg zur Pension. Den Bus nehmen wir mit, wird schon passen (was es natürlich auch tut) und fallen ziemlich fertig in die Betten. Das war dann also Znojmo.
Stefan
Eigentlich hatte man uns am Abend davor gesagt, dass wir frühestens um 11 raus müssen, aber auch hier klopft es um 10 an die Tür und eine Putzfrau gibt uns zu verstehen, dass wir hier langsam mal raus sollen. Passt, wir wollen eh noch ein wenig von der Stadt sehen.
5 Symbols fahren gleich weiter nach Zlin, wir fahren in die Altstadt und schauen uns erst mal die Burg an. Im Souvenierladen treffen wir einen Verkäufer, der bei Rosenheim Fußball gespielt hat und nutzen die Ausnahme, einen Deutschsprachigen zu treffen, um uns alle möglichen Infos zu holen, die wir so brauchen (z.B., dass man hier für die Autobahnen einen Vignette braucht, hüstel ...). Wir hauen ihn auch gleich um einen Essenstipp an, aber das von ihm empfohlene Restaurant hat leider geschlossen. Wie fast alles hier, denn auch in der Slowakei ist Allerheiligen ein Feiertag. Also bleibt uns nur die Altstadt, in der es die typischen Touri-Abzock-Schuppen gibt, die auch am Feiertag arbeiten. Schon bald spricht uns ein Rattenfänger an und erzählt uns was von "traditionell slowakischer Küche", alles klar. Wider besseren Wissens folgen wir ihm, denn wir haben Hunger. Die Preise sind dann auch westlicher als westlich, wir zahlen für das Essen mehr als die ganze restliche Woche zusammen. Aber dafür schmeckt es ziemlich ordentlich und die Portionen sind auch reichlich. Was solls.
Noch ein paar Photos und ein wenig bummeln, dann geht es wieder auf Achse. Und diesmal sind die Straßen wieder völlig absurd. Ohne Navi würden wir wohl einfach verzweifelt stehen bleiben, weil wir nicht glauben könnten, dass diese winzige Straße durch den Wald, bei der wir alle 15 Minuten mal an einem (zerfallenen) Haus vorbeikommen wirklich nach Zlin führt. So ist es aber und nach stundenlangem Rumgekurve kommen wir tatsächlich auch mal an.
Das Golem ist im Keller eines Bowlingcenters untergebracht und ein ziemlich geräumiger und moderner Club mit Betten, Duschen und - tadaa - WLAN, so dass wir mal wieder mit dem Rest der Welt kommunizieren können. Sehr schön das alles. Woran es leider heute fehlt, sind die Leute. Im größten Club der ganzen Tour (mit fetter Bühne, fetter Anlage und einem ausgesprochen fähigen Hausmischer) haben wir heute die geringsten Besucherzahlen und die Anwesenden sitzen auch eher im Hintergrund herum als in die Nähe der Tanzfläche zu kommen. Da auch hier niemand Englisch spricht, verpuffen unsere Aufforderungen, nun endlich mal vor die Bühne zu kommen auch so ziemlich im Nichts. Aber 5 Symbols springen in die Bresche und gehen bei den ersten Songs vor der Bühne so richtig ab, was dann doch ein paar andere Leute nach vorne holt. Extrem geile Aktion!
Da wir direkt im Club pennen und am gleichen Abend weder einladen noch fahren müssen, nutzen wir die Gelegenheit zum ausgiebigen Feiern mit 5 Symbols. Wir haben die Laden eh für uns allein und so fließt noch einiges an Bier, bis die letzten die Segel streichen.
Stefan
5 Symbols fahren gleich weiter nach Zlin, wir fahren in die Altstadt und schauen uns erst mal die Burg an. Im Souvenierladen treffen wir einen Verkäufer, der bei Rosenheim Fußball gespielt hat und nutzen die Ausnahme, einen Deutschsprachigen zu treffen, um uns alle möglichen Infos zu holen, die wir so brauchen (z.B., dass man hier für die Autobahnen einen Vignette braucht, hüstel ...). Wir hauen ihn auch gleich um einen Essenstipp an, aber das von ihm empfohlene Restaurant hat leider geschlossen. Wie fast alles hier, denn auch in der Slowakei ist Allerheiligen ein Feiertag. Also bleibt uns nur die Altstadt, in der es die typischen Touri-Abzock-Schuppen gibt, die auch am Feiertag arbeiten. Schon bald spricht uns ein Rattenfänger an und erzählt uns was von "traditionell slowakischer Küche", alles klar. Wider besseren Wissens folgen wir ihm, denn wir haben Hunger. Die Preise sind dann auch westlicher als westlich, wir zahlen für das Essen mehr als die ganze restliche Woche zusammen. Aber dafür schmeckt es ziemlich ordentlich und die Portionen sind auch reichlich. Was solls.
Noch ein paar Photos und ein wenig bummeln, dann geht es wieder auf Achse. Und diesmal sind die Straßen wieder völlig absurd. Ohne Navi würden wir wohl einfach verzweifelt stehen bleiben, weil wir nicht glauben könnten, dass diese winzige Straße durch den Wald, bei der wir alle 15 Minuten mal an einem (zerfallenen) Haus vorbeikommen wirklich nach Zlin führt. So ist es aber und nach stundenlangem Rumgekurve kommen wir tatsächlich auch mal an.
Das Golem ist im Keller eines Bowlingcenters untergebracht und ein ziemlich geräumiger und moderner Club mit Betten, Duschen und - tadaa - WLAN, so dass wir mal wieder mit dem Rest der Welt kommunizieren können. Sehr schön das alles. Woran es leider heute fehlt, sind die Leute. Im größten Club der ganzen Tour (mit fetter Bühne, fetter Anlage und einem ausgesprochen fähigen Hausmischer) haben wir heute die geringsten Besucherzahlen und die Anwesenden sitzen auch eher im Hintergrund herum als in die Nähe der Tanzfläche zu kommen. Da auch hier niemand Englisch spricht, verpuffen unsere Aufforderungen, nun endlich mal vor die Bühne zu kommen auch so ziemlich im Nichts. Aber 5 Symbols springen in die Bresche und gehen bei den ersten Songs vor der Bühne so richtig ab, was dann doch ein paar andere Leute nach vorne holt. Extrem geile Aktion!
Da wir direkt im Club pennen und am gleichen Abend weder einladen noch fahren müssen, nutzen wir die Gelegenheit zum ausgiebigen Feiern mit 5 Symbols. Wir haben die Laden eh für uns allein und so fließt noch einiges an Bier, bis die letzten die Segel streichen.
Stefan
"Zimmer Zehn Schluss!", so beginnt der Tag mit einem griesgrämig schauenden Herbergsvater an unserer Zimmertür. Also räumen wir widerwillig die Betten und machen uns auf die Suche nach Frühstück. Das Restaurant im Haus macht einen eher zwiespältigen Eindruck, also entscheiden wir uns für den Pennymarkt um die Ecke. Da sollte eigentlich alles ganz einfach sein, aber schon an der Kasse gibt es die ersten Schwierigkeiten und einen Flo, der mit einem "ich weiß nicht, was sie von mir will" vor der Kassiererin steht. Richtig sportlich wird dann das Wurstsemmelkaufen beim Metzger vor dem Markt, aber da hier alle eigentlich recht freundlich sind und die Sache allgemein von allen Anwesenden mit viel Humor genommen wird, lässt sich auch das meistern.
Nach dieser kleinen Stärkung geht es dann auch wieder direkt auf die Straße, denn wir haben doch 400 km vor uns, die meist über Landstraße verlaufen und somit doch einiges an Zeit kosten. Wir kommen aber recht gut durch und sind damit auf die Minuten pünktlich um 16:00 Uhr am Club in Bratislava, das im Vergleich zum doch ziemlich ärmlichen Strakonice wie eine typische westliche Großstadt wirkt. Inklusive der Parkplatzprobleme, den das Randal hat keinen Parkplatz und liegt an zwei ziemlich vielbefahrenen Straßen. Also direkt hinter dem Streifenwagen den Warnblinker rein und im absoluten Halteverbot stehenbleiben und ausladen. Scheint die Beamten aber nicht weiter zu stören.
Der Club ist um einiges größer und professioneller als am Vorabend, der Tourveranstalter ist anwesend und außerdem sprechen die meisten Englisch. Deutlich einfachere Bedingungen also. Außerdem gibt es Duschen, was wir schon mal gerne in Anspruch nehmen.
Zwar macht uns Petr, der Veranstalter keine großen Hoffnungen, was die Besucherzahlen angeht, da im Moment alle Konzerte ziemlich schlecht laufen. Der Osten ist halt auch nicht mehr das, was er mal war. Aber als die erste Band anfängt (die den wunderschönen Namen Beer Society trägt, sehr viel Zakk Wylde gehört hat und eigentlich ganz geil ist), finden sich doch gut 50 Nasen vor der Bühne ein. Ganz OK also.
Da 5 Symbols noch auf der Straße festhängen, spielen wir heute an zweiter Position. Kein Problem, die Leute sind eh schon angeheizt und so kommen wir auch früher ans Bier. Der Auftritt läuft reibungslos und hier haben die Leute auch richtig Bock. Irgendwo in der Mitte scheint es zwar einen kleinen Durchhänger zu geben, aber mit For The Crowd haben wir selbige dann wieder auf unserer Seite und können einen klaren Sieg nach Punkten einfahren.
5 Symbols, die gerade noch rechtzeitig eintreffen, tun sich da schon deutlich schwerer. Scheint nicht so ganz ihr Publikum zu sein und irgendwie steckt ihnen wohl auch noch die Anfahrt in den Knochen.
Egal, wir vertreiben uns die Zeit mit den Jungs der Beer Society und einigen Fans und beginnen schon mal eine recht feuchtfröhliche After-Show-Party, die auch noch einige Zeit geht und einige der Anwesenden ziemlich in Mitleidenschaft zieht. Zum Beispiel den Türsteher, der inzwischen völlig dicht den Eingang "bewacht" und sich schließlich schlafend über die eigenen Schuhe kotzt.
Sehr malerisch. Aber auch die schönsten Abende haben ein Ende. Petr drängt uns zum Aufbruch, da wir heute noch unsere Zimmer in dem "Hotel" beziehen müssen, die er für uns und 5 Symbols gebucht hat. Und da wird es mal so richtig ostig. Ein malerischer Plattenbau mit Stahltoren, die von 2 Schäferhunden bewacht werden. Drin eine Matrone an der Rezeption, die unsere Ausweise kassiert. Dann in einem übelst krachenden und knackenden Aufzug in den vierten Stock, gefühlte 400 Meter durch einen nackten, weißen, neonbeleuchteten Gang zu unseren Zimmer. Eigentlich sind es kleine Wohnungen mit Kochnische, Dusche, Klo und 2 Zweibettzimmern. Eigentlich. In Wahrheit ist es die Resopalhölle. Plastik, Linoleum, dreckiger Teppich, halt runterhängende Vorhänge in kackbraun und Gilb, und der Geruch spricht von wochenlanger Frischluftverweigerung. Aber wenigstens sind die Betten sauber und das feste Team Hammer/Schönweitz schläft sowieso immer bei offenem Fenster. Das bringt uns zwar die Autobahn direkt darunter nah an die Ohren, ist aber insgesamt die klar bessere Alternative. Gute Nacht, Bratislava!
Stefan
Nach dieser kleinen Stärkung geht es dann auch wieder direkt auf die Straße, denn wir haben doch 400 km vor uns, die meist über Landstraße verlaufen und somit doch einiges an Zeit kosten. Wir kommen aber recht gut durch und sind damit auf die Minuten pünktlich um 16:00 Uhr am Club in Bratislava, das im Vergleich zum doch ziemlich ärmlichen Strakonice wie eine typische westliche Großstadt wirkt. Inklusive der Parkplatzprobleme, den das Randal hat keinen Parkplatz und liegt an zwei ziemlich vielbefahrenen Straßen. Also direkt hinter dem Streifenwagen den Warnblinker rein und im absoluten Halteverbot stehenbleiben und ausladen. Scheint die Beamten aber nicht weiter zu stören.
Der Club ist um einiges größer und professioneller als am Vorabend, der Tourveranstalter ist anwesend und außerdem sprechen die meisten Englisch. Deutlich einfachere Bedingungen also. Außerdem gibt es Duschen, was wir schon mal gerne in Anspruch nehmen.
Zwar macht uns Petr, der Veranstalter keine großen Hoffnungen, was die Besucherzahlen angeht, da im Moment alle Konzerte ziemlich schlecht laufen. Der Osten ist halt auch nicht mehr das, was er mal war. Aber als die erste Band anfängt (die den wunderschönen Namen Beer Society trägt, sehr viel Zakk Wylde gehört hat und eigentlich ganz geil ist), finden sich doch gut 50 Nasen vor der Bühne ein. Ganz OK also.
Da 5 Symbols noch auf der Straße festhängen, spielen wir heute an zweiter Position. Kein Problem, die Leute sind eh schon angeheizt und so kommen wir auch früher ans Bier. Der Auftritt läuft reibungslos und hier haben die Leute auch richtig Bock. Irgendwo in der Mitte scheint es zwar einen kleinen Durchhänger zu geben, aber mit For The Crowd haben wir selbige dann wieder auf unserer Seite und können einen klaren Sieg nach Punkten einfahren.
5 Symbols, die gerade noch rechtzeitig eintreffen, tun sich da schon deutlich schwerer. Scheint nicht so ganz ihr Publikum zu sein und irgendwie steckt ihnen wohl auch noch die Anfahrt in den Knochen.
Egal, wir vertreiben uns die Zeit mit den Jungs der Beer Society und einigen Fans und beginnen schon mal eine recht feuchtfröhliche After-Show-Party, die auch noch einige Zeit geht und einige der Anwesenden ziemlich in Mitleidenschaft zieht. Zum Beispiel den Türsteher, der inzwischen völlig dicht den Eingang "bewacht" und sich schließlich schlafend über die eigenen Schuhe kotzt.
Sehr malerisch. Aber auch die schönsten Abende haben ein Ende. Petr drängt uns zum Aufbruch, da wir heute noch unsere Zimmer in dem "Hotel" beziehen müssen, die er für uns und 5 Symbols gebucht hat. Und da wird es mal so richtig ostig. Ein malerischer Plattenbau mit Stahltoren, die von 2 Schäferhunden bewacht werden. Drin eine Matrone an der Rezeption, die unsere Ausweise kassiert. Dann in einem übelst krachenden und knackenden Aufzug in den vierten Stock, gefühlte 400 Meter durch einen nackten, weißen, neonbeleuchteten Gang zu unseren Zimmer. Eigentlich sind es kleine Wohnungen mit Kochnische, Dusche, Klo und 2 Zweibettzimmern. Eigentlich. In Wahrheit ist es die Resopalhölle. Plastik, Linoleum, dreckiger Teppich, halt runterhängende Vorhänge in kackbraun und Gilb, und der Geruch spricht von wochenlanger Frischluftverweigerung. Aber wenigstens sind die Betten sauber und das feste Team Hammer/Schönweitz schläft sowieso immer bei offenem Fenster. Das bringt uns zwar die Autobahn direkt darunter nah an die Ohren, ist aber insgesamt die klar bessere Alternative. Gute Nacht, Bratislava!
Stefan
Dienstag mittag, die übliche Frage, ob man alles gepackt hat oder wenigstens nur was unwichtiges vergessen. 6 Tage Tschechien und Slowakei liegen vor uns, endlich sind wir mal wieder on the road. Diesmal nur die Band allein, keine fleißigen Helferlein. Das bedeutet zwar mehr Arbeit, aber im Gegenzug auch reichlich Platz im Bus. Wir können uns die Fahrt also gemütlich machen.
Bis zur Grenze gepflegte Langeweile. Dann ändert sich zumindest die Außenwelt ziemlich deutlich. Statt Autobahn gibt es nur noch eine extrem kurvige Landstraße. Die Häuser sind verfallen oder beinhalten Puffs ("Neue Mädchen hier") oder Ramschläden. Wie deprimierend muss es sein, hier zu leben während ein paar Kilometer weiter die deutsche Grenze ist.
Nach viel Geschaukel kommen wir irgendwann nach Straconice, wo uns die angeblich bayerische (aber tatsächlich österreichische) Ansagerstimme unseres Navis dann auch anstandslos zur Zieladresse leitet. Aber ist das auch der Club? Wir stehen auf dem Kiesparkplatz eines Fußballplatzes. Nebendran steht ein dunkles Haus mit einem Clubschild dran, das aber eher wie ein ziemlich fertiges Vereinsheim aussieht als wie ein Club. Alles dunkel, keine Plakate oder sonstiges. Die paar Jugendlichen in der Nähe sprechen weder Englisch noch Deutsch und wir natürlich auch kein Tschechisch. Also Telefonat mit dem Tourveranstalter, der uns bestätigt, dass das hier tatsächlich der Club ist, der auch irgendwann öffnen wird. Am Fußballplatz ist es nicht so spannend, wir fahren darum zurück in die Stadt, tauschen Geld um und versorgen uns mit Bier.
Zurück am Club ist dann inzwischen tatsächlich jemand von 5 Symbols (der tschechischen Band, mit denen wir diese Woche unterwegs sind) und mit denen können wir ein paar Brocken deutsch und englisch radebrechten.
So unscheinbar der Laden von außen aussieht, drinnen ist das doch alles recht ansehlich. Nett eingerichtet, einigermaßen große Bühne. Zwar ist die Kommunikation mit dem nur tschechisch sprechenden Mischer eine ziemliche Herausforderung, die dadurch, das hier alles sehr eigenwillig verkabelt ist, nicht gerade kleiner wird. Aber da muss man dann eben improvisieren. Und hin wie her, der Mischer gibt sich alle Mühe und so bekommen wir dann doch was vernünftiges zustande. Nach uns dann der Soundcheck der anderen Bands, bei dem alle Beteiligten die Ruhe weg haben und es niemand zu interessieren scheint, dass der Club inzwischen geöffnet hat und die ersten vereinzelten Besucher eintreffen. Das ganze geht dann auch irgendwie nahtlos in den erste Band über, eine lokale Nachwuchsband, die den Abend eröffnet. Und absolut grauenhaft schlecht ist. Die (nicht besonders zahlreichen) Gäste sitzen dann auch ziemlich gelangweilt an den Tischen rum und beschäftigen sich mehr mit Bier als mit der Musik. Wir sitzen am Rand und ahnen furchtbares für den ersten Abend.
Aber zu Unrecht, wie sich schon bei 5 Symbols rausstellt, die danach auf die Bretter gehen. Auf einmal stehen die Leute vorne und gehen mit, was natürlich auch daran liegt, dass 5 Symbols ungefähr 5 Klassen besser sind als die Band davor. Also doch nicht alles verloren.
Die Umbauten zwischen den Bands laufen genauso entspannt wie der Soundcheck, auch im Publikum scheint niemand zu erwarten, dass sich hier irgendjemand beeilt. Die Band spielt eben wenn sie spielt.
Intro gibt es nicht, als angeschlagen und los geht’s. Und wie so oft wenn man im Vorfeld wenig erwartet, wird es ein ziemlich guter Gig. Trotz mäßiger Anlage und Kommunikationsproblemen mit dem Mischer ist der Bühnensound genau richtig und uns macht die Sache auch so richtig Spaß. Auch die Leute vor der Bühne nehmen das alles gut an, nur die Ansagen sind halt völlig für die Katz, weil auch hier kaum jemand eine Fremdsprache beherrscht. Alles in allem ein ziemlich gelungener Auftakt.
Aftershowpartie gibt es zwar keine wirkliche, aber unser Hotel liegt direkt nebenan und so genehmigen wir uns auf dem Balkon noch ein oder zwei Absacker, bis es mal genug für den ersten Abend ist und wir uns in die Decken kuscheln.
Stefan
Bis zur Grenze gepflegte Langeweile. Dann ändert sich zumindest die Außenwelt ziemlich deutlich. Statt Autobahn gibt es nur noch eine extrem kurvige Landstraße. Die Häuser sind verfallen oder beinhalten Puffs ("Neue Mädchen hier") oder Ramschläden. Wie deprimierend muss es sein, hier zu leben während ein paar Kilometer weiter die deutsche Grenze ist.
Nach viel Geschaukel kommen wir irgendwann nach Straconice, wo uns die angeblich bayerische (aber tatsächlich österreichische) Ansagerstimme unseres Navis dann auch anstandslos zur Zieladresse leitet. Aber ist das auch der Club? Wir stehen auf dem Kiesparkplatz eines Fußballplatzes. Nebendran steht ein dunkles Haus mit einem Clubschild dran, das aber eher wie ein ziemlich fertiges Vereinsheim aussieht als wie ein Club. Alles dunkel, keine Plakate oder sonstiges. Die paar Jugendlichen in der Nähe sprechen weder Englisch noch Deutsch und wir natürlich auch kein Tschechisch. Also Telefonat mit dem Tourveranstalter, der uns bestätigt, dass das hier tatsächlich der Club ist, der auch irgendwann öffnen wird. Am Fußballplatz ist es nicht so spannend, wir fahren darum zurück in die Stadt, tauschen Geld um und versorgen uns mit Bier.
Zurück am Club ist dann inzwischen tatsächlich jemand von 5 Symbols (der tschechischen Band, mit denen wir diese Woche unterwegs sind) und mit denen können wir ein paar Brocken deutsch und englisch radebrechten.
So unscheinbar der Laden von außen aussieht, drinnen ist das doch alles recht ansehlich. Nett eingerichtet, einigermaßen große Bühne. Zwar ist die Kommunikation mit dem nur tschechisch sprechenden Mischer eine ziemliche Herausforderung, die dadurch, das hier alles sehr eigenwillig verkabelt ist, nicht gerade kleiner wird. Aber da muss man dann eben improvisieren. Und hin wie her, der Mischer gibt sich alle Mühe und so bekommen wir dann doch was vernünftiges zustande. Nach uns dann der Soundcheck der anderen Bands, bei dem alle Beteiligten die Ruhe weg haben und es niemand zu interessieren scheint, dass der Club inzwischen geöffnet hat und die ersten vereinzelten Besucher eintreffen. Das ganze geht dann auch irgendwie nahtlos in den erste Band über, eine lokale Nachwuchsband, die den Abend eröffnet. Und absolut grauenhaft schlecht ist. Die (nicht besonders zahlreichen) Gäste sitzen dann auch ziemlich gelangweilt an den Tischen rum und beschäftigen sich mehr mit Bier als mit der Musik. Wir sitzen am Rand und ahnen furchtbares für den ersten Abend.
Aber zu Unrecht, wie sich schon bei 5 Symbols rausstellt, die danach auf die Bretter gehen. Auf einmal stehen die Leute vorne und gehen mit, was natürlich auch daran liegt, dass 5 Symbols ungefähr 5 Klassen besser sind als die Band davor. Also doch nicht alles verloren.
Die Umbauten zwischen den Bands laufen genauso entspannt wie der Soundcheck, auch im Publikum scheint niemand zu erwarten, dass sich hier irgendjemand beeilt. Die Band spielt eben wenn sie spielt.
Intro gibt es nicht, als angeschlagen und los geht’s. Und wie so oft wenn man im Vorfeld wenig erwartet, wird es ein ziemlich guter Gig. Trotz mäßiger Anlage und Kommunikationsproblemen mit dem Mischer ist der Bühnensound genau richtig und uns macht die Sache auch so richtig Spaß. Auch die Leute vor der Bühne nehmen das alles gut an, nur die Ansagen sind halt völlig für die Katz, weil auch hier kaum jemand eine Fremdsprache beherrscht. Alles in allem ein ziemlich gelungener Auftakt.
Aftershowpartie gibt es zwar keine wirkliche, aber unser Hotel liegt direkt nebenan und so genehmigen wir uns auf dem Balkon noch ein oder zwei Absacker, bis es mal genug für den ersten Abend ist und wir uns in die Decken kuscheln.
Stefan
Wie lange haben wir auf den Release von Pain Of Creation gewartet? Der Name war mehr als nur einmal Programm...
Aber nun steht sie im Laden und es ist Zeit, das gebührend zu feiern. Und wie feiert man einen CD-Release am besten? Natürlich mit einem Auftritt. Oder noch besser mit zweien. Heute erstmal dort, wo alles vor beinahe 15 Jahren begonnen hat – im JUZ Holzkirchen.
Vor uns wärmen Screams Of Farewell, Insane aus Ungarn (die einen hervorragenden Auftritt hinlegen, aber von den meisten Leuten missachtet werden weil die lieber draußen beim Quatschen stehen – böser Fehler!) und unseren alten Bekannten von Apron das Publikum vor und machen dabei vielleicht ihre Sache fast zu gut. Als wir als vierte auf die Bühne gehen, ist die Temperatur im Saunabereich, der Sauerstoffgehalt in der Nähe von Null und der Biervorrat an der Bar beinahe aufgebraucht. Und so wirken die Leute vor der Bühne schon bei den ersten Nummer ziemlich ausgepowert. Schade eigentlich, denn wir haben ja schon so richtig Bock. Da helfen auch Sittis Animationsversuche und spontane Stunts von Andelz leider wenig, die Masse scheint schon ziemlich müde zu sein. Müssen wir halt mit ein paar Eisernen alleine rocken, hilft ja nichts. Zum Schluss reicht es ja doch noch für Zugabenforderungen aus dem Publikum.
Dann ist es aber auch gut, wir haben ja schließlich noch eine Verabredung mit dem Bier und begeben uns zum Feiern im mittelkleinen Kreis mit einigen anderen in Awa's Pub. Da wir am nächsten Tag auch wieder spielen, lassen wir uns nicht auf das "Wer-verträgt-am-meisten-Spielchen" ein, was bei den Ungarn auch keine besonders schlau Idee gewesen wäre. Die sind nämlich derbe trinkfest und haben als wir heimwanken ziemlich übel einen im Tee. Netter Abend, auch wenn man hin und wieder bei Konzerten im Landkreis den Eindruck hat, dass vielen die Gelegenheit zum Saufen wichtiger ist als die Musik.
Stefan
Aber nun steht sie im Laden und es ist Zeit, das gebührend zu feiern. Und wie feiert man einen CD-Release am besten? Natürlich mit einem Auftritt. Oder noch besser mit zweien. Heute erstmal dort, wo alles vor beinahe 15 Jahren begonnen hat – im JUZ Holzkirchen.
Vor uns wärmen Screams Of Farewell, Insane aus Ungarn (die einen hervorragenden Auftritt hinlegen, aber von den meisten Leuten missachtet werden weil die lieber draußen beim Quatschen stehen – böser Fehler!) und unseren alten Bekannten von Apron das Publikum vor und machen dabei vielleicht ihre Sache fast zu gut. Als wir als vierte auf die Bühne gehen, ist die Temperatur im Saunabereich, der Sauerstoffgehalt in der Nähe von Null und der Biervorrat an der Bar beinahe aufgebraucht. Und so wirken die Leute vor der Bühne schon bei den ersten Nummer ziemlich ausgepowert. Schade eigentlich, denn wir haben ja schon so richtig Bock. Da helfen auch Sittis Animationsversuche und spontane Stunts von Andelz leider wenig, die Masse scheint schon ziemlich müde zu sein. Müssen wir halt mit ein paar Eisernen alleine rocken, hilft ja nichts. Zum Schluss reicht es ja doch noch für Zugabenforderungen aus dem Publikum.
Dann ist es aber auch gut, wir haben ja schließlich noch eine Verabredung mit dem Bier und begeben uns zum Feiern im mittelkleinen Kreis mit einigen anderen in Awa's Pub. Da wir am nächsten Tag auch wieder spielen, lassen wir uns nicht auf das "Wer-verträgt-am-meisten-Spielchen" ein, was bei den Ungarn auch keine besonders schlau Idee gewesen wäre. Die sind nämlich derbe trinkfest und haben als wir heimwanken ziemlich übel einen im Tee. Netter Abend, auch wenn man hin und wieder bei Konzerten im Landkreis den Eindruck hat, dass vielen die Gelegenheit zum Saufen wichtiger ist als die Musik.
Stefan
Ach Frankfurt! Was soll ich nur sagen? Ich weiß ja, du bist eine HipHop-Metropole. Und wahrscheinlich haben auch die ganzen Banken, Roland Koch und der Äppelwoi ihre Spuren hinterlassen. Aber hey, jetzt mal so unter uns, du bist doch auch die Heimat von Tankard. Da muss doch rock- und metalmässig einfach mehr gehen. Wir haben es ja nun schon mehrmals miteinander versucht und haben uns wirklich Mühe mit dir gegeben. Und die paar Leute, die du uns immer schickst, haben ja auch alles gegeben und hatten Spaß. Aber mal ganz ehrlich, 20 Nasen kann doch nicht alles sein. Ein paar Kilometer weiter in Darmstadt oder (wie am nächsten Tag) Gießen klappt es doch auch! Du willst dich doch von denen nicht schlagen lassen, oder? Und nicht nur der Auftritt, wie waren ja danach noch im "Nachtleben". Mal ganz ehrlich, Frankfurt. Das verstehst du unter einem Rockclub? Gute Güte, dann wundert mich wirklich nichts mehr.
So leid es mir tut, aber wir sind langsam echt an dem Punkt, an dem wir uns fragen, ob das noch was wird mit uns. Auf manche Töpfe passt halt einfach kein Deckel.
Stefan
So leid es mir tut, aber wir sind langsam echt an dem Punkt, an dem wir uns fragen, ob das noch was wird mit uns. Auf manche Töpfe passt halt einfach kein Deckel.
Stefan
Das Hyrtlhaus im niederösterreichischen Perchtoldsdorf ist inzwischen sowas wie unsere Niederlassung in Österreich. Wir sind da in schöner Regelmässigkeit einmal im Jahr und haben jedesmal einen Haufen Spaß. Die After-Show-Parties sind dabei einfach nur legendär. Da macht auch der diesmalige Auftritt keine Ausnahme. Zwar ist eine etwas blöde Fahrerei, da der Auftritt am Vortag in Brno kurzfristig abgesagt wurde und wir so nur für die eine Show bis nach Wien fahren. Aber davon lassen wir uns die Laune nicht verderben.
Wir sind rechtzeitig da, haben also genug Zeit für Aufbau und Soundcheck und können alles sehr ruhig angehen lassen. Mark ist zwar leider nicht dabei, aber Hausmischer Dan macht seine Sache sehr gut und so können wir es amtlich krachen lassen. Auch wenn das Publikum diesmal ungewohnt hüftsteif ist und Sitti tief in die Animationskiste greifen muss um die Leute aus der Reserve zu locken. Eine Geburtstagsfeier am Vortag hat wohl ihre Spuren hinterlassen. Merke: nächstes Mal wieder Freitag statt Samstag spielen.
Nach dem Auftritt fließen mal wieder Bier und Jägermeister in Strömen. Ich muss zugeben, dass die letzte Jägerrunde vielleicht die entscheidende zu viel war und ich dann doch recht spontan die Segel gestrichen hab, aber der Rest hat mich dem Hörensagen nach wohl doch amtlich vertreten.
Das wiederholen wir auf alle Fälle nächstes Jahr wieder!
Stefan
Wir sind rechtzeitig da, haben also genug Zeit für Aufbau und Soundcheck und können alles sehr ruhig angehen lassen. Mark ist zwar leider nicht dabei, aber Hausmischer Dan macht seine Sache sehr gut und so können wir es amtlich krachen lassen. Auch wenn das Publikum diesmal ungewohnt hüftsteif ist und Sitti tief in die Animationskiste greifen muss um die Leute aus der Reserve zu locken. Eine Geburtstagsfeier am Vortag hat wohl ihre Spuren hinterlassen. Merke: nächstes Mal wieder Freitag statt Samstag spielen.
Nach dem Auftritt fließen mal wieder Bier und Jägermeister in Strömen. Ich muss zugeben, dass die letzte Jägerrunde vielleicht die entscheidende zu viel war und ich dann doch recht spontan die Segel gestrichen hab, aber der Rest hat mich dem Hörensagen nach wohl doch amtlich vertreten.
Das wiederholen wir auf alle Fälle nächstes Jahr wieder!
Stefan
Eigentlich sind wir eine ja eine weitestgehend unpolitische Band, die weder eine Message noch überhaupt eine einheitliche Meinung zu politischen Themen hat.. Aber bei gewissen Themen kann man sich nicht damit rausreden, unpolitisch zu sein. In einer Zeit, in der rechtes Gedankengut wieder zunehmend salonfähig wird, in der rechtsradikale Politiker in Landtage gewählt werden und in der sich das braune Pack auch in der Metalszene immer unverhohlener einzunisten beginnt, ist deswegen der Punkt für alle Musiker ebendieser Szene erreicht, klar Stellung zu beziehen. Insofern war das Aufmucken gegen Rechts schon mehr als einfach nur ein weiterer Auftritt, sondern durchaus auch ein Anliegen für uns.
Als wir nachmittags in Kassel eintreffen, sind wir noch etwas angeschlagen vom Vortag. Aber wir haben ja noch reichlich Zeit bis zum Auftritt.
Das Festival findet mitten in der Stadt in der Fußgängerzone am Königsplatz statt, wir können also nur zum Ausladen vorfahren. Danach erfreut uns eine ausführliche Parkplatzsuche, was sich ähnlich nervig gestaltet wie Samstag Abend in Schwabing. Dass nebendran die documenta stattfindet, macht die Sache auch nicht eben leichter. Schließlich findet sich aber tatsächlich was in erreichbarer Nähe.
Dann heißt es erst mal chillen und wieder Kräfte tanken. Das Festival mitten in der Innenstadt läuft inzwischen warm und auf der Bühne wechseln sich Bands und Redner ab. Anfangs sind die Reaktionen von Publikum und Passanten noch recht verhalten, aber im Laufe des Nachmittags füllt sich der Platz vor der Bühne zusehends und sowohl Musik wie auch Redebeiträge werden interessiert verfolgt.
Die Musik ist bunt gemischt, wir liegen eher am härteren Ende des Spektrums, von dem her sind wir etwas skeptisch, wie das beim Publikum so ankommen wird. Aber die Sorge ist unberechtigt, denn wir heute läuft alles komplett anders als gestern. Die Technik funktioniert einwandfrei, der Sound auf und vor der Bühne ist genau so, wie er sein soll, die Bühne ist von den Ausmaßen her ideal und spielerisch läuft alles wie am Schnürchen. Während der Auftritt gestern zu unseren schwächsten zählte spielen wir heute dagegen einen unserer besten. Und das schwappt auch auf die Leute über, auch wenn das Publikum wesentlich weniger auf Metal eingestellt ist als am Tag zuvor. Großartig.
Bei der Thematik des Abends fällt die After-Show-Party natürlich sehr viel verhaltener aus als sonst, wobei die Stimmung ja durchaus positiv ist. Wir machen uns dann auch relativ bald nach Veranstaltungsende auf den Weg zu der Musikerwohnung, in der wir zusammen mit anderen die Nacht verbringen werden. Da fließen dann auch noch einige Biere, bis der letzte die Segel gestrichen hat. Was uns aber nicht daran hindert, am nächsten Morgen wie gewohnt ziemlich früh die Heimfahrt anzutreten.
Alles in allem ein sehr erfolgreiches und gelungenes Wochenende.
Stefan
Als wir nachmittags in Kassel eintreffen, sind wir noch etwas angeschlagen vom Vortag. Aber wir haben ja noch reichlich Zeit bis zum Auftritt.
Das Festival findet mitten in der Stadt in der Fußgängerzone am Königsplatz statt, wir können also nur zum Ausladen vorfahren. Danach erfreut uns eine ausführliche Parkplatzsuche, was sich ähnlich nervig gestaltet wie Samstag Abend in Schwabing. Dass nebendran die documenta stattfindet, macht die Sache auch nicht eben leichter. Schließlich findet sich aber tatsächlich was in erreichbarer Nähe.
Dann heißt es erst mal chillen und wieder Kräfte tanken. Das Festival mitten in der Innenstadt läuft inzwischen warm und auf der Bühne wechseln sich Bands und Redner ab. Anfangs sind die Reaktionen von Publikum und Passanten noch recht verhalten, aber im Laufe des Nachmittags füllt sich der Platz vor der Bühne zusehends und sowohl Musik wie auch Redebeiträge werden interessiert verfolgt.
Die Musik ist bunt gemischt, wir liegen eher am härteren Ende des Spektrums, von dem her sind wir etwas skeptisch, wie das beim Publikum so ankommen wird. Aber die Sorge ist unberechtigt, denn wir heute läuft alles komplett anders als gestern. Die Technik funktioniert einwandfrei, der Sound auf und vor der Bühne ist genau so, wie er sein soll, die Bühne ist von den Ausmaßen her ideal und spielerisch läuft alles wie am Schnürchen. Während der Auftritt gestern zu unseren schwächsten zählte spielen wir heute dagegen einen unserer besten. Und das schwappt auch auf die Leute über, auch wenn das Publikum wesentlich weniger auf Metal eingestellt ist als am Tag zuvor. Großartig.
Bei der Thematik des Abends fällt die After-Show-Party natürlich sehr viel verhaltener aus als sonst, wobei die Stimmung ja durchaus positiv ist. Wir machen uns dann auch relativ bald nach Veranstaltungsende auf den Weg zu der Musikerwohnung, in der wir zusammen mit anderen die Nacht verbringen werden. Da fließen dann auch noch einige Biere, bis der letzte die Segel gestrichen hat. Was uns aber nicht daran hindert, am nächsten Morgen wie gewohnt ziemlich früh die Heimfahrt anzutreten.
Alles in allem ein sehr erfolgreiches und gelungenes Wochenende.
Stefan
Zur Abwechslung mal wieder Open Air und derer dann gleich zwei an einem Wochenende. Heute ist das Traffic Jam in der Nähe von Darmstadt dran, bevor es morgen nach Kassel weitergeht.
Die Anfahrt fällt ziemlich nervig aus, da wir von einem Stau in den nächsten fahren. Eigentlich sollten jetzt zum Ferienbeginn alle nach Süden unterwegs sein aber ein paar haben das wohl nicht so ganz verstanden. Aber irgendwann endet auch der nervigste Stau und wir kommen trotz allem noch halbwegs pünktlich zum Festival, wo wir uns allerdings mit dem Bus quer durch den Campingplatz müssen um zur Bühne zu gelangen. Ein richtiger Spaß inklusive mehrerer Wendeaktionen zwischen den Zelten, bis wir dann endlich in dem Backstagebereich kommen. Wir haben noch locker Zeit und können deswegen ganz in Ruhe unser Equipment bereit stellen, uns umziehen und noch ein gemütlich ein Bier in der Sonne trinken. Das Wetter ist obendrein hervorragend (fast zu gut, denn die Sonne knallt voll auf die Bühne, aber das soll das kleinste Problem sein). Da kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Eigentlich. Denn obwohl wir mit dem Umbauen ziemlich flott sind, hat die Technikcrew einige Probleme mit Flos Trigger, so dass wir auch nach mehrfachem Neuverkabeln die Wahl zwischen fiesem Brummen oder grottigem Sound haben. Schließlich läuft es auf eine Zwischenlösung mit teilweise mikrofoniertem und teilweise getriggertem Schlagzeug raus. Damit kann Mark zumindest auf der Front einen brauchbaren Sound fahren, der Bühnensound dagegen bleibt eher durchwachsen, da wir nicht noch Zeit mit einem Check dafür verschwenden wollen. Wir sind eh schon eine Viertelstunde über der Zeit und müssen 2 Songs aus dem Set streichen. Dazu hat die ganze Aktion ordentlich an den Nerven gezerrt, Sonne und Bühnensound tun dann ihr Übriges. Ich denke, wir müssen wohl zugeben, dass das musikalisch einer der miesesten Gigs wird, den wir seit sehr langer Zeit gespielt haben. Überraschenderweise scheinen die Leute uns das aber nicht krumm zu nehmen, denn vor der Bühne ist es nicht nur gut gefüllt, die Leute gehen auch durchaus an - inklusive Wall of Death und Circle Pit und mit was die Jugend von heute sonst noch so ihren Spaß hat. Sehr coole Sache das!
Wir sind trotzdem nicht ganz unglücklich, als die Sache wieder ein Ende hat, weil es auf der Bühne eben doch mehr Kampf als Spaß war. Aber sei's drum. Abhaken, Bier köpfen und auf den nächsten Auftritt freuen. Da es noch recht früh am Tag ist bleibt viel Zeit zum Essen und Trinken und die nutzen wir auch entsprechend mit alten und neuen Bekannten. Besonders die ausgiebigen Hitler-Imitationen und -Witze eines gewissen nicht näher genannten Darmstädter Frontschweins sorgen für Frohsinn und Heiterkeit und stimmen uns schon mal auf das Aufmucken gegen Rechts ein, bei dem wir am nächsten Tag spielen werden.
Spezielle Grüße an dieser Stelle auch an die Jungs von Heaven Shall Burn, die einmal mehr gezeigt haben, dass sie nicht nur eine phantastische Live-Band, sondern auch hinter der Bühne extrem sympathisch sind und nicht ansatzweise abgehoben. Wir freuen uns schon aufs nächste Mal!
Stefan
Die Anfahrt fällt ziemlich nervig aus, da wir von einem Stau in den nächsten fahren. Eigentlich sollten jetzt zum Ferienbeginn alle nach Süden unterwegs sein aber ein paar haben das wohl nicht so ganz verstanden. Aber irgendwann endet auch der nervigste Stau und wir kommen trotz allem noch halbwegs pünktlich zum Festival, wo wir uns allerdings mit dem Bus quer durch den Campingplatz müssen um zur Bühne zu gelangen. Ein richtiger Spaß inklusive mehrerer Wendeaktionen zwischen den Zelten, bis wir dann endlich in dem Backstagebereich kommen. Wir haben noch locker Zeit und können deswegen ganz in Ruhe unser Equipment bereit stellen, uns umziehen und noch ein gemütlich ein Bier in der Sonne trinken. Das Wetter ist obendrein hervorragend (fast zu gut, denn die Sonne knallt voll auf die Bühne, aber das soll das kleinste Problem sein). Da kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Eigentlich. Denn obwohl wir mit dem Umbauen ziemlich flott sind, hat die Technikcrew einige Probleme mit Flos Trigger, so dass wir auch nach mehrfachem Neuverkabeln die Wahl zwischen fiesem Brummen oder grottigem Sound haben. Schließlich läuft es auf eine Zwischenlösung mit teilweise mikrofoniertem und teilweise getriggertem Schlagzeug raus. Damit kann Mark zumindest auf der Front einen brauchbaren Sound fahren, der Bühnensound dagegen bleibt eher durchwachsen, da wir nicht noch Zeit mit einem Check dafür verschwenden wollen. Wir sind eh schon eine Viertelstunde über der Zeit und müssen 2 Songs aus dem Set streichen. Dazu hat die ganze Aktion ordentlich an den Nerven gezerrt, Sonne und Bühnensound tun dann ihr Übriges. Ich denke, wir müssen wohl zugeben, dass das musikalisch einer der miesesten Gigs wird, den wir seit sehr langer Zeit gespielt haben. Überraschenderweise scheinen die Leute uns das aber nicht krumm zu nehmen, denn vor der Bühne ist es nicht nur gut gefüllt, die Leute gehen auch durchaus an - inklusive Wall of Death und Circle Pit und mit was die Jugend von heute sonst noch so ihren Spaß hat. Sehr coole Sache das!
Wir sind trotzdem nicht ganz unglücklich, als die Sache wieder ein Ende hat, weil es auf der Bühne eben doch mehr Kampf als Spaß war. Aber sei's drum. Abhaken, Bier köpfen und auf den nächsten Auftritt freuen. Da es noch recht früh am Tag ist bleibt viel Zeit zum Essen und Trinken und die nutzen wir auch entsprechend mit alten und neuen Bekannten. Besonders die ausgiebigen Hitler-Imitationen und -Witze eines gewissen nicht näher genannten Darmstädter Frontschweins sorgen für Frohsinn und Heiterkeit und stimmen uns schon mal auf das Aufmucken gegen Rechts ein, bei dem wir am nächsten Tag spielen werden.
Spezielle Grüße an dieser Stelle auch an die Jungs von Heaven Shall Burn, die einmal mehr gezeigt haben, dass sie nicht nur eine phantastische Live-Band, sondern auch hinter der Bühne extrem sympathisch sind und nicht ansatzweise abgehoben. Wir freuen uns schon aufs nächste Mal!
Stefan
Was für ein Scheißwetter, es schüttet in Strömen und ist dazu so kalt, dass ich mir auf der Hinfahrt schon eine Decke im Bus wünsche. Das Kuckucksnest ist ein winziger Club, der in Berchtesgaden über den Bahnhof direkt am Hand liegt. Straße dahin gibt es keine, nur einen Fußweg, über den wir den Bus aber zumindest an den Club bugsieren können. Das Equipment den Hang rauf- und runterzuschleppen wäre auch bei gutem Wetter ein eher geringer Spaß.
Walls Of Jericho hängen noch irgendwo auf der Autobahn fest und kommen wohl erst kurz vor ihrer Bühnenzeit, also kümmern wir uns um Bühnenaufbau und Soundcheck. Auf der kleinen Bühne wird müssen wir eh so platzsparend wie nur möglich aufbauen. Christoph wandert in die Ecke, ich hab genau eine Säule vor der Nase. Vom Publikum werd ich da wohl eher wenig mitbekommen. Viel zum Checken gibt es auch nicht, die kleine PA reicht mit Müh und Not für den Gesang und ein wenig Schlagzeug, den Rest müssen wir über die Amps machen. Es wird also mal wieder richtig laut und übel auf der Bühne. Aber dafür auch so richtig voll. Schon eine halbe Stunde vor dem Einlass zwängen sich zahlreiche Leute unter das kleine Vordach vor dem Club, um ein wenig dem regen zu entgehen. Sobald die Türen geöffnet werden, füllt sich der Club bin zum Anschlag. 180 Leute dürfen rein und die kommen auch, obwohl es ein Montag Abend und Berchtesgaden nicht gerade eine Musikhochburg ist. Hauptsächlich natürlich Hardcorekids, aber auch das eine oder andere Metalshirt ist zu erblicken. Als Backstageraum steht nur das Lager hinter der Bar zur Verfügung und da inzwischen fast kein Durchkommen mehr ist, bleiben wir auf der Bühne und dem kleinen Merchbereich neben dran und vertreiben uns da die Zeit bis zum Auftritt. Dann kann es endlich los gehen. Wie erwartet ist es heiß, eng und mörderisch laut. Da die Leute direkt vor der niedrigen Bühne den Sound ziemlich schlucken, kommt Mark mehrfach auf die Bühne und dreht unsere Amps lauter. Aber die Leute haben Bock auf Sound und gehen vom ersten Moment an richtig ab. Viel Platz zum Rumhauen ist nicht, aber der wird konsequent genutzt und zum Schluss springt auch Sitti in die Meute und fügt zu den Fußabdrücken an der Decke noch ein paar hinzu. Ich kann zwar wenig sehen und noch weniger hören, da mir vor allem mein Amp ins Ohr brüllt, aber von der Publikumsreaktion her kann man den Gig auf alle Fälle als Erfolg werten.
Inzwischen sind auch Walls Of Jericho angekommen. An ein Austauschen der Backline ist nicht zu denken, weder würde wir ihre Boxen durch die Leute bekommen noch gäbe es einen Ort, wo wir unsere deponieren könnten. Dazu stapeln sich etliche Kartons mit Shirts in dem eh schon engen Raum neben der Bühne. Aber irgendwie bekommen wir das alles geregelt und Candace und ihre Jungs können loslegen. Zwar war bei uns die Stimmung schon geil, aber man merkt doch vom ersten Moment, weswegen die Leute da sind. Vor der Bühne tobt der Mob, auch der der Sound mehr als bescheiden ist. Inzwischen ist kein Sauerstoff mehr im Raum und der Schweiß tropft von der Decke (bzw. wird von den Stagedivern runter getreten). Krasser Auftritt.
Nach dem Auftritt hat es wenigstens endlich zu regnen aufgehört, so dass wir unsere Sachen zumindest trocken in den Bus bekommen. Da geht auch alles ziemlich flott. Wir müssen am nächsten Tag wieder arbeiten, Walls Of Jericho müssen weiter zur nächsten Show. Also keine Party sondern zügig raus und ab in die Heia. Bis zum nächsten Mal.
Stefan
Walls Of Jericho hängen noch irgendwo auf der Autobahn fest und kommen wohl erst kurz vor ihrer Bühnenzeit, also kümmern wir uns um Bühnenaufbau und Soundcheck. Auf der kleinen Bühne wird müssen wir eh so platzsparend wie nur möglich aufbauen. Christoph wandert in die Ecke, ich hab genau eine Säule vor der Nase. Vom Publikum werd ich da wohl eher wenig mitbekommen. Viel zum Checken gibt es auch nicht, die kleine PA reicht mit Müh und Not für den Gesang und ein wenig Schlagzeug, den Rest müssen wir über die Amps machen. Es wird also mal wieder richtig laut und übel auf der Bühne. Aber dafür auch so richtig voll. Schon eine halbe Stunde vor dem Einlass zwängen sich zahlreiche Leute unter das kleine Vordach vor dem Club, um ein wenig dem regen zu entgehen. Sobald die Türen geöffnet werden, füllt sich der Club bin zum Anschlag. 180 Leute dürfen rein und die kommen auch, obwohl es ein Montag Abend und Berchtesgaden nicht gerade eine Musikhochburg ist. Hauptsächlich natürlich Hardcorekids, aber auch das eine oder andere Metalshirt ist zu erblicken. Als Backstageraum steht nur das Lager hinter der Bar zur Verfügung und da inzwischen fast kein Durchkommen mehr ist, bleiben wir auf der Bühne und dem kleinen Merchbereich neben dran und vertreiben uns da die Zeit bis zum Auftritt. Dann kann es endlich los gehen. Wie erwartet ist es heiß, eng und mörderisch laut. Da die Leute direkt vor der niedrigen Bühne den Sound ziemlich schlucken, kommt Mark mehrfach auf die Bühne und dreht unsere Amps lauter. Aber die Leute haben Bock auf Sound und gehen vom ersten Moment an richtig ab. Viel Platz zum Rumhauen ist nicht, aber der wird konsequent genutzt und zum Schluss springt auch Sitti in die Meute und fügt zu den Fußabdrücken an der Decke noch ein paar hinzu. Ich kann zwar wenig sehen und noch weniger hören, da mir vor allem mein Amp ins Ohr brüllt, aber von der Publikumsreaktion her kann man den Gig auf alle Fälle als Erfolg werten.
Inzwischen sind auch Walls Of Jericho angekommen. An ein Austauschen der Backline ist nicht zu denken, weder würde wir ihre Boxen durch die Leute bekommen noch gäbe es einen Ort, wo wir unsere deponieren könnten. Dazu stapeln sich etliche Kartons mit Shirts in dem eh schon engen Raum neben der Bühne. Aber irgendwie bekommen wir das alles geregelt und Candace und ihre Jungs können loslegen. Zwar war bei uns die Stimmung schon geil, aber man merkt doch vom ersten Moment, weswegen die Leute da sind. Vor der Bühne tobt der Mob, auch der der Sound mehr als bescheiden ist. Inzwischen ist kein Sauerstoff mehr im Raum und der Schweiß tropft von der Decke (bzw. wird von den Stagedivern runter getreten). Krasser Auftritt.
Nach dem Auftritt hat es wenigstens endlich zu regnen aufgehört, so dass wir unsere Sachen zumindest trocken in den Bus bekommen. Da geht auch alles ziemlich flott. Wir müssen am nächsten Tag wieder arbeiten, Walls Of Jericho müssen weiter zur nächsten Show. Also keine Party sondern zügig raus und ab in die Heia. Bis zum nächsten Mal.
Stefan
Silent Decay on the Road again. Wieder mal ein neues Land erkunden.
Dieses mal ging es nach Bratislawa in der Slowakei. Das heißt wieder mal knapp 500 Kilometer fahren, aber egal was tut man nicht alles für eine Show.
Hinzu kam dass Stefan seinen Urlaub schon lange geplant hatte. Weil sich in diesem Zeitraum aber noch 2 weitere Shows ergeben haben, hat sich Stefan um einen Ersatz gekümmert, damit wir diese Shows trotzdem spielen können.
Der Ersatz war kein wenigerer als Steve von "Crust´n Drillaz". Steve hat sich das komplette Liveset in 2 Wochen draufgeschafft. *Respect* Abfahrt 12:00 Uhr Mittag Bahnhof Holzkirchen. Fahrt war relativ unspektakulär. Flo ist wieder mal souverän in viereinhalb Stunden durchgefahren... Als wir in Bratislawa angekommen sind, haben wir uns vom Veranstalter erstmal an einer Tankstelle abholen lassen, da wir an diesem Tag kein Navigationsgerät hatten und uns auch nicht wirklich in der Stadt auskannten...
Als wir am Club angekommen sind: Ausladen. Nach kurzer Klärung, dass nicht genug Platz sei und dass sowieso Boxen da sind, haben wir auf unsere eigenen Boxen verzichtet und "nur" den Rest ausgeladen. Für Soundcheck waren wir anscheinend zu spät und deshalb hieß es für uns und Marc am Mischpult, Linecheck direkt vor dem Gig. Da wir wenigstens schon vorher den Drumcomputer für die Triggersignale anschließen und testen konnten, war uns schon viel erspart.
Für den heutigen Abend standen insgesamt 6 Bands auf dem Programm. Wir als letzte, Juhu... Als wir aber nach der dritten Band gemerkt haben, dass sich der Zeitplan ausnahmsweise : nicht einhalten lässt, haben wir den Veranstalter gefragt, ob wir nicht etwas früher spielen konnten, da wir in der selben Nacht noch heimfahren mussten!!
Das war dann kein Problem. Also sind wir nach 4Bands (3 slowakische Bands, Thrash, Death, einer "Death"-Revival Band und einer Ungarischen Band) auch auf die Bretter (kürzeste Umbauzeit, trotz kompletten Schlagzeugumbau). Kurz alle Instrumente angecheckt. Intro rein und los. Sound war perfekt, die Leute waren der Hammer. Aufgrund der Hitze und Zeit haben wir 2 Songs "Open Your Eyes" und "For the Crowd" kurzerhand aus dem Set verbannt. Steve hat sein Zeug astrein runtergespielt. Marc hatte am Pult auch Spaß. Es kamen danach irgendwelche Slowaken zu ihm. Er hat kein Wort verstanden, aber als sie dann die Daumen nach oben getan haben, konnte man vermuten, dass sie es wohl cool fanden.
Ein gelungener Auftritt. Danach relativ schnell Abbauen, ein Bier vor Ort und ein paar für die Fahrt(wir merkten erst am nächsten Tag dass diese alkoholfrei waren, hehe) und ab nach Hause.
Christoph
Dieses mal ging es nach Bratislawa in der Slowakei. Das heißt wieder mal knapp 500 Kilometer fahren, aber egal was tut man nicht alles für eine Show.
Hinzu kam dass Stefan seinen Urlaub schon lange geplant hatte. Weil sich in diesem Zeitraum aber noch 2 weitere Shows ergeben haben, hat sich Stefan um einen Ersatz gekümmert, damit wir diese Shows trotzdem spielen können.
Der Ersatz war kein wenigerer als Steve von "Crust´n Drillaz". Steve hat sich das komplette Liveset in 2 Wochen draufgeschafft. *Respect* Abfahrt 12:00 Uhr Mittag Bahnhof Holzkirchen. Fahrt war relativ unspektakulär. Flo ist wieder mal souverän in viereinhalb Stunden durchgefahren... Als wir in Bratislawa angekommen sind, haben wir uns vom Veranstalter erstmal an einer Tankstelle abholen lassen, da wir an diesem Tag kein Navigationsgerät hatten und uns auch nicht wirklich in der Stadt auskannten...
Als wir am Club angekommen sind: Ausladen. Nach kurzer Klärung, dass nicht genug Platz sei und dass sowieso Boxen da sind, haben wir auf unsere eigenen Boxen verzichtet und "nur" den Rest ausgeladen. Für Soundcheck waren wir anscheinend zu spät und deshalb hieß es für uns und Marc am Mischpult, Linecheck direkt vor dem Gig. Da wir wenigstens schon vorher den Drumcomputer für die Triggersignale anschließen und testen konnten, war uns schon viel erspart.
Für den heutigen Abend standen insgesamt 6 Bands auf dem Programm. Wir als letzte, Juhu... Als wir aber nach der dritten Band gemerkt haben, dass sich der Zeitplan ausnahmsweise : nicht einhalten lässt, haben wir den Veranstalter gefragt, ob wir nicht etwas früher spielen konnten, da wir in der selben Nacht noch heimfahren mussten!!
Das war dann kein Problem. Also sind wir nach 4Bands (3 slowakische Bands, Thrash, Death, einer "Death"-Revival Band und einer Ungarischen Band) auch auf die Bretter (kürzeste Umbauzeit, trotz kompletten Schlagzeugumbau). Kurz alle Instrumente angecheckt. Intro rein und los. Sound war perfekt, die Leute waren der Hammer. Aufgrund der Hitze und Zeit haben wir 2 Songs "Open Your Eyes" und "For the Crowd" kurzerhand aus dem Set verbannt. Steve hat sein Zeug astrein runtergespielt. Marc hatte am Pult auch Spaß. Es kamen danach irgendwelche Slowaken zu ihm. Er hat kein Wort verstanden, aber als sie dann die Daumen nach oben getan haben, konnte man vermuten, dass sie es wohl cool fanden.
Ein gelungener Auftritt. Danach relativ schnell Abbauen, ein Bier vor Ort und ein paar für die Fahrt(wir merkten erst am nächsten Tag dass diese alkoholfrei waren, hehe) und ab nach Hause.
Christoph
In der Kantine in Augsburg hatten wir in der Vergangenheit eigentlich immer ziemlich geile (und auch gut besuchte) Auftritte. Die Erwartungen waren also durchaus hoch, auch wenn das Wetter prügelheiss und die Leute damit Grillen und Freibad als Alternative hatten. Wie es sich für solch sommerliche Temperaturen gehört, hatte ich mir zielgerecht zum Auftritt eine Sommergrippe eingefangen und konnte mich so über Fieber und Schüttelfrost freuen. Na ja, wenigstens war mir nicht zu heiß.
Demzufolge hab ich mich dann auch nach dem Soundcheck in den Bus verzogen und versucht, die Zeit bis zum Auftritt schlafend zu überbrücken. Da die anderen Bands aber drauf bestanden haben, auf der Bühne rumzulärmen, ist daraus dann nicht viel geworden ;-)
Also hab ich mich dann doch vor den Club begeben und dort wenigsten meinen Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen mittels mehrerer Liter Apfelschorle wieder aufzufangen. Die anderen Bands hab ich mir allerdings geknickt, im Raum war es mir dann doch zu heiß und zu verraucht. Den Spaß konnte ich mir ja zu unserem Auftritt noch gönnen. Die zahlreich erschienenen Anwesenden hatten aber wohl durchaus ihren Spaß, wie es den Anschein hatte.
Wie erwartet, so kam es dann auch. Erfahrungsgemäß treten Krankheiten sehr schnell in den Hintergrund, wenn man auf der Bühne steht und das Intro läuft. Zwar war es etwas anstrengender als sonst, aber davon abgesehen kam die Grippe dann erst danach wieder zum Tragen (dafür aber dann so richtig, meine Fresse). Aber genug der Jammerei, der Auftritt war fett und er war es wert. Auch wenn aufgrund der vorgerückten Stunde (der Zeitplan wurde natürlich wie üblich nicht eingehalten) die Reihen im Publikum schon spürbar gelichtet waren. Der ÖPNV in Augsburg fährt halt leider nur bis hab 12. Aber die noch Anwesenden schienen durchaus nicht weniger Spaß zu haben als wir, also gibt es da nichts zu meckern. Die Kantine bleibt ein gutes Pflaster für uns.
Nach geringen Orientierungsproblemen haben wir es dann später tatsächlich noch geschafft, den Weg aus dem Gelände zu finden. Ab ins Bett!
Stefan
Demzufolge hab ich mich dann auch nach dem Soundcheck in den Bus verzogen und versucht, die Zeit bis zum Auftritt schlafend zu überbrücken. Da die anderen Bands aber drauf bestanden haben, auf der Bühne rumzulärmen, ist daraus dann nicht viel geworden ;-)
Also hab ich mich dann doch vor den Club begeben und dort wenigsten meinen Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen mittels mehrerer Liter Apfelschorle wieder aufzufangen. Die anderen Bands hab ich mir allerdings geknickt, im Raum war es mir dann doch zu heiß und zu verraucht. Den Spaß konnte ich mir ja zu unserem Auftritt noch gönnen. Die zahlreich erschienenen Anwesenden hatten aber wohl durchaus ihren Spaß, wie es den Anschein hatte.
Wie erwartet, so kam es dann auch. Erfahrungsgemäß treten Krankheiten sehr schnell in den Hintergrund, wenn man auf der Bühne steht und das Intro läuft. Zwar war es etwas anstrengender als sonst, aber davon abgesehen kam die Grippe dann erst danach wieder zum Tragen (dafür aber dann so richtig, meine Fresse). Aber genug der Jammerei, der Auftritt war fett und er war es wert. Auch wenn aufgrund der vorgerückten Stunde (der Zeitplan wurde natürlich wie üblich nicht eingehalten) die Reihen im Publikum schon spürbar gelichtet waren. Der ÖPNV in Augsburg fährt halt leider nur bis hab 12. Aber die noch Anwesenden schienen durchaus nicht weniger Spaß zu haben als wir, also gibt es da nichts zu meckern. Die Kantine bleibt ein gutes Pflaster für uns.
Nach geringen Orientierungsproblemen haben wir es dann später tatsächlich noch geschafft, den Weg aus dem Gelände zu finden. Ab ins Bett!
Stefan
Kleines Festival mit lauter lokalen Bands, 15 Minuten von zu Hause weg, Spielposition als vorletzte vor unseren alten Bekannten Dryrot. Klingt erst mal richtig gut und nach viel Vorfreude. Aber manchmal läuft es einfach nicht so, wie es sollte. Eigentlich hatten wir schon im Vorfeld ein schlechtes Omen namens Kartenvorverkauf. Jede Band hatte ein (eh schon bescheidenes) Kontigent von Karten, das sie zu verkaufen hatte. Kein Problem, ist ja schließlich quasi ein Heimspiel. Ja denkste. Natürlich hatten alle irgendwie schon was anderes vor oder es kam ihnen was dazwischen. Letztlich haben wir die Karten schon unters Volk gebracht, aber wie zäh das ging, das kann eigentlich gar nicht sein.
Egal. Samstag nachmittag, die Sonne scheint und der verdammte FC Bayern bekommt gerade von Stuttgart die Hucke voll und verspielt damit nicht nur die Chancen auf die Meisterschaft, sondern auch auf die Champions League - alles bestens also. Im Saal wird schon seit 15 Uhr gerockt, allerdings vor kaum einer Handvoll Leute, was einen bei dem Wetter nicht weiter wundern muss. Auch wir ziehen die Sonne den Bands vor - sorry folks, aber heute gibt es noch mehr als genug Musik.
Ebenfalls keine große Überraschung sind die Zeitverzögerungen, die Band für Band einschleichen und die Auftrittszeiten immer weiter nach hinten schieben. Wir albern mit Dryrot rum und versuchen so, die Zeit zu überbrücken, bis wir endlich dran sind. Geplant war dann eigentlich, ruckzuck umzubauen (unsere Backline war eh schon auf der Bühne), kurz anzuchecken und dann den Raum in Schutt und Asche zu legen. Die Betonung liegt allerdings auf geplant. Denn wie immer, wenn es eh schon knapp ist, wirft Murphy dir fröhlich noch ein paar Knüppel zwischen die müden Beine. Es gibt Probleme mit der Verkabelung und dem Trigger und so verballern wir eine halbe Stunde mit Problembehebungen. Als das endlich alles läuft, können wir dann aus Zeitgründen nur noch einen Minimalsoundcheck machen, der weder auf noch vor der Bühne einen zufriedenstellenden Sound zum Ergebnis hat - trotz aller Bemühungen am Pult. Dazu haben sich ganzen Punk-Kiddies, die die Mehrzahl des Publikums gestellt haben, inzwischen getrollt. Nach 8 Bands auch irgendwo verständlich. Naja, der kleine Rest hat jedenfalls Bock und auch genug Platz zum Pogen vor der Bühne. Eigentlich läuft es für die Begleitumstände ganz gut, bis ca. zeitgleich Andelz Amp den Dienst verweigert und die Veranstalter der Ansicht sind, dass wir als einzige aller Bands die Verspätung auszugleichen und unser Set zu kürzen hätten. Damit wäre es dann eigentlich nach 2/3 des Sets eh erledigt gewesen, aber dann konnte Andelz das Problem doch in einem defekten Kabel lokalisieren und beheben und da wir mit der Art der Aufforderungen nicht so ganz einverstanen und auch zu dem Zeitpunkt generell schon ein wenig angepisst waren, haben wir dann eben doch noch 2 Songs gespielt. Vielleicht nicht unbedingt besonders feinfühlig und diplomatisch, aber sei's drum. Ein dickes Sorry vor allem Dryrot, die deswegen noch später auf die Bühne kamen und am allerwenigsten dafür konnten.
Aber das alles hat sich auch wieder klären lassen. Es gibt halt nicht nur Shows mit Sonnenschein und auch die anderen muss man durchziehen und lernt was draus. Und ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, ich hätte keinen Spaß auf der Bühne gehabt.
Stefan
PS: Ich hatten zu späterer Stunde noch ein längeres Gespräch mit dem Wirt und daraus entstand dann der Plan, dort nochmal einen Auftritt in übersichtlicherem Rahmen zu veranstalten, bei dem wir dann auch beim Publikum wieder was gut machen können.
Ebenfalls keine große Überraschung sind die Zeitverzögerungen, die Band für Band einschleichen und die Auftrittszeiten immer weiter nach hinten schieben. Wir albern mit Dryrot rum und versuchen so, die Zeit zu überbrücken, bis wir endlich dran sind. Geplant war dann eigentlich, ruckzuck umzubauen (unsere Backline war eh schon auf der Bühne), kurz anzuchecken und dann den Raum in Schutt und Asche zu legen. Die Betonung liegt allerdings auf geplant. Denn wie immer, wenn es eh schon knapp ist, wirft Murphy dir fröhlich noch ein paar Knüppel zwischen die müden Beine. Es gibt Probleme mit der Verkabelung und dem Trigger und so verballern wir eine halbe Stunde mit Problembehebungen. Als das endlich alles läuft, können wir dann aus Zeitgründen nur noch einen Minimalsoundcheck machen, der weder auf noch vor der Bühne einen zufriedenstellenden Sound zum Ergebnis hat - trotz aller Bemühungen am Pult. Dazu haben sich ganzen Punk-Kiddies, die die Mehrzahl des Publikums gestellt haben, inzwischen getrollt. Nach 8 Bands auch irgendwo verständlich. Naja, der kleine Rest hat jedenfalls Bock und auch genug Platz zum Pogen vor der Bühne. Eigentlich läuft es für die Begleitumstände ganz gut, bis ca. zeitgleich Andelz Amp den Dienst verweigert und die Veranstalter der Ansicht sind, dass wir als einzige aller Bands die Verspätung auszugleichen und unser Set zu kürzen hätten. Damit wäre es dann eigentlich nach 2/3 des Sets eh erledigt gewesen, aber dann konnte Andelz das Problem doch in einem defekten Kabel lokalisieren und beheben und da wir mit der Art der Aufforderungen nicht so ganz einverstanen und auch zu dem Zeitpunkt generell schon ein wenig angepisst waren, haben wir dann eben doch noch 2 Songs gespielt. Vielleicht nicht unbedingt besonders feinfühlig und diplomatisch, aber sei's drum. Ein dickes Sorry vor allem Dryrot, die deswegen noch später auf die Bühne kamen und am allerwenigsten dafür konnten.
Aber das alles hat sich auch wieder klären lassen. Es gibt halt nicht nur Shows mit Sonnenschein und auch die anderen muss man durchziehen und lernt was draus. Und ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, ich hätte keinen Spaß auf der Bühne gehabt.
Stefan
PS: Ich hatten zu späterer Stunde noch ein längeres Gespräch mit dem Wirt und daraus entstand dann der Plan, dort nochmal einen Auftritt in übersichtlicherem Rahmen zu veranstalten, bei dem wir dann auch beim Publikum wieder was gut machen können.
8 Uhr morgens. Seltsamerweise wache ich ein paar Minuten vor dem Wecker auf und bin deswegen nicht ganz so geschockt wie der Rest der Truppe, als Flo sie gewohnt zärtlich aus den Betten prügelt. Der Abend davor steckt uns noch in den Knochen, aber da wir gute 700 km bis Darmstadt vor uns haben, hilft das alles nichts. Also raus aus den Federn und ab in den Bus. Noch ein kurzes Frühstück an der Tanke (das man in Österreich im Gegensatz zu Deutschland für einen vernünftigen Preis bekommt) geht es dann zackig auf die Autobahn. Alles läuft gut - bis Aschaffenburg. Das war schon oft ein Nadelöhr und ist auch diesmal wieder eine Katastrophe. Hier geht nichts mehr. Also runter von der Straße und quer über die Dörfer geschlagen. Zwar will uns das Navi öfters mal zurück auf die Autobahn lenken, aber wir können uns trotzdem nach Darmstadt durchschlagen. Allerdings kostet uns die Aktion gute 2 Stunden und so bricht nach unserer Ankunft am Steinbruch Theater dann auch gleich die Hektik aus, da wir ja die Backline stellen. Also mal gepflegte Hektik, während die erste Band sich an den Soundcheck macht. Da wir wieder nur Linecheck machen, hält sich der Streß bei uns in Grenzen. Wir haben eher damit zu kämpfen, noch rechtzeitig vor dem Auftritt an unser Essen zu kommen. Aber auch diese Aufgabe wird gemeistert.
Unsere Shows in Darmstadt waren bislang eigentlich immer mindestens gut, was nicht zuletzt an der hohen Zahl dort stationierter amerikanischer GIs liegt, die auf Konzerten mal so richtig Laune machen. Heute ist die Bude gesteckt voll (zu einem guten Teil mit ebendiesen Jungs und Mädels), das alles ist also sehr vielversprechend. Und die Erwartungen werden mehr als erfüllt. Die Leute gehen ab und pushen uns immer weiter, der Sound ist dank Mark hervorragend, alles perfekt. Der Schweiß fließt in Strömen und leider ist das alles viel zu schnell wieder vorbei.
Während nach uns noch Casketnail das Haus rocken, treffen wir alte und neue Bekannte aus Darmstadt und den USA (unter anderem Soldaten, die uns erzählen, dass sie unsere CD aus dem Irak für 30 € übers Internet gekauft haben - wie krass ist das denn bitte?). Das ganze geht nahtlos über in Party und Bier. Aber irgendwann ist auch dieser Abend zu Ende und wir werden zu unserer Übernachtungsmöglichkeit kutschiert, wo wir uns alle ganz schnucklig aneinanderkuscheln. Bis zum nächsten Morgen um 8, als wieder mal Flos Handy klingelt. Deja vú.
Stefan
Stefan
Die Arena in Wien ist eine ehemalig besetzte Punk-Kommune, die selbigen irgendwann mal offziell von der Stadt überschrieben wurde. Das ist sehr viel sympathischer als ein Polizei-Einsatz und hat dazu geführt, dass die Punks einen Verein gegründet und ein sehr alternatives und vor allem sehr geiles Veranstaltungszentrum mit Clubs, Bühnen, Proberäumen, Büros und Wohnung geschaffen haben. Dementsprechend bewegt man sich zwischen Iroträgern, die gerade eine neue Terasse betonieren, dabei ordentlich laut Mucke hören und Dosenbier trinken, reichlich bunten und gepiercten Mädels an der Essensausgabe (freundlicherweise nicht nur vegan, sondern auch Bayermagen-geeignet) und allerlei anderem alternative Volk. Das mag nicht jedermanns Sache sein, wir finden das alles aber sehr angenehm.
Nach dem Einquartieren in eine der Wohnungen geht es an die Bühnenaufbauten. Die Arena dürfte zu den wenigen Clubs gehören, die den Musikern eine komplette Backline zur Verfügung stellen (Boxen, Amps, Drums und das nicht mal billig), wovon die anderen Bands auch Gebrauch machen. Wir staunen, verwenden aber natürlich trotzdem unsere eigenen Sachen, um die Überraschungen zu minimieren.
Da es insgesamt 5 Bands sind, gibt es keinen richtigen Soundcheck, sondern nur einen Linecheck direkt vor unserem Auftritt. Das macht es für Mark, der uns heute zum ersten Mal als Mischer begleitet, nicht unbedingt leichter, aber er meistert seine Aufgabe ohne Fehl und Tadel.
Was wir allerdings zu spüren bekommen ist die Anzahl der Bands. Wir gehen als vierte auf die Bühne und entweder ist es einigen Anwesenden schon zu spät, oder sie haben nach drei Bands bereits die Lust verloren. Dazu legt der Hausmischer in der Umbaupause dermaßen arschfade Musik auf, dass sich das komplette Publikum in den Vorraum mit der Bar verzieht. Wir dürfen also vor leerem Raum beginnen und es dauert auch einen halben Song, bis zumindest ein paar Leute den Weg zurück vor die Bühne finden. Wir nehmen die Herausforderung natürlich an und setzen uns das Ziel, bis zum Ende der Show wieder alle Leute bei uns zu haben und das gelingt uns auch. Zwar sind wie gesagt schon einige gegangen, aber der Rest ist wieder da, wo er hingehört. Ein gutes Gefühl, wenn die Mühe sich lohnt. Vor allem, wenn sie zudem so viel Spaß macht wie dieser Auftritt.
Die letzte Band hat dann definitiv die Arschkarte gezogen, bemüht sich aber trotzdem tapfer, die paar Verbliebenen zu unterhalten. Wir führen derweil noch ein paar Gespräche am Merchstand und beschäftigen uns mit den österreichischen Biersorten. Schließlich versumpfen wir im Backstageraum und stellen irgendwann mal fest, dass wir jetzt eigentlich auch mal den Bus einladen könnten, nachdem außer uns und Veranstalter Knacki niemand mehr da ist. Der macht aber trotzdem keinen Streß und hat trotz vorgerückter Stunde noch Zeit für einen gemütlichen Plausch.
Auf dem Weg über das Gelände zu unserem Schlafplatz dröhnt uns aus einem anderen Haus noch laute Anarchomusik entgegen. Also noch ein wenig im kleinen Punk-Club an der Ecke abhängen, bis wir dann schließlich in die Betten fallen. Wir müssen ja am nächsten Morgen wieder früh raus.
Stefan
Nach dem Einquartieren in eine der Wohnungen geht es an die Bühnenaufbauten. Die Arena dürfte zu den wenigen Clubs gehören, die den Musikern eine komplette Backline zur Verfügung stellen (Boxen, Amps, Drums und das nicht mal billig), wovon die anderen Bands auch Gebrauch machen. Wir staunen, verwenden aber natürlich trotzdem unsere eigenen Sachen, um die Überraschungen zu minimieren.
Da es insgesamt 5 Bands sind, gibt es keinen richtigen Soundcheck, sondern nur einen Linecheck direkt vor unserem Auftritt. Das macht es für Mark, der uns heute zum ersten Mal als Mischer begleitet, nicht unbedingt leichter, aber er meistert seine Aufgabe ohne Fehl und Tadel.
Was wir allerdings zu spüren bekommen ist die Anzahl der Bands. Wir gehen als vierte auf die Bühne und entweder ist es einigen Anwesenden schon zu spät, oder sie haben nach drei Bands bereits die Lust verloren. Dazu legt der Hausmischer in der Umbaupause dermaßen arschfade Musik auf, dass sich das komplette Publikum in den Vorraum mit der Bar verzieht. Wir dürfen also vor leerem Raum beginnen und es dauert auch einen halben Song, bis zumindest ein paar Leute den Weg zurück vor die Bühne finden. Wir nehmen die Herausforderung natürlich an und setzen uns das Ziel, bis zum Ende der Show wieder alle Leute bei uns zu haben und das gelingt uns auch. Zwar sind wie gesagt schon einige gegangen, aber der Rest ist wieder da, wo er hingehört. Ein gutes Gefühl, wenn die Mühe sich lohnt. Vor allem, wenn sie zudem so viel Spaß macht wie dieser Auftritt.
Die letzte Band hat dann definitiv die Arschkarte gezogen, bemüht sich aber trotzdem tapfer, die paar Verbliebenen zu unterhalten. Wir führen derweil noch ein paar Gespräche am Merchstand und beschäftigen uns mit den österreichischen Biersorten. Schließlich versumpfen wir im Backstageraum und stellen irgendwann mal fest, dass wir jetzt eigentlich auch mal den Bus einladen könnten, nachdem außer uns und Veranstalter Knacki niemand mehr da ist. Der macht aber trotzdem keinen Streß und hat trotz vorgerückter Stunde noch Zeit für einen gemütlichen Plausch.
Auf dem Weg über das Gelände zu unserem Schlafplatz dröhnt uns aus einem anderen Haus noch laute Anarchomusik entgegen. Also noch ein wenig im kleinen Punk-Club an der Ecke abhängen, bis wir dann schließlich in die Betten fallen. Wir müssen ja am nächsten Morgen wieder früh raus.
Stefan
Das letzte Mal waren wir im März 2002 im Blackout in Rosenheim. Also war es schon überfällig, den Kellerclub mal wieder zu beackern. Aber erst mal gab es mal wieder eine Generalausstattung bei Titus Rosenheim, dem Klamottenladen unserer Wahl. So beladen mit Kleidung sind wir normalerweise nur, wenn wir unsere Merchkisten ausräumen.
Dann aber ran an die Arbeit. Als erstes kam die logistische Herausforderung, den spärlichen Platz auf der Bühne optimal auszunutzen, darauf dann ein ausgedehnter Soundcheck (aufgrund technischer Probleme mit dem Trigger noch ausgedehnter als alle wollten) - schon nach ein paar kurzen Stunden konnten wir uns Essen und Warten widmen. Musikeralltag eben.
Da eine der beiden Vorbands kurzfristig absagen musste, war der Ablauf recht entspannt. Das war auch notwendig, denn leider zickte bei unserem Linecheck wieder die Technik rum und trotz aller Bemühungen von Fabi am Pult zögerte sich das alles wieder ewig raus. Irgendwann funktionierte dann aber doch alles und Fabi zauberte einen standesgemäßen Sound aus den Boxen.
Auf der Bühne war es ziemlich gemütlich (wir hatten halt gerade mal so Platz) und so war die Show dann wohl eher hoch als breit. Dafür hatte wir auf der Bühne dann auch einen traumhaften Sound und so lief das alles eigentlich wie am Schnürchen. Einer der Auftritte, die gefühlsmässig schon wieder rum sind, wenn sie gerade erst angefangen haben.
Ein ziemlicher Höhepunkt soll aber nicht verschwiegen werden. Wetti - einer unserer Kumpel und Fans enterte bei For The Crowd in dezent angeheitertem Zustand die Bühne und riss spontan die Rolle des zweiten Sängers an sich, die er dann auch sehr kreativ ausfüllte. Die Parts und Töne hatte keiner von uns schon jemals gehört. Eindrucksvoll ist da wohl das richtige Wort.
Der nächste Höhepunkt war dann die enge und lange Treppe, über die wir den ganzen Krempel nach der Show wieder hochschleppen durften. Immer eine besondere Freude. Zwei Bier und eine Handvoll Metalsongs auf der Tanzfläche später (an dieser Stelle noch mal ein großes Lob an den DJ - ein Kracher nach dem anderen!!!) saßen wir schlussendlich auch schon wieder in unserem Bus auf dem Weg nach Hause. Feiner Abend, da kann man nicht meckern.
Bilder findet ihr übrigens auf www.stevereeves.de
Stefan
Dann aber ran an die Arbeit. Als erstes kam die logistische Herausforderung, den spärlichen Platz auf der Bühne optimal auszunutzen, darauf dann ein ausgedehnter Soundcheck (aufgrund technischer Probleme mit dem Trigger noch ausgedehnter als alle wollten) - schon nach ein paar kurzen Stunden konnten wir uns Essen und Warten widmen. Musikeralltag eben.
Da eine der beiden Vorbands kurzfristig absagen musste, war der Ablauf recht entspannt. Das war auch notwendig, denn leider zickte bei unserem Linecheck wieder die Technik rum und trotz aller Bemühungen von Fabi am Pult zögerte sich das alles wieder ewig raus. Irgendwann funktionierte dann aber doch alles und Fabi zauberte einen standesgemäßen Sound aus den Boxen.
Auf der Bühne war es ziemlich gemütlich (wir hatten halt gerade mal so Platz) und so war die Show dann wohl eher hoch als breit. Dafür hatte wir auf der Bühne dann auch einen traumhaften Sound und so lief das alles eigentlich wie am Schnürchen. Einer der Auftritte, die gefühlsmässig schon wieder rum sind, wenn sie gerade erst angefangen haben.
Ein ziemlicher Höhepunkt soll aber nicht verschwiegen werden. Wetti - einer unserer Kumpel und Fans enterte bei For The Crowd in dezent angeheitertem Zustand die Bühne und riss spontan die Rolle des zweiten Sängers an sich, die er dann auch sehr kreativ ausfüllte. Die Parts und Töne hatte keiner von uns schon jemals gehört. Eindrucksvoll ist da wohl das richtige Wort.
Der nächste Höhepunkt war dann die enge und lange Treppe, über die wir den ganzen Krempel nach der Show wieder hochschleppen durften. Immer eine besondere Freude. Zwei Bier und eine Handvoll Metalsongs auf der Tanzfläche später (an dieser Stelle noch mal ein großes Lob an den DJ - ein Kracher nach dem anderen!!!) saßen wir schlussendlich auch schon wieder in unserem Bus auf dem Weg nach Hause. Feiner Abend, da kann man nicht meckern.
Bilder findet ihr übrigens auf www.stevereeves.de
Stefan
Eines gibt es leider immer seltener und das sind richtig coole Metalclubs. Umso schöner, dass sich mit dem Rainbow in Zeholfing noch einer richtig kultiger findet. Klar könnte man auch hier zugunsten des Umsatzes besser Rock und Discomucke spielen. Aber Betreiber Mac verzichtet darauf und spielt lieber die Musik, die ihm am Herzen liegt. Entweder als Metal-Disco mit einem wunderbar gemischten Programm über alle Epochen. Oder eben auch regelmässig mit Konzerten. Dafür gebührt ihm riesiger Respekt! Es sind genau solche Leute, die die Szene am Leben halten und wenn ihr mal in der Nähe seid oder sogar in der Nähe wohnt, dann bewegt euren verdammten Arsch in den Laden!
Das Rainbow ist nicht besonders groß und lässt sich auch mit einer kleinen Anlage beschallen, die Seyanga, die Mitstreiter des heutigen Abends stellen. Da eh nur Gesang und ein bisschen Schlagzeug über die Anlage läuft, gibt es auch keinen großen Soundcheck und wir können uns relativ früh dem Essen zuwenden. Klapperschlange, Bison und Krokodil gibt es leider nur auf Vorbestellung, also muss es halt Schnitzel und Wurstsalat tun, die uns aber auch gut reingehen.
Als dann endlich Showtime ist, ist das Rainbow zwar nicht übermässig gefüllt, der Auftritt wird aber trotzdem ziemlich feuchtfröhlich, was wohl unter anderem auch an den regelmäßigen Schnapsrunden liegt, die von der Bar an uns geliefert werden. Das trägt zwar nicht unbedingt zur spielerischen Qualität bei, dafür aber zum Spaßfaktor. Das alles endet damit, dass wir eine weitere Zugabe (mit teilweise runtergelassenen Hosen) spielen – spätestens da ist die Stimmung dann ganz ordentlich ;-)
Leider müssen wir uns danach dann auch schon recht bald wieder auf den Heimweg machen. Bei der Mucke, die der DJ auflegt, hätten wir es schon noch länger ausgehalten. Aber irgendwie hab ich im Urin, dass wir da nicht zum letzten Mal waren ...
Stefan
Das Rainbow ist nicht besonders groß und lässt sich auch mit einer kleinen Anlage beschallen, die Seyanga, die Mitstreiter des heutigen Abends stellen. Da eh nur Gesang und ein bisschen Schlagzeug über die Anlage läuft, gibt es auch keinen großen Soundcheck und wir können uns relativ früh dem Essen zuwenden. Klapperschlange, Bison und Krokodil gibt es leider nur auf Vorbestellung, also muss es halt Schnitzel und Wurstsalat tun, die uns aber auch gut reingehen.
Als dann endlich Showtime ist, ist das Rainbow zwar nicht übermässig gefüllt, der Auftritt wird aber trotzdem ziemlich feuchtfröhlich, was wohl unter anderem auch an den regelmäßigen Schnapsrunden liegt, die von der Bar an uns geliefert werden. Das trägt zwar nicht unbedingt zur spielerischen Qualität bei, dafür aber zum Spaßfaktor. Das alles endet damit, dass wir eine weitere Zugabe (mit teilweise runtergelassenen Hosen) spielen – spätestens da ist die Stimmung dann ganz ordentlich ;-)
Leider müssen wir uns danach dann auch schon recht bald wieder auf den Heimweg machen. Bei der Mucke, die der DJ auflegt, hätten wir es schon noch länger ausgehalten. Aber irgendwie hab ich im Urin, dass wir da nicht zum letzten Mal waren ...
Stefan
Es ist das fünfte Mal Sonthofen und einige Sachen werden sich wohl nie ändern. Zum Beispiel die Anfahrt. Die sah bislang immer so aus, dass wir eine halbe Stunde kreuz und quer durch Sonthofen geirrt sind und irgendwann aus purem Zufall vor dem Barfly standen. Mit guten Traditionen soll man nicht brechen und so handhaben wir das diesmal wieder ganz genauso.
Da wir insgesamt schon etwas spät dran sind, geht es direkt ans Aufbauen und den Soundcheck. Dass Basti heute nicht dabei sein kann, spüren wir dann besonders unangenehm, da die Abstimmung mit dem Mischer nicht ganz so reibungslos läuft wie gewünscht. Die Ansichten, wie bestimmte Instrumente zu klingen haben (oder auch einfach nur wie sie verkabelt gehören) sind da nicht unbedingt deckungsgleich. Sei's drum, Rock 'n Roll. Wir nutzen die restliche Zeit noch für Pizza und den Aufbau des Merchstands und dann ist es auch schon so weit.
Das Sonthofener Publikum ist wie gewohnt etwas verhalten, aber Sitti gibt sich alle Mühe, die Leute einzubeziehen. Auch ansonsten ist das eine relativ lockere Angelegenheit und wir haben nebem dem Set noch genug Zeit für diverse Albernheiten. Und schließlich ist die Allgäuer Moshfraktion dann doch noch vor der Bühne zu finden, so wie es sich gehört.
Während die Band nach uns dann noch der Frage nachgeht, wie wenig Rock man eigentlich sein kann, laden wir schon mal den Bus und lassen dann die Gläser noch ordentlich klingen. Wie üblich herrscht im Barfly kein Getränkemangel. Einziger Nachteil an dem Abend ist, dass der DJ (trotz völlig korrektem Geschmack) eher seine Punk- als seine Metalscheiben eingepackt hat. Aber auch damit kommen wir gut klar. Feiner Abend, gerne wieder!
Stefan
Da wir insgesamt schon etwas spät dran sind, geht es direkt ans Aufbauen und den Soundcheck. Dass Basti heute nicht dabei sein kann, spüren wir dann besonders unangenehm, da die Abstimmung mit dem Mischer nicht ganz so reibungslos läuft wie gewünscht. Die Ansichten, wie bestimmte Instrumente zu klingen haben (oder auch einfach nur wie sie verkabelt gehören) sind da nicht unbedingt deckungsgleich. Sei's drum, Rock 'n Roll. Wir nutzen die restliche Zeit noch für Pizza und den Aufbau des Merchstands und dann ist es auch schon so weit.
Das Sonthofener Publikum ist wie gewohnt etwas verhalten, aber Sitti gibt sich alle Mühe, die Leute einzubeziehen. Auch ansonsten ist das eine relativ lockere Angelegenheit und wir haben nebem dem Set noch genug Zeit für diverse Albernheiten. Und schließlich ist die Allgäuer Moshfraktion dann doch noch vor der Bühne zu finden, so wie es sich gehört.
Während die Band nach uns dann noch der Frage nachgeht, wie wenig Rock man eigentlich sein kann, laden wir schon mal den Bus und lassen dann die Gläser noch ordentlich klingen. Wie üblich herrscht im Barfly kein Getränkemangel. Einziger Nachteil an dem Abend ist, dass der DJ (trotz völlig korrektem Geschmack) eher seine Punk- als seine Metalscheiben eingepackt hat. Aber auch damit kommen wir gut klar. Feiner Abend, gerne wieder!
Stefan
Während Festivals fürs Publikum meist eine große Party sind, sind sie hinter den Kulissen vor allem eins: Stress. Zig Bands teilen sich enge Backstageräume, rumpeln mit ihrem Equipment durcheinander und in den Umbaupausen geht es erst richtig los. So auch diesmal beim Winterbreath in Bamberg. Da wir erst eine gute Stunde vor unserer Bühnenzeit da sein konnten, ging es auch gleich richtig ans Eingemachte. Equipment durch die gesamte Halle schleifen (leider war der Parkplatz auf der anderen Seite der Dreifachturnhalle), hinter der Bühne schon mal so weit wie möglich zusammenbauen, umziehen und im völlig überhitzten und überfüllten Backstageraum warmspielen (was in dem Fall einen besondere Bedeutung hatte, da die Heizung sich nicht abdrehen ließ und in der Umkleide ungefähr gemütliche 35° C waren). Dann also auf in den Kampf - Showtime. Wir sind ja inzwischen ziemlich routiniert und flott was das Umbauen angeht, aber manchmal hilft auch die ganze Routine nichts. Erstes Problem: Wir haben nicht über unsere eigenen Boxen gespielt und das hat sich gleich wieder gerächt. Eine der Boxen an Andelz' Amp hatte einen Wackler und das hat den Gitarrencheck dann ewig dauern lassen (weil natürlich erst alle anderen Optionen wie falscher Kanal, kaputtes Kabel, kaputtes Mikro, usw. vermutet wurden). Zweites Problem: Die Monitoranlage war entweder völlige Scheiße oder der Monitormischer völlig mit ihr überfordert (oder beides). Das führte dann gleich mal zum dritten Problem: Das Talkback vom Mischpult funktionierte nicht, so dass Basti beim Soundcheck nicht mit uns kommunizieren konnte. Also ewige Verzögerungen, bis wir endlich mal anfangen konnten. Allerdings halt im kompletten Blindflug, weil aus der Monitoranlage ja nichts brauchbares zu vernehmen war und die Bühne einfach zu groß, um die anderen Amps zu hören. Vor der Bühne war das zwar nicht so dramatisch, da wir den Set ja inzwischen gut genug drauf haben und Basti auch unter schlechten Bedingungen amtlichen Sound aus der Anlage holt. Aber auf der Bühne war das schon sehr anstrengend. Das alles wäre auch nicht so dramatisch gewesen, wenn wir das Publikum auf unserer Seite gehabt hätten. Aber da wir quasi die einzige moderne Band unter lauter Knüppel- und True-Kapellen waren, mussten wir hier schon um Anerkennung kämpfen. Aber das ist ja auch ein fairer Deal, wir haben die Herausforderung selbstverständlich angenommen und kamen auch gar nicht mal so schlecht an. Klarer Punktsieg, würde ich also sagen.
Schneller als gedacht war es dann auch schon wieder vorbei. Nochmal kurze Hektik beim Abbauen und dann konnten wir uns den entspannten Seiten des Festivals widmen. Also Bier, Metal und Fußballdiskussionen mit Gerre von Tankard. Da wir noch zurückfahren mussten, war die Party zwar nicht ganz so intensiv wie es angemessen gewesen wäre, aber ich kann guten Gewissens sagen, dass wir unseren Spaß hatten.
Stefan
Schneller als gedacht war es dann auch schon wieder vorbei. Nochmal kurze Hektik beim Abbauen und dann konnten wir uns den entspannten Seiten des Festivals widmen. Also Bier, Metal und Fußballdiskussionen mit Gerre von Tankard. Da wir noch zurückfahren mussten, war die Party zwar nicht ganz so intensiv wie es angemessen gewesen wäre, aber ich kann guten Gewissens sagen, dass wir unseren Spaß hatten.
Stefan
